Donnerstag, 7. Dezember 2023

Spanien: Songtitel von Benidorm geleaked


Spanien
- Eine kleine Panne hat dazu geführt, dass die Titel des Festivals von Benidorm bereits eine Woche vor der eigentlichen Präsentation namentlich bekannt sind. Eigentlich hätte das Album, welches begleitend zum spanischen Vorentscheid auf den Markt geworfen wird, erst am 15. Dezember erhältlich sein, einen Tag nach der Bekanntgabe der Songs. Da diese Liste allerdings nun schon online zu finden ist, kursieren auch die darauf enthaltenen Songtitel durch das Internet.

Die Beiträge des Festivals von Benidorm 2024:
01. - Almácor - Brillos platino
02. - Angy Fernández - Sé quién soy
03. - Dellacruz - Beso en la mañana
04. - Jorge González - Caliente
05. - Lérica - Astronauta
06. - Mantra - Me vas a ver
07. - María Peláe - Remitente
08. - Marlena - Amor de verano
09. - Miss Caffeina - Bla bla bla
10. - Nebulossa - Zorra
11. - Noan - Te echo de
12. - Quique Niza - Prisionero
13. - Roger Padrós - El temps 
14. - Sofia Coll - Here to stay
15. - St. Pedro - Dos extraños (cuarto de cuerda)
16. - Yoly Saa - No se me olvida

Mittlerweile wurde die Liste wieder aus den Verkaufskanälen entfernt. Jene 16 Interpreten werden sich dennoch in den beiden Halbfinals am 30. Januar und 1. Februar des Festival von Benidorm und in der großen Finalshow am 3. Februar gegenüberstehen. Die Kandidaten wurden aus 825 Bewerbungen ausgewählt und treten an, sich das Ticket für Malmö zu ersingen und damit die Nachfolge von Blanca Paloma anzutreten, die mit "Eaea", das sehr stark vom spanischen Lokalkolorit gefärbt war, den 17. Platz belegte.

Rumänien: Finale Bestätigung von TVR steht noch aus


Rumänien
- Die letzte Unsicherheit beim Eurovision Song Contest 2024 ist weiterhin das rumänische Fernsehen TVR. Der Sender selbst erklärte nun, dass man weiter auf die Bestätigung seines Budgets für das kommende Jahr wartet, bevor darüber entschieden werden kann, ob man am Wettbewerb in Malmö teilnehmen kann oder nicht. Bis dahin verbliebt die Teilnehmerzahl im kommenden Jahr bei 37 Nationen.

Von TVR hieß es im offiziellen Wortlaut: "Derzeit stehen wir in Kontakt mit den Organisatoren und alle Optionen bleiben offen. Die EBU gewährte dem rumänischen Fernsehen einen Aufschub." Wann genau diese Entscheidung allerdings fallen wird, ist nach derzeitigem Stand nicht bekannt. Allzu lange dürfte diese Entscheidung aber nicht mehr auf sich warten lassen, da auch die Europäische Rundfunkunion irgendwann weiterplanen muss.

Rumänien nimmt seit 1993 am Eurovision Song Contest teil, der erste Beitrag, der es in die Endrunde schaffte erfolgte 1994. Nach anfänglich schwachen Ergebnissen, erlebten rumänische Interpreten in den 2000ern ihre Hochzeit, ehe die Platzierungen in den letzten Jahren wieder deutlich verhaltener ausfielen. Zuletzt scheiterte Teodor Andrei im Halbfinale von Liverpool und belegte mit null Punkten den letzten Platz in seinem Semifinale.

Eurovision 2024: Edward af Sillén wird Scriptwriter


Schweden
- Die Außenwelt merkt meist selten etwas davon, doch große Produktionen wie der Eurovision Song Contest werden ganzjährig geplant, koordiniert und eben auch produziert. Nur wenige Details dringen dabei nach außen, wie etwa die heutige Meldung, dass Edward af Sillén und Daniel Réhn als Scriptwriter für den Eurovision Song Contest 2024 verpflichtet werden konnten. Beide waren schon am Script und den Handlungsabläufen im Jahr 2016 in Stockholm involviert.

Edward af Sillén wird darüber hinaus die Leitung der Host-Sektion und der Interval-Acts übernehmen. Damit hat der Sender SVT erfolgreiche Namen für die Show in Malmö unter Vertrag nehmen können, die etwa am herausragenden "Love Love Peace Peace" von Petra Mede und Måns Zelmerlöw beteiligt waren. Produzentin Ebba Adielsson zeigte sich auf Nachfrage "überaus glücklich", dass man beide Scriptwriter wieder mit dabei hat. Sie lobte die umfassenden Kenntnisse und den großartigen Sinn für Humor von Edward af Sillén.

Er selbst erklärte via X (Twitter): "Das ist ein Angebot, das zu viel Spaß bereitet um es abzulehnen." Beim Sender SVT sei man davon überzeugt, dass man mit beiden Charakteren eine fantastische Show auf die Beine stellen kann. Jene Show findet vom 7. bis 11. Mai in der Malmö Arena statt und verbucht nach derzeitigem Stand 37 teilnehmende Nationen, wenngleich Gespräche mit dem rumänischen Fernsehen TVR weiterhin andauern und sich die Zahl unter Umständen noch auf 38 Nationen erhöhen kann. 

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Deutschland: NDR bringt neue Wildcard-Methode ins Spiel


Deutschland
- Mit Wildcards hat sich der NDR in der Vergangenheit immer wieder ein Hintertürchen offen gehalten, Acts nachzunominieren, sei es durch ein Club-Konzert oder eine willkürliche Nachnominierung der Sisters im Jahr 2019. Und so setzt man diese Tradition fort und verkündet heute auf Eurovision.de das Format "Ich will zum ESC!" mit den Galionsfiguren Rea Garvey und Conchita Wurst. Sinn und Zweck der Mission ist es, einen Nachwuchsinterpreten in den deutschen Vorentscheid zu hieven.

Fünfzehn Kandidaten die hier auf Eurovision.de vorgestellt werden, erhalten Runde für Runde die Chance auf das Ticket zum deutschen Vorentscheid, unterstützt werden sie dabei von Rea Garvey und Conchita Wurst, die ihr Talent fördern wollen. "Den Teilnehmenden bietet sich bei uns eine einmalige Chance.", heißt es dabei von Conchita. Die Shows werden medial ab dem 25. Januar begleitet und werden in der ARD Mediathek sowie später zu nachtschlafender Zeit im Ersten gezeigt.

Die Kandidaten arbeiten unter der Regie ihrer Coaches an eigenen Liedern für den Vorentscheid, in der letzten Show entscheidet sich in einer Liveshow am 8. Februar per Televotiong. Der Sieger von "Ich will zum ESC!" erhält daraufhin die Wildcard für den deutschen Vorentscheid am 16. Februar. Das neu initiierte Konzept entsteht im Auftrag vom Norddeutschen Rundfunk und dem Hessischen Rundfunk, der damit erstmals auch formell einen Schritt in Richtung deutscher Song Contest-Ausrichtung setzt.

Nordmazedonien: MKRTV bedauert eigene Entscheidung


Nordmazedonien
- Es wurde zwar mit einem gewissen Budget für den Eurovision Song Contest kalkuliert, mit der gestrigen Bekanntgabe der Teilnehmerliste von Malmö haben sich die Hoffnungen auf ein Comeback Nordmazedoniens beim Song Contest 2024 allerdings wieder verschlagen. Der Sender MKRTV bedauert in einer offiziellen Stellungnahme, dass die finanzielle Situation eine Rückkehr im kommenden Jahr unmöglich macht.

"Wir bedauern zutiefst, dass Nordmazedonien das zweite Jahr in Folge nicht beim Eurovision Song Contest vertreten sein wird. Wir wünschen allen 37 teilnehmenden Nationen viel Erfolg und freuen uns auf eine große Show in Malmö.", so der Sender via X (Twitter). Noch Ende Oktober hieß es von Programmrätin Smilka Janeska-Sarkanjac, das es als positives Zeichen zu werten sei, dass Gespräche innerhalb des Senders andauern, wenngleich die Bestätigungsfrist der EBU bereits verstrichen sei.

Rund 1,5 Millionen Denar wurden von MKRTV im Kostenplan für die neue TV-Saison für den Eurovision Song Contest und den Junioren-Ableger verplant, hinzu kamen umgerechnet 260.000 Euro Mitgliedsbeiträge an die Europäische Rundfunkunion. Nordmazedonien fehlte bereits 2023 in Liverpool aus finanziellen Gründen, strahlte jedoch alle Shows live aus. Zuletzt wurde Nordmazedonien 2022 durch Andrea Koevska und "Circles" vertreten, die allerdings im Halbfinale von Turin ausschied.

Update (12:01 Uhr): In einem weiteren Statement aus Skopje begründet der Sender MKRTV seine Entscheidung damit, dass es im allgemeinen Interesse der Bevölkerung sei, die zur Verfügung stehenden Gelder auf mehrere Formate zu verteilen, die 2024 ganz im Zeichen des Rundfunkjubiläums in Nordmazedonien stehen. So feiert das Land 80 Jahre mazedonischen Rundfunk und 60 Jahre TV-Betrieb im Land. Makedonska Radio wurde 1944 gegründet, zwanzig Jahre später folgte Makedonska Televizija. Beide Sender waren zunächst regionale Ableger des jugoslawischen Staatsrundfunks, seit 1991 ist MKRTV eigenständig und seit 1993 Teil der Europäischen Rundfunkunion.