Dienstag, 10. Oktober 2023

San Marino: Finale des Vorentscheids am 2. März


San Marino
- Am Samstag, den 2. März 2024, findet in San Marino der nationale Vorentscheid "Una Voce per San Marino" statt. Austragungsort wird erneut das Teatro Nuovo in der Gemeinde Dogana sein, wo bereits in diesem Jahr in einem undurchschaubaren Vorrunden- und Abstimmungsprinzip die schlussendliche Entscheidung gefallen ist. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, nachdem wieder alles und jeder an der Vorauswahl teilnehmen kann.

Geplant ist von Seiten des Senders SMRTV erneut eine facettenreiche Show, in der acht Newcomer gegen acht etablierte Künstler antreten werden. Letztere werden von der Media Evolution SRL direkt ausgewählt, während sich alle Kandidaten aus der öffentlichen Bewerbungsrunde zunächst zahlreiche Castingrunden und ein Halbfinale durchlaufen müssen. Beschränkungen bezüglich der Staatsangehörigkeit oder Songvorgaben wurden keine gemacht.

Interessierte Kandidaten können sich bis zum 10. Januar beim Sender bewerben, anschließend wird konsequent per Fachjury ermittelt, wer es in die nächste Runde bzw. bis zum Eurovision Song Contest schafft. In diesem Jahr setzte sich die Gruppe Piqued Jacks mit ihrem Titel "Like an animal" bei "Una Voce per San Marino" durch und fuhr zum Eurovision Song Contest nach Liverpool. Dort erreichte die Gruppe allerdings, ähnlich wie Rumänien, nur den letzten punktelosen Platz im Halbfinale.

Montag, 9. Oktober 2023

Albanien: Zuschauer entscheiden zu 50% mit


Albanien
- Morgen endet die Bewerbungsphase für das albanische Festivali i Këngës, das seit über 60 Jahren ausgetragene prestigeträchtige Musikfestival Albaniens, für dessen Organisation sich der Staatsrundfunk RTSH verantwortlich zeigt. Der Direktor des Festivals, Bojken Lako, selbst mehrfacher Teilnehmer des Formats, hat nunmehr erneute Änderungen bei der Ermittlung eines Siegers und eines Vertreters für den Eurovision Song Contest angekündigt.

Während die albanischen Zuschauer jahrelang keinerlei Mitspracherecht am Ergebnis des Festivals hatten, wurde für die Suche nach dem diesjährigen Song Contest-Vertreter erstmals ein reines Televoting eingeführt. Anstatt der späteren Festivalsiegerin Elsa Lila mit "Evita" setzte sich hier Albina & Familja Kelmendi mit "Duje" durch und vertrat Albanien beim Song Contest in Liverpool. Nunmehr wird erneute am Abstimmungsmodus herumgeschraubt.

Der Sieger des Festivals wird zu jeweils 50% per Jury- und Televoting ermittelt. Das 62. Festivali i Këngës wird somit erstmals in Gänze durch das Abstimmungsverhalten der Zuschauer geprägt und hat diesbezüglich das 21. Jahrhundert erreicht. Die genauen Termine für das Festival stehen noch nicht fest, insgesamt werden 27 Interpreten an den Start gehen, 14 etablierte Künstler sowie 13 Newcomer. Der Sieger des Festivals erhält zudem das Startrecht beim Eurovision Song Contest in Malmö 2024.

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Deutschland: Bewerbungsfrist bis 15. Oktober verlängert


Deutschland
- Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob er sich für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2024 in Malmö anmelden soll, hat vom NDR noch eine Gnadenfrist bekommen. Die Bewerbungsfrist für "Das deutsche Finale 2024" wurde bis zum 15. Oktober verlängert. Dies sei nach Angaben von Eurovision.de auf "vielfachen Wunsch" hin geschehen. 

Ursprünglich sollte die Bewerbungsphase am morgigen 5. Oktober ablaufen. Der NDR komme nunmehr dem Wunsch "vieler Kreativer" nach, den Zeitraum zu verlängern. Erwünscht sind nach wie vor Bewerbungen aller Genres von Interpreten oder Bands bis maximal sechs Personen, die sich an die grundsätzlichen Regularien der Eurovision halten. Den direkten Link zur Bewerbung findet man hier auf Eurovision.de.

Wie genau der deutsche Vorentscheid aufgebaut sein wird ist noch nicht bekannt. Fest steht lediglich, dass er am 16. Februar live aus Berlin übertragen wird. Ebenso ist nicht bekannt, ob Barbara Schöneberger, die jüngst mit dem Deutschen Fernsehpreis für ihre Moderation des diesjährigen Vorentscheids ausgezeichnet wurde, wieder mit von der Partie sein wird. In einem Kurzvideo warb sie allerdings aktiv für die Bewerbung zum deutschen Vorentscheid 2024.

Eurovision 2024: Keine Änderungen am Voting beschlossen


Norwegen
- Norwegens Delegationsleiter hatte vor einigen Wochen einen Vorschlag eingebracht, das Stimmgewicht der Juroren beim Eurovision Song Contest im Vergleich zum Zuschauervoting zu reduzieren. 30 bis 40% Stimmgewicht würden seiner Meinung nach vollkommen ausreichen. Nun gab Stig Karlsen bekannt, dass eine entsprechende Reduzierung der Jurywertungen beim Eurovision Song Contest kein Thema sei, das von offizieller Stelle abgesegnet wurde.

In einem Podcast bestreitet Karlsen, dass bislang irgendwelche Änderungen im Abstimmungsmodus beschlossen wurden. Eine Jurywertung sei weiterhin notwendig, das Problem bestehe aktuell jedoch darin, dass die Kluft zwischen den Jury- und den Televotingergebnissen häufig enorm groß seien. Grundsätzlich sei das Zuschauerergebnis wichtiger als die Meinung der Juroren, gab Karlsen zu verstehen. Er habe vollstes Vertrauen in die Entscheidung des Senders SVT sowie in die EBU.

Der Ruf nach einer Gewichtsverteilung der Stimmen ist einer von mehreren Reformvorschlägen, die in den Sommermonaten die Runde gemacht haben. So wurde u.a. auch wieder die Diskussion entfacht, die Big Five abzuschaffen und die größten Geldgeber Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich ebenfalls über die Halbfinals antreten zu lassen und nur das Gastgeberland für das Finale gesetzt ist. Auch dieser Vorschlag wurde bisher nicht weiter von der EBU verfolgt.

Dienstag, 3. Oktober 2023

Montenegro: Medien prognostizieren Nicht-Teilnahme


Montenegro
- Es scheint eng zu werden mit dem Comeback Montenegros beim Eurovision Song Contest 2024 in Malmö. Einem Bericht des lokalen Portals CDM zufolge scheint der montenegrinische Rundfunk RTCG ein weiteres Jahr außen vor zu bleiben, wenn es um das Entsenden eines Vertreters zu Europas größter Musik- und Unterhaltungsshow geht. CDM kontaktierte den Generaldirektoren des Senders, Boris Raonic, ohne eine Rückmeldung erhalten zu haben.

Von Seiten des Senders RTCG liegt bislang keine offizielle Stellungnahme bezüglich der Eurovision im nächsten Jahr vor. Dies wird von lokalen Medien sogleich als Nicht-Teilnahme gewertet, ohne prüfbare Nachweise zu erbringen. Montenegro zog sich 2023 vom Wettbewerb zurück, nachdem RTCG den Einwand erhob, die Kosten für die Teilnahme, Startgebühren wie auch die Unterbringung und Produktion im UK seien nicht zu bewältigen. Der Sender hatte jedoch alle drei Shows live übertragen.

Schon häufiger fehlte Montenegro aus finanziellen Gründen im Wettbewerb. 2010, 2011, 2020 und 2021 wurde aus genannten finanziellen Engpässen kein Interpret zur Eurovision entsendet. Zuletzt nahm Vladana Vučinić mit "Breathe" am Halbfinale von Turin 2022 teil. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2007 erreichte Montenegro zweimal das Finale, sieht den Wettbewerb trotz relativer Erfolglosigkeit allerdings als Marketingplattform für die lokale Kultur. Sobald es nähere Informationen aus Podgorica zu vermelden gibt, werden wir natürlich darüber berichten.