Sonntag, 10. Mai 2026

Eurovision 2026: Aktuelles aus Wien (3)


Europa
- Der Eurovision Song Contest 2026 rückt näher, kommende Woche um diese Zeit wissen wir, in welchem Land der 71. Wettbewerb stattfinden wird. Bis dahin erfolgt nun die alljährlich wiederkehrende Prozedur, etwa die Opening Ceremony, die heute Nachmittag ab 16:55 Uhr (MESZ) auf dem Wiener Rathausplatz stattfindet. Das Opening wird live im ORF übertragen, auch das Radio-Symphonieorchester des ORF wird Teil der Show sein.

Ab 14 Uhr wird der Einlass im sogenannten Eurovision Village gewährt, Fans seien hierbei darauf hingewiesen, dass die Organisatoren strikte Regularien hierfür erlassen haben. "Im Eurovision Village gilt am 10. Mai und auch am Finaltag, dem 16. Mai, eine strenge No-Bag-Policy. Taschen, Rucksäcke, Bauchtaschen und Handtaschen sind ausnahmslos verboten. Erlaubt sind ausschließlich kleine persönliche Gegenstände wie Geldbörse, Handy und Schlüssel sowie transparente Behältnisse im Format von maximal A6.", heißt es in einer Pressemeldung.

Ansonsten sind die Einzelproben der 35 Acts abgeschlossen, ehe es morgen an die Proben für das erste Halbfinale geht, welches am Dienstag ab 21 Uhr (MESZ) im ORF und in Deutschland auf ONE ausgestrahlt wird. In eben jenem Halbfinale treten 15 Länder an, darunter Felicia aus Schweden, Akylas aus Griechenland, Linda Lampenius und Pete Parkkonen aus Finnland und auch Noam Bettan aus Israel. Um Letzteren gab es zuletzt wieder Aufruhr.

Auslöser der Debatte, die eine formelle Warnung der Europäischen Rundfunkunion an den israelischen Sender KAN hatte, war eine geschaltete Werbebotschaft des Interpreten in diversen Sprachen der Nationen, die im ersten Halbfinale teilnehmen, in dem für den Beitrag "Michelle" geworben wird. In der Theorie ist dies keine große Aktion, da diverse Delegationen im Vorfeld eine gewisse Form von Werbung präsentieren, hierbei geht es vielmehr wieder um die Verhältnismäßigkeit.

In dem Einspieler heißt es direkt: "Vote #10 - Israel, You can vote up to 10 times". Die EBU kommentierte in einer unmittelbar folgenden Stellungnahme: "Wir wurden informiert, dass Videos veröffentlicht wurden, in denen der Künstler, der KAN vertritt, dazu aufrief, zehnmal für Israel abzustimmen. Innerhalb von 20 Minuten nahmen wir Kontakt mit der israelischen Delegation auf und forderten sie auf, die Verbreitung dieser Videos unverzüglich einzustellen (...)", der Sender KAN reagierte unverzüglich und entsprach dieser Forderung.

Die EBU fügte hinzu, dass man eine formelle Warnung an KAN ausgesprochen habe und die Aktivitäten weiterhin genau beobachten werde und im Zweifel entsprechende Maßnahmen ergreifen werde. Nach der Verabschiedung neuer Regeln in Bezug auf Werbemaßnahmen bei der letzten EBU-Generalversammlung hat sich ESC-Direktor Martin Green persönlich auf die Fahnen geschrieben die Aktivitäten sämtlicher Teilnehmerländer zu kontrollieren.