Samstag, 30. November 2013

Großbritannien: Zukunftspläne aus Schottland


Großbritannien - Der erste Minister, Alex Salmond, strebt bereits seit längerem die Unabhängigkeit von Schottland an. Er und seine Partei sprechen sich für ein eindeutiges "Ja" zur Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich aus und könnten dieses rein theoretisch mit einem Votum im September 2014 herbeiführen. Prognosen sehen dies derzeit zwar noch nicht, aber man kann ja nie wissen.

Vorsichtshalber hat sich der Sender SBS bereits einmal mit den Fragen einer Eurovisionsteilnahme beschäftigt und nach Angaben der BBC auch die Absicht erklärt, starker Partner in der EBU zu werden und sich an entsprechenden Projekten zu beteiligen, was eine Teilnahme am Eurovision Song Contest einschließt.

Sollte Schottland tatsächlich im Jahr 2016 ein unabhängiges Land werden, so würde die SBS die Mitgliedschaft in der EBU suchen und könnte somit frühestens 2017 am Eurovision Song Contest teilnehmen. Der Sender BBC Scotland würde formell aufgelöst und durch einen staatlichen Rundfunk ersetzt werden.

Auch wenn dies alles noch Zukunftsmusik ist und die Umfrageergebnisse bislang für einen Verbleib im Staatenbund mit England, Wales und Nordirland stehen, so könnte das Bestreben einiger schottischer Politiker diesmal funktionieren, einen Beitrag zur Eurovision zu schicken.

Weißrussland: BTRC benennt Eurofest-Kandidaten


Weißrussland - Und die weißrussischen Teilnehmer schieben wir gleich hinterher. Am 10. Januar singen die folgenden Interpreten im Studio 600 in Minsk um das Ticket für den Eurovision Song Contest. Es fehlt Georgi Koldun, der Bruder von Dmitry Koldun, der 2007 für Weißrussland an den Start ging. Ansonsten sind hier, insbesondere die Gruppe Nuteki und Natalia Tamelo Wiederholungstäter.

Die Teilnehmer des weißrussischen Vorentscheids:
01. - Matvej Bondarenko
02. - Juri Vashcuck
03. - Alexej Gross
04. - Darija
05. - Zhanet
06. - Max Lorens & Di Dyu Lya
07. - Anastasia Malashkevich
08. - Artem Mihalenko
09. - Alina Moshchenko
10. - Band Napoli
11. - Nuteki
12. - Nataliya Odintsova
13. - Elena Sinyavskaya
14. - Natalia Tamelo
15. - Band Switter Boys

Aus über 100 Einsendungen, wie der Sender BTRC scheinbar korrigierte, wurden die oben genannten 15 Interpreten ermittelt. In der Auswahljury saß u.a. auch Alyona Lanskaya, die 2012 und 2013 den weißrussischen Vorentscheid für sich entscheiden konnte, ihn sich 2012 aber scheinbar erkaufte, sodass die Gruppe Litesound nachnominiert wurde.

Malta: 20 Semifinalisten bei Xarabank vorgestellt


Malta - In der Show "Xarabank" wurden gestern Abend die 20 maltesischen Semifinalisten für den nationalen Vorentscheid vorgestellt. Viele der Namen sind Eurovisionsfans geläufig, so z.B. Fabrizio Faniello, der Malta 2001 und 2006 vertrat. Seine Schwester Claudia vermisst man in diesem Jahr jedoch auf der Liste.

Die 20 Semifinalisten der maltesischen Vorentscheidung:
01. - Amber - Because I have you
02. - Andreana Debattista - Now and forever
03. - Chris Grech - Oblivion
04. - Christabella - Lovetricity
05. - Corazon - Ten
06. - Daniel Testa - One last ride
07. - Davinia - Brand new day
08. - Debbie Stivala - Pin the middle
09. - Deborah C - Until we meet again
10. - Fabrizio Faniello - Just no place like home
11. - Fireflight - Coming home
12. - Franklin - Love will take me home
13. - Jessika - Hypnotica
14. - Miriam Christine - Safe
15. - Pamela - Take me
16. - Raquel Glades - Invisible
17. - Romina Mamo - Addictive
18. - Ryan Paul Abela - City lady
19. - Sophie - Let the sunshine in
20. - Wayne William - Some kind of wonderful

TVM erhielt insgesamt 210 Einsendungen für den Malta Song For Europe 2014. Beim Semifinale am 7. Februar werden aus diesen 20 Teilnehmern zunächst 14 ausgesiebt, die dann am Folgetag erneut im großen Finale singen dürfen. Malta war in den vergangenen beiden Jahren im Finale des Eurovision Song Contests mit dabei.

Freitag, 29. November 2013

Türkvizyon: Kabardino-Balkarien gibt Debüt!


Türkei - Die führende Nachrichtenseite für die Türkvizyon 2013, Eurovoix.com berichtet von weiteren Nominierungen für den turksprachigen Wettbewerb. Mit dabei auch Nachrichten über eine weitere russische Region, die beim Contest debütieren wird, Kabardino-Balkarien. Die Region fasst rund 850.000 Einwohner und grenzt an Georgien und Nordossetien.

Der geplante Vorentscheid der Region findet im Avenue-Restaurant in Tscherkessk, der Hauptstadt der Nachbarregion Karatschai-Tscherkessien statt. Mit Kabardino-Balkarien nehmen insgesamt 21 Kandidaten an der ersten Türkvizyon teil, nach Tatarstan, Altai, Tschuwaschien und Baschkortostan ist es die vierte autonome Region innerhalb Russlands.

Die Region Tatarstan hat unterdessen Aline Şeripcanova für die Türkvizyon ausgewählt. Singen musste die Interpretin vor leeren Rängen, da aufgrund eines Flugzeugabsturzes mit 50 Toten vergangene Woche, Staatstrauer herrscht. Ebenfalls ausgewählt wurde die Sängerin Elvira Sarihalil für die autonome Region Krim in der Ukraine. Sie konnte sich gegen 13 Interpreten in einem Vorentscheid durchsetzen.

Informationen zur Kandidatenauswahl fehlen bislang nur noch aus der Region Altai an der chinesisch-mongolischen Grenze, Baschkortostan, Georgien, Tschuwaschien, Turkmenistan, der gastgebenden Türkei und der chinesischen Region Xinjiang.

Ein aktueller Überblick der teilnehmenden Länder/Regionen: 
01. - Altai - TBA 
02. - Aserbaidschan - Farid Hasanov - TBA 
03. - Baschkortostan - TBA 
04. - Bosnien-Herzegowina - Emir & Frozen Camels - Ters bosanka 
05. - Georgien - TBA 
06. - Kabardino-Balkarien - TBA 
07. - Kasachstan - Rin'go - Birlikpen alğa 
08. - Kirgisien - Çoro - Tooluk kyz 
09. - Krim - Elvira Sarihalil - TBA 
10. - Mazedonien - Ilkay Yusuf - TBA 
11. - Moldawien - Ludmila Turkan - TBA 
12. -  Nordzypern - Grup Gommalar - Ayrıntılar 
13. - Russland - Sailyk Ommun - TBA 
14. - Tatarstan - Aline Şeripcanova - TBA 
15. - Tschuwaschien - TBA 
16. - Türkei - TBA 
17. - Turkmenistan - TBA 
18. - Ukraine - Fazile Ibraimova - TBA 
19. - Usbekistan - Shahazoda - Medlenno 
20. - Weißrussland - Gunesh Abasova - Son hatıralar... 
21. - Xinjiang - TBA

Donnerstag, 28. November 2013

Schweden: Melodifestivalen Line-Up vollständig


Schweden - Das schwedische Fernsehen SVT hat das Line-Up für das Melodifestivalen komplettiert. Nachdem am Dienstag bereits die ersten Interpreten, darunter Helena Paparizou und Martin Stenmarck, bekannt gegeben wurden, folgten nun die übrigen 16 Finalisten.

Die Teilnehmer der dritte Vorrunde in Göteborg:
01. - State of Drama - All we are
02. - Dr. Alban & Jessica Folcker - Around the world
03. - Shirley Clamp - Burning alive
04. - Ace Wilder - Busy doin' nothin'
05. - Outrigger - Echo
06. - Cajsa Stina Åkerström - En enkel sång
07. - EKO - Red
08. - Oscar Zia - Yes we can

Die Teilnehmer der vierten Vorrunde in Örnsköldsvik:
01. - Alcazar - Blame it on the disco
02. - Ellinore Holmer - En himmelsk sång
03. - I.D.A. - Fight me if you dare
04. - Josef Johannson - Hela natten
05. - Janet Leon - Hollow
06. - Anton Ewald - Natural
07. - Ammotrack - Raise your hands
08. - Linda Bengtzing - Ta mig

EKO erhielten durch ihren Sieg in einer Talentshow die Wildcard für das Melodifestivalen 2014. Mit dabei sind diverse Wiederholungstäter, Andreas Lundstedt von Alcazar war schon für die Schweiz im Sextett Six4One dabei, mit Alcazar schon einige Male beim Vorentscheid. Linda Bengtzing und Shirley Clamp sind ebenso wie Jessica Folcker bekannte Gesichter beim Melodifestivalen.

Frankreich: Näheres zu den Kandidaten


Frankreich - Das Konzept des französischen Vorentscheids erinnert tatsächlich ein bisschen an das Verfahren, durch das Jade Ewen 2009 ausgewählt wurde um Großbritannien beim Eurovision Song Contest zu vertreten. France 3 gab gestern die Namen der drei Interpreten bekannt, die sich dem Votum stellen werden.

Zunächst ist da Destan, eine Popband, die bereits bei Universal Music unter Vertrag steht und aus Dean, Killian und Quentin besteht. Ihre erste Single "Vole" kam vor kurzem heraus. Eine Songprobe kann man hier anhören. Bei Warner Music unter Vertrag steht dass Hip Hop-Duo Twin Twin, das aus den Brüdern Lorent und François besteht. Ergänzt wird das Ganze durch Beatboxer Patrick. Das erste Album "Vive la vie" erschien im letzten April.

Die dritte Kandidatin ist Joanna Lagrave, die bereits Erfahrungen als Musicalsängerin sammeln konnte und mit "L'ecole des duplicatas" bereits eine Single veröffentlicht hat. Eine Kostprobe dessen kann man sich hier anhören. France 3 suchte die Interpreten für Kopenhagen durch eine interne Jury, in Zusammenarbeit mit dem Radiosender France Bleu.

Mittwoch, 27. November 2013

Frankreich: Drei Kandidaten für Kopenhagen


Frankreich - Der Sender France 3 hat nach der internen Juryauswahl die Namen der drei Interpreten bekannt gegeben, die sich dem nationalen Vorentscheid stellen, bei dem zu jeweils 50% per Jury- und Televoting entschieden wird, wer für Frankreich in Kopenhagen an den Start geht.
 
Die Kandidaten des französischen Vorentscheids:
01. - Destan
02. - Joana
03. - Twin Twin
 
Offenbar fehlte es an namhaften Künstlern, keiner der Teilnehmer ist mir ein Begriff, das Publikum soll allerdings die Möglichkeit erhalten, die Kandidaten zuvor kennenzulernen. Dies geschieht beim Sender France 3 in Zusammenarbeit mit dem Radiosender France Bleu. Ab Januar können die potentiellen Beiträge im Radio gehört werden, das Finale findet am 2. März statt.
 
Natasha St.-Pier wird nach 14 Jahren übrigens wieder mehr in den Song Contest involviert, nachdem sie gemeinsam mit Cyril Feraud als Kommentatoren für das französische Fernsehen in Kopenhagen nominiert wurde. 2001 nahm sie selbst mit dem Titel "Je n'ai que mon âme" bei der Eurovision in Kopenhagen teil.

Eurovision 2014: TDC wird Presenting Partner


Dänemark - Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat das führende Telekommunikationsunternehmen Dänemarks, TDC, zum Presenting Partner des Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen gewählt. Die Zusammenarbeit wurde heute von Supervisor Jon Ola Sand bestätigt.

"Mit TDC stärken wir die Marke des Eurovision Song Contest. Wir teilen unsere Ambitionen, die Leute stärker zusammen zu bringen. Deshalb sind wir so unglaublich erfreut über diese Partnerschaft.", so Sand im Interview mit Eurovision.tv.

Mit über 9 Millionen Vertragspartnern zählt TDC zu den führenden Kommunikationsunternehmen in Dänemark und dem skandinavischen Raum. Auch bei der dänischen Aktiengesellschaft zeigte man sich zufrieden über die geplante Zusammenarbeit während des Wettbewerbs.

Dienstag, 26. November 2013

Weißrussland: 60+ Bewerbungen für Eurofest


Weißrussland - Beim weißrussischen Fernsehen BTRC sind über 60 Bewerbungen für das Eurofest 2014 eingegangen, ließ der Sender in Minsk mitteilen. Spätere Einsendungen werden jedoch auch noch berücksichtigt, so eine Sprecherin.

"Wir werden wahrscheinlich noch weitere Einsendungen erhalten. Wenn eine Bewerbung am 24. November abgeschickt wurde und am 26. November ankommt, wird sie trotzdem akzeptiert.", heißt es. Unter den Bewerbern sind neben einigen Newcomern auch etablierte Eurofest-Teilnehmer, darunter Georgi Koldun, Max Lorens und Natalia Tamelo.

Die Castingvorrunden werden am 28. und 29. November stattfinden, anschließend werden 15 Interpreten für das Eurofest ermittelt. BTRC behält sich die Option jedoch frei, den Siegersong später noch gegen einen anderen Titel auszutauschen, der Interpret bleibt jedoch bestehen.

Montag, 25. November 2013

Eurovision 2014: Ticketverkauf startet Freitag!


Dänemark - Die Karten für die drei Shows des Eurovision Song Contests gehen am Freitag, den 29. November um 10 Uhr (MEZ) in den Onlinevorverkauf. Zu diesem Zeitpunkt kann man die Tickets auf billetlugen.dk erwerben. Zudem kann man auch Karten für die Juryfinals kaufen, quasi die Generalprobe für die jeweilige Liveshow.

Erstmals gibt es auch spezielle Familien-Tix, Pakete für die Generalproben, die nachmittags stattfinden und somit relativ familienfreundlich sind. Die Preisspanne für die Finaltickets reicht von 130 bis 1.830 DKK (von 17,50 Euro bis 245 Euro) zuzüglich Zustellgebühr.

Auch wenn man beim Ticketvorverkauf Ende der Woche keinen Erfolg haben sollte, können im Januar und April aufgrund der Bühnenaufbauten etc. noch weitere Tickets in den Verkauf gehen. Die B&H Hallerne im Hafenviertel von Kopenhagen möchte mit seinem Slogan "Join us" so viele Fans wie möglich anlocken.

Niederlande schicken Ilse de Lange!


Niederlande - Ilse de Lange de Lange wurde als Interpretin für den Eurovision Song Contest bekannt gegeben, das bestätigte das niederländische Fernsehen soeben im Rahmen einer Pressekonferenz in den Wisseloord Studios in Hilversum. Ilse gehört zu den erfolgreichsten niederländischen Künstlern der jüngeren Vergangenheit.

Sie ist derzeit Teil der Jury von The Voice of Holland. Sie wurde 1977 in Almelo geboren und begann schon mit acht Jahren bei Playback-Wettbewerben. 1996 wurde sie Teil der Popgruppe Wij, mit der sie einige Erfolge in den Niederlanden verbuchen konnte. Beim Domino Day 2006 setzte sie den ersten Stein.

2008 erreichte sie mit der Single "Miracle" erstmals die Spitze der niederländischen Charts. Seit 1998 erschienen dreizehn Alben, darunter sieben, die es ebenfalls auf die #1 schafften. Bezüglich ihres Beitrags für Kopenhagen ließ die TROS bisher aber noch nichts durchblicken. Nähere Einzelheiten sollen in Kürze folgen. Begleitet wird Ilse in Kopenhagen vom Sänger Waylon, was das Duo zu The Common Linnets macht.

Türkvizyon: Kasachstan schickt Rin'go


Kasachstan - Der kasachische Sender Astana TV hat die ersten Vertreter des Landes für die Türkvizyon in Eskişehir bekannt gegeben. Mit 18% der Stimmen im SMS-Voting setzte sich die Gruppe Rin'go gegen die übrigen Kandidaten durch. Der Vorentscheid fand gestern Abend in der Hauptstadt Astana statt.

Neben der Gruppe traten noch 15 weitere Interpreten an, die um das Ticket zur Türkvizyon konkurrierten. Der Frontsänger der Gruppe Rin'go erklärte: "Ich danke euch, wir sind so glücklich. Wir freuen uns, dass ihr für uns gevotet habt. Applaus an alle, die heute gesungen haben.", so Daniar Otegen. Der Titel des Liedes ist scheinbar noch nicht bekannt, soll jedoch auf Kasachisch gesungen werden.

Die Türkvizyon findet am 17., 19. und 21. Dezember im türkischen Eskişehir statt. Insgesamt sind 20 Nationen und Regionen mit einem großen turksprachigen Bevölkerungsanteil vertreten, darunter auch die russischen Regionen Tatarstan und Altai, Nordzypern oder die chinesische autonome Region Xinjiang.

Sonntag, 24. November 2013

Deutschland: Drei Votingrunden bei USFD


Deutschland - "Unser Song für Dänemark" nimmt langsam Form an. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber erklärte gegenüber den Kollegen vom Prinz Blog, dass es drei Votingrunden in der Liveshow geben wird, eine Jury soll dort nicht mehr vorkommen.
 
Zunächst zur Online-Auswahl bei Youtube: je nach Zulauf könne auch eine zweite Wildcard vergeben werden. Aus allen Bewerbervideos wählt der NDR intern zehn Kandidaten aus, die im Edelfettwerk in Hamburg dabei sind. Unter anderem zählen Schreiber und Brainpool-Chef Jörg Grabosch dazu.
 
Im Edelfettwerk wird dann live performt, auch Adel Tawil ist an besagtem Abend dabei. Das Voting erfolgt anschließend online sowie per Televoting, das ganze Format wird im NDR übertragen, auch weitere dritte Programme sollen in den Plan miteinbezogen werden. Je nachdem ob eine oder zwei Wildcards vergeben werden, treten acht/neun Teilnehmer bei Unser Song für Dänemark an.
 
Dort singen die Intepreten zunächst ihren Erstsong. Vier Interpreten erreichen nach dem Televoting die zweite Runde, in der sie sowohl ihren ersten Beitrag als auch einen zweiten Song zum Besten geben werden. Anschließend wird erneut abgestimmt. Ein Interpret kann also auch mit zwei Beiträgen im anschließenden Superfinale vertreten sein. 
 
Bezüglich des Jury-Wegfalls erklärte Thomas Schreiber: "Ich habe kein Interesse daran, dass Jurymitglieder verprügelt werden, nur weil sie ihren Job machen." Grund hierfür ist maßgeblich die Kritik an Mary Roos, nach der Bepunktung von LaBrassBanda beim Vorentscheid 2013. Der Sieger des Superfinals erhält dann das Ticket für Kopenhagen.
 
Der NDR steht bereits in Verhandlungen mit Interpreten für den Vorentscheid, ein Act stehe bereits fest, ähnlich wie die Moderation des Vorentscheids, die jedoch noch geheim ist. Bei den laufenden Listening Sessions, wie Schreiber es nennt, wird auch mit Vertretern von Universal, Sony und Warner nach Teilnehmern gesucht. Wir dürfen gespannt sein!

Memories: Eurovision Song Contest 1967


Österreich Im Südostflügel der Wiener Hofburg fand der 12. Eurovision Song Contest des ORF statt. Grund hierfür war der erste und bis heute auch einzige Sieg Österreichs im Wettbewerb durch Udo Jürgens. So kam es, dass insgesamt siebzehn Nationen am 8. April 1967 um den Titel sangen. Somit waren es erstmals weniger Nationen als im Vorjahr, die dem Liederwettstreit eine Ehre machten.

Nicht dabei war das dänische Fernsehen, dass eine längere Verschnaufpause einlegen sollte. Dafür begrüßte die Moderatorin des Abends, Erika Vaal, das Publikum ausführlich auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und sogar auf Serbisch, entschuldigte sich zugleich aber bei allen anderen Teilnehmerländern, dass sie entsprechende Sprachen nicht konnte. Erstmals gab es auch Eindrücke von dem Spektakel hinter den Kulissen, da die erste Kamera aus dem Greenroom sendete. 
 
"Ringe Dinge" hieß es als Erstes, die Niederlande schickten die Sängerin Thérèse Steinmetz nach Wien, die an die alten erfolgreichen Zeiten anschließen und den Wettbewerb zurück nach Holland holen sollte. Das Ergebnis von lediglich zwei Punkten sprach jedoch Bände. Zumindest später, im Jahr 1970 sollte sie beim rumänischen Liederfestival Cerbul de Aur jedoch den Sieg um den "Goldenen Hirsch" erringen. 
 
Den 14. Platz teilten sich die Niederlande mit Norwegen, dass Kirsti Sparboe zum zweiten Mal nach 1965 mit ihrem Lied über einen Puppenspieler entsendete und dem Gastgeber Österreich, dessen Interpret Peter Horten, immerhin schon Teilnehmer der ersten Beatoper der Welt, darüber sang, warum es 100.000 Sterne gibt. Später probierte er es erfolglos bei der deutschen Vorentscheidung 1972 und 1975. Soweit bekannt ist sein Ziel heute, mit musik die ästhetische Sinnlichkeit zu stärken, außer jeweils einem Juroren aus Jugoslawien und Portugal verstand ihn aber niemand.
 
Nicht viel erfolgreicher, aber dafür auffälliger, da er der erste farbige Mann auf einer Song Contest-Bühne war, war Eduardo Nascimento. In den 60er Jahren kam er aus Angola nach Portugal um dort an Festivals teilzunehmen. Sein Titel "O vento mudou" ("Der Wind drehte sich") erreichte den 12. Platz. Dem Ergebnis geschuldet beendete er im Folgejahr seine musikalische Karriere und kehrte 1969 nach Angola zurück. Nur mäßig erfolgreicher lief es für Jugoslawien, das eine Grabeshymne auf Slowenisch vortrug.

Gleichauf mit Eduardo Nascimento lag am Ende des Abends das musikalische Schwergewicht Fredi aus Finnland. Mit einer todtraurigen Ballade namens "Varjoon-Suojaan", die ökobewusst von einem gleißenden Himmel handelte, wurde er ebenfalls Zwölfter, seinen bekannteren Auftritt sollte Fredi allerdings erst im Jahr 1976 haben. Dafür gab es bereits in diesem Jahr einiger Rückkehrer, darunter aus Italien und Spanien.
 
Für beide Nationen lief es besser, Claudio Villa, den aktuelle San Remo-Sieger, der sein Land fünf Jahre zuvor vertreten hatte, belegte den elften Platz, Raphael aus Spanien mit "Hablemos del amor" den sechsten Rang. Beide Beiträge waren hochdramatisch intoniert und dargeboten, scheinbar aber nicht mehr zeitgemäß, sodass sie nur im Mittelfeld landeten.

Dort endete auch der deutsche Beitrag für Wien. Vertreten wurde die Bundesrepublik durch die 1936 in Mannheim geborene Sängerin Inge Brück, die ihre Karriere mehr oder weniger beim Deutschen Jazzfestival 1956 startete und später mit Orchestern von Hazy Osterwalder und Horst Jankowski durch die Weltgeschichte fuhr. 1966 gewann sie das Songfestival von Rio de Janeiro und wurde 1967 intern für die Eurovision ausgewählt.
 
Komponist des Titels "Anouschka" war Hans Blum, der später als Henri Valentino bekannt wurde und auch schon den "Zigeunerjungen" auf dem Kerbholz hatte. Uraufgeführt wurde er im Rahmen der Sendung "Zum Blauen Bock" mit Heinz Schenk. Hans-Otto Grünefeldt vom Hessischen Rundfunk winkte den Titel intern bis nach Wien durch, wo der später immerhin noch einen geteilten achten Platz mit Schweden und Jugoslawien verbuchen konnte. 
 
Wesentlich erfolgreicher und heute noch so etwas wie ein Evergreen in der Historie des Wettbewerbs ist der monegassische Beitrag in diesem Jahr. Die junge Französin Minouche Barelli, die seit 2004 leider nicht mehr unter uns weilt, trat mit einem Beitrag von Serge Gainsbourg, dem Komponisten von "Poupée de cire, poupée de son" und "Je t'aime (moi non plus)" an. Wie in vielen Titeln aus der Feder von Gainsbourg enthielt auch dieser Titel, der schlussendlich Sechster wurde, sexuelle Anspielungen. Sinngemäß bedeutete "Boum badaboum" übrigens so viel wie "Ich lass es heute Abend krachen".
 
Dagegen schon fast zurückhaltend wirkte die Griechin Vassiliki Papathanassiou, die als Vicky Leandros auftrat und Luxemburg repräsentierte. Mit einer Mireille-Mathieu-Gedächtnisfrisur und starkem Silberblick sang sie sich mit "L'amour est bleu" auf den vierten Platz vor. Mit dem Titel "Les amoureux" versuchte sie es zeitgleich auch in Frankreich beim Vorentscheid, konnte sich dort jedoch nicht gegen Noëlle Cordier durchsetzen, die mit ihrem Lied ("Das Wetter muss dort gut sein") einen Platz vor Vicky landete. Aber ihr Triumph sollte nicht mehr lang auf sich warten lassen.
 
Die beiden vorderen Plätze gingen 1967 auf die Britischen Inseln. Seán Dunphy, der zunächst als Zimmerer arbeitete, schaffte den zweiten Platz, geschlagen wurde er jedoch von der barfuß auftretenden Sandie Shaw, die ebenfalls sexuelle Anspielungen in ihrem Lied "Puppet on a string" verbarg und thematisch an France Galls Puppenthematik anknüpfte. Dabei streikte zu Beginn sogar ihr Mikrofon.
 
Ihr Lied entwickelte sich in diversen Sprachen, es sind Versionen aus Hongkong, Vietnam, Ungarn und Brasilien bekannt, zu einem echten Verkaufsschlager. Die deutsche Version "Wiedehopf im Mai" blieb jedoch kommerziell hinter dem Originaltitel zurück. Sandie Shaw, die damals gerade einmal 20 Jahre alt war, siegte souverän. Sogar so souverän, dass Moderatorin Erika Vaal ihr schon vor der letzten Wertung zum Sieg gratulierte.
 
Insgesamt war die Punktevergabe in Österreich ein kleiner Skandal, ständig gab es Unregelmäßigkeiten auf der Wertungstafel, Erika Vaal prägte Sätze wie "I hope, our technical order, I mean disorder, will be in order in a few seconds." und quittierte das Aufrufen der letzten Wertung aus Irland, der sich schon wunderte ob man ihn auslassen würde, mit einem kleinlauten "I'm so sorry". 
 
Die BBC konnte ihren ersten Sieg beim Eurovision Song Contest feiern, der zugleich einen erfolgreichen kommerziellen Hit darstellte. Beim Song Contest selbst hatte sie ebenfalls einen für damalige Verhältnisse unglaublichen Vorsprung von 25 Punkten, da jeder Juror eines Landes nur einen Punkt vergeben konnte. "Puppet on a string" setzte Maßstäbe für spätere Beiträge, anders als der Pausenfüller der Wiener Sängerknaben, war das Lied chartstauglich und wie schon France Gall 1965 Vorreite für spätere moderne Lieder. 
 
Der Eurovision Song Contest 1968 sollte somit von der BBC ausgerichtet und in London stattfinden.

Die Teilnehmer:
01. - 047 - Sandie Shaw - Puppet on a string 
02. - 022 -  Seán Dunphy - If I could choose 
03. - 020 -  Noëlle Cordier - Il doit faire beau là-bas 
04. - 017 - Vicky Leandros - L'amour est bleu 
05. - 010 -  Minouche Barelli - Boum badaboum 
06. - 009 - Raphael - Hablemos del amor 
07. - 008 - Louis Neefs - Ik heb zorgen 
08. - 007 -  Inge Brück - Anouschka 
08. - 007 -  Östen Warnerbring - Som en dröm 
08. - 007 -  Lado Leskovar - Vse rože sveta 
11. - 004 - Claudio Villa - Non andare piu lontano 
12. - 003 - Eduardo Nascimento - O vento mudou 
12. - 003 - Fredi - Varjoon-suojaan 
14. - 002 - Thérèse Steinmetz - Ringe Dinge 
14. - 002 - Peter Horten - Warum es hunderttausend Sterne gibt 
14. - 002 - Kirsti Sparboe - Dukkemann 
17. - 001 -  Géraldine - Quel cœur vas-tu briser?