Montag, 30. Oktober 2017

Mazedonien: EBU spricht MKRTV Teilnahmerecht ab



Mazedonien - ...da haben wir den Salat. Die Europäische Rundfunkunion hat in einem offiziellen Statement verlautbaren lassen, dass das mazedonische Fernsehen MKRTV nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen wird. Nachdem bereits vergangene Woche lokale Medien darauf verwiesen, dass der Sender in finanziellen Schwierigkeiten steckt, zieht die EBU nun nach und blockiert die Teilnahme in Lissabon, bis die Schulden beglichen worden sind.

"Aufgrund der nicht bezahlten Rechnung, hat der Rundfunk der EJR Mazedonien, MRT momentan keinen Zugang zu den EBU-Mitgliedsservices. (...) MRT wird, so wie die Dinge derzeit liegen, auch nicht am Eurovision Song Contest 2018 teilnehmen, wird aber am Junior Eurovision Song Contest im November teilnehmen können.", so das offizielle Statement der Europäischen Rundfunkunion am Montag. Sollte der Sender seine Auslagen bei der EBU begleichen können, stünde der Teilnahme hingegen nichts im Wege.

Bleibt die Frage, wie ernst es um den staatlichen Rundfunk in Mazedonien steht und ob der Sender in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten zu zahlen oder in Zukunft ähnlich ins Straucheln gerät, wie BHRT in Bosnien-Herzegowina, das seit einigen Jahren am Existenzminimum herumkrebst und für den die Teilnahme am Eurovision Song Contest seit 2012 keine Selbstverständlichkeit ist. Wir dürfen gespannt sein, ob es in diesem Jahr wieder einen Rundfunk aufgrund von Schulden bei der EBU trifft.

Kommentare:

  1. Die EBU sperrt europäische Länder vom Contest aus weil sie die Gebühren nicht zahlen können , traurig
    Die haben genug Geld im Pott, man sollte diesen Ländern helfen eine Teilnahme zu ermöglichen.Australien nimmt auch teil die zahlen wohl gut sonst würde man auf die auch verzichten

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    1. Durch die teuere Teilnahme Australiens wurden die Beiträge anderer Sender gesenkt! Was soll man noch machen? Man kann Mazedonien nicht komplett die Teilnahme ermöglichen und die anderen Länder dafür indirekt zahlen lassen. Das wäre nicht fair und die anderen Nationen würden sich auch verarscht vorkommen; keiner zahlt gern, wenn es was gratis gibt :D
      Mazedonien kann sich nicht nur die Teilnahme nicht leisten, sondern hat nebenbei noch sehr viele andere Schulden bei der EBU!
      Wenn du ne Dienstleistung erbringst, willst du ja dafür bezahlt werden und machst das (wenns ums Berufliche geht) nicht umsonst. Ich finde die Entscheidung an sich gut, auch wenn ich Mazedonien (mit seinen sehr guten Beiträgen) vermissen werde. Was sein muss, muss sein.

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