Mittwoch, 28. September 2016

Bosnien-Herzegowina: Definitiv keine Teilnahme in Kiew!



Bosnien-Herzegowina - Den endgültigen Todesstoß für die Eurovisionspläne in Bosnien-Herzegowina gab es heute Abend. Wie Eurovisionary.com berichtet, hat der Staatssender BHRT seine Teilnahme in Kiew 2017 abgesagt. Grund hierfür sind fehlende Gelder, was bei 3,80 Euro Rundfunkgebühren pro Jahr, die von der Hälfte der Bosnier nicht bezahlt wird, kein Wunder sein dürfte.

Gesetze, den Staatssender beider Entitäten zu sanieren, wurden bisher weder verfasst noch angekündigt. Delegationsleiterin Lejla Babović erklärte: "Seit dem 1. Juli gibt es kein geltendes Recht im Land, dass die Eintreibung von TV-Gebühren sichert und unsere Aktivitäten dadurch in Gefahr bringt. In unserer derzeitigen Situation wäre es unverantwortlich, eine Anmeldung für ein solch teures Projekt wie den Eurovision Song Contest abzugeben." Man hoffe auf bessere Zeiten und die Rückkehr zum Wettbewerb.

Bosnien-Herzegowina nahm bis 2012 regelmäßig am Eurovision Song Contest teil, verzichtete danach drei Jahre aus finanziellen Gründen auf die Teilnahme. 2016 kehrte das Land mit einem zu 100% durch private Investoren finanzierten Beitrag zurück. Mit Deen & Dalal feat. Ana Rucner & Jala schied Bosnien-Herzegowina jedoch erstmals im Semifinale aus. Das beste Ergebnis, welches wohl auch noch über mehrere Jahre hinweg dort stehen wird, ist der dritte Platz 2006 durch Hari Mata Hari in Athen.

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