Samstag, 23. Dezember 2017

Kasachstan: EBU reagiert auf Statement aus Astana



Kasachstan - Nur einen Tag nach der Ankündigung des kasachischen Fernsehens Channel 31 nimmt die Europäische Rundfunkunion dem engagierten Sender den Wind aus den Segeln und relativiert die Aussage des Senderchefs Bagdat Kodzhametov mit üblichen Argumenten, die Kasachstan bereits seit Jahren an der Teilnahme am Eurovision Song Contest hindern.

In einem Statement der EBU heißt es: "Channel 31 hat in der Tat sein Interesse geäußert, Mitglied der EBU zu werden um am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Da sich der Sender jedoch außerhalb der European Broadcasting Area befindet und [Kasachstan] auch kein Mitglied des Europarats ist, ist es nicht möglich, dass er ein aktives Mitglied der EBU wird." Damit dürften sich Pläne eines Debüts im Jahr 2019, wie zunächst angekündigt, in Luft aufgelöst haben.

Kasachstan liegt zwar außerhalb der European Broadcasting Area, deren Grenze bei 40° Ost gezogen wurde, hat jedoch einen minimalen Anteil am europäischen Festland und somit die Möglichkeit dem Europarat beizutreten. Die Song Contest-Hoffnungen ruhen nunmehr wieder auf der Agentur Khabar, die seit Anfang letzten Jahres assoziiertes Mitglied der EBU ist und den Song Contest in den vergangenen Jahren bereits ausgestrahlt hat. Wie im Falle Australiens könnte eine assoziierte Mitgliedschaft bereits ausreichen, sofern der veranstaltende Rundfunk eine Einladung ausspricht.

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