Freitag, 1. Juli 2016

Ukraine: Minister spricht Ukraine Ausrichtungsfähigkeit ab



Ukraine - Jewhen Nyschchuk, der ukrainische Kulturminister wies gestern darauf hin, dass die Ukraine momentan keinen geeigneten Standort biete, um den Eurovision Song Contest auszutragen. Die Regierung fragte er, ob sie sich überhaupt sicher seien, den Wettbewerb finanziell stemmen zu können. Diese betonte bereits im Mai, ihn auf jeden Fall, jedoch nicht "auf Kosten des Staates" ausrichten zu wollen.

"Wir haben praktisch keine geschlossene Arena, die den Anforderungen, eine große Anzahl von Menschen Platz zu bieten, entspricht.", wird Nyschchuk im Interview mit Channel 5 zitiert. Man solle europäische Sponsoren an Land ziehen, die die Ausrichtung ermöglichen können. Mittlerweile gingen offizielle Bewerbungen aus Kiew und Dnipro beim ausrichtenden Sender NTU ein.

Das Olympiastadion in Kiew sei keine Option, erklärte der Minister, da es sich nicht um ein geschlossenes Gebäude handelt und ein vorübergehend installiertes Dach keine Lösung sei. Die Anforderungen an die gastgebende Stadt, hat der Sender NTU in Zusammenarbeit mit der EBU in der vergangenen Woche veröffentlicht. Wir dürfen gespannt sein, ob die Ukraine bald eine Lösung für die anscheinend auftretenden Probleme finden wird.

Update [17:28 Uhr]: Inzwischen hat auch die Stadt Lviv in der Westukraine offiziell ihre Bewerbung beim ukrainischen Fernsehen NTU eingereicht.

1 Kommentar:

  1. Mich wundert so eine Aussage seitens eines Kulturministers. Andererseits freut mich seine ehrliche Aussage. Normalerweise versucht man das Ganze noch etwas schön zu reden.
    Dass der Wettbewerb nicht nur durch Sponsoring finanzierbar ist, sah man schon die letzten Jahre. Es kommen immer wieder unerwartete Kosten hinzu, die (wenn es blöd läuft) wirklich der Staat tragen muss. Wie oft schon gab eine Nation ein Budget für die Ausrichtung des ESCs an und am Ende lag man deutlich drüber!...?

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