Mittwoch, 13. August 2014

Perlen der Vorentscheidung: Plätze 33 bis 27


#33 - Norwegen 2013 - 27 Punkte
Was passiert, wenn man Laka aus Bosnien in einen Pollapönk-Anzug steckt, konnte man 2013 beim norwegischen Melodi Grand Prix beobachten. "I love you te quiero" war eine, sagen wir mal, Latino-Spaßnummer aus dem hohen Norden mit Bunnies und einem Rapper im Schlepptau. Tatsächlich kam das Lied in Norwegen so gut an, dass es das Superfinale und dort den dritten Platz erreichte. Die Duracell-Melodie schafft es als erster norwegischer Song bis auf die #33 in unserem Vorentscheidungsranking.
 
#32 - Spanien 2010 - 28 Punkte
Das spanische Fernsehen veranstaltete 2010 eine große Eurovisionsgala als Vorentscheid und entsprechend der Show präsentierte sich auch die Sängerin Coral mit einem Titel aus der Feder des schwedischen Erfolgskomponisten Thomas G:son dramatisch mit "En una vida". Daniel Diges gewann den Vorentscheid, Coral war derart beleidigt über ihren zweiten Platz, dass sie sich schwor, nie wieder anzutreten. Bis heute hat sie sich auch an ihr Versprechen gehalten, somit bleibt nur der Rückblick auf eine starke Ballade aus spanischen Landen.
 
#31 - Deutschland 2014 - 29 Punkte
An jenem Abend im März 2014, als der deutsche Vorentscheid in der Lanxess Arena in Köln stattfand, hatten die Zuschauer die Möglichkeit, die Titel die sie weiterwählten diverse Male zu hören. Einer davon war "Fiddler on the deck" von Santiano, die erst kürzlich bei den Cruise Days in Hamburg zu sehen waren. Santiano, die derzeit zu den prominentesten Interpreten der deutschen Musikszene zählen, konnten sich, ähnlich wie Unheilig nicht gegen die bis dato unbekannte Gruppe Elaiza durchsetzen. Mit ihrem Schiffsaufbau hätten sie in Kopenhagen aber bestimmt auch einen guten Eindruck hinterlassen.

#30 - Estland 2011 - 30 Punkte
Estnisch gehört zu den finno-ugrischen Sprachen und eignet sich in den seltensten Fällen für einen eurovisionstauglichen Beitrag. Im Jahr 2011 probierte es Ithaka Maria trotzdem und konnte beim damaligen Eesti Laul den fünften Rang belegten. Der Siegertitel des Abends, "Rockefeller Street" von Getter Jaani, war jedoch auch eine sehr süße Darbietung. Der neu konzipierte Eesti Laul wurde seitdem stets erfolgreicher. Ithaka Maria wurde seit dem Finale 2011 jedoch nicht noch einmal beim Vorentscheid gesehen.
 
#29 - Schweden 2011 - 31 Punkte
Wäre Eric Saade damals nicht beim Vorentscheid dabei gewesen, hätte ich dieses Lied sofort für die Eurovision in Düsseldorf nominiert. Einen leicht schwul auftretenden Glatzkopf mit poppigem Lied über eine klassische Liebesgeschichte in quietschenden Farben und wackelnden Pilzen im Background braucht es meines Erachtens beim Song Contest für den Trash-Faktor. 2012 schafften es The Moniker mit "I want to be Chris Isaak" hingegen nur auf den letzten Platz in ihrem Semifinale in Växjö, heuer reicht es für den 29. Platz in unserem Ranking.
 
#28 - Schweden 2009 - 31 Punkte
Zum zweiten Mal in den Top 50 vertreten: Alcazar mit "Stay the night". Damals erreichten sie beim schwedischen Melodifestivalen allerdings nur den fünften Platz im Finale. Man darf erwarten, dass das Trio, solange es noch existiert, auch weiterhin am Vorentscheid teilnehmen wird, sie würden uns auch fehlen... Sänger Andreas Lundstedt vertrat die Schweiz übrigens mit der Siegel-Komposition "If we all give a little" und der international gecasteten Truppe six4one bereits bei einem Eurovisionsfinale, die Platzierung verschweigen wir aus Höflichkeit lieber.

#27 - Deutschland 2014 - 31 Punkte
Eine ähnlich positive Überraschung wie Elaiza war auch die MarieMarie mit ihrem Titel "Cotton Candy Hurricane", der es hier auf die #27 geschafft hat. Sie selbst zupfte während der Performance auf ihrer Harfe herum und schaffte es unter die besten Vier, etwas das namhafte Künstler wie z.B. Oceana nicht geschafft haben. Für die Eurovision wäre der Titel bestimmt etwas zu unauffällig gewesen, unseren Lesern und auch mir persönlich gefällt es aber!

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