Sonntag, 13. Dezember 2015

Eurovision am Sonntag (28)



Europa - Wir wünschen einen schönen dritten Advent, die Weihnachtstage rücken unaufhaltsam näher und somit auch das albanische Festivali i Këngës, der erste große Vorentscheid der neuen Song Contest-Saison. Gleichzeitig stellt der dritte Advent für uns das letzte Wochenende mit unserer alten Domain eurofire.blog.de dar, die am Dienstag leider nach fast neun Jahren vom Netz gehen wird.

Ich habe mich in den letzten Monaten mit der Sicherung und Überspielung sämtlicher Postings beschäftigt, mittlerweile sind nur noch knapp über 400 Beiträge auf der alten Seite, die wir in den nächsten Tagen aber auch noch rüberziehen werden. Alles was vor nach dem 12. September 2008 geschah, ist mittlerweile auf Eurofire.me lesbar, sämtliche Videos, Interviews und vieles mehr sind hier abrufbar. Auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal bei allen Lesern bedanken, die bis zum jetzigen Zeitpunkt für 4.616.655 Seitenaufrufe gesorgt haben. Es geht zwar auf Eurofire.me weiter, aber trotzdem schade, dass mein erster Blog so zu Ende gehen muss...

Dafür lief gestern im Ersten "das größte Quiz Europas", eine Show mit Eurovisionsmelodie im Vorspann. Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellten sich den Fragen von Jörg Pilawa und erreichten immerhin 4,76 Millionen Zuschauer. Das Format "Spiel für dein Land" war eine interaktive Show, die Idee gut, die Gäste und die Umsetzung eher mau. Immerhin gab es Song Contest-Alarm, für die Schweiz spielten Showonkel und Song Contest-Kommentator Sven Epiney und die einstige Eurovision Dance Contest-Teilnehmerin Denise Biellmann. Der Sieg ging, wie im Vorjahr an Deutschland, vertreten durch Gloria, Fürstin von Thurn und Taxis und Boris Becker...

In dieser Woche gab es außerdem Teilnehmerlisten aus Malta und Island sowie die russische Nominierung. Topstar Sergey Lazarev wird Russland in Stockholm vertreten und hat schon jetzt extrem gute Karten, sein Beitrag wird vom Dreamteam Phillip Kirkorov und Dimitris Kontopoulos komponiert und produziert. Beide haben schon einigen Eurovisionsteilnehmern zum Erfolg verholfen, Weißrusslands bestes Ergebnis bis heute, der siebte Platz von Dmitry Koldun und "Work your magic" steht heute noch auf dem Konto Kirkorovs, ebenso wie die Silbermedaille für Ani Lorak und die Ukraine 2008. 

Und Sergey selbst kann in den GUS-Staaten und dem benachbarten Ausland auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Der 31jährige verkaufte bereits vor seiner Solokarriere mehrere Millionen Platten mit der Kombo Smash!!. Wann der russische Song präsentiert wird, ist noch nicht bekannt, da die Russen aber mit ihren Beiträgen bis kurz vor der Deadline der EBU hinter'm Zaun halten, könnte ich mir eine Präsentation des Mitfavoriten gegen Mitte März vorstellen. Bis dahin sollte das Dreamteam alle Register gezogen haben, um den russischen Beitrag ohne große Mühe in die Top Ten des Finales von Stockholm zu bringen, da spricht weniger mein persönlicher Wunsch, sondern vielmehr die Erfahrung und die Gesetze des Eurovision Song Contests.


Da half kein Glitzer:
Am Ende fehlten 12 Punkte
Ira Losco, die sich beim Song Contest mit einer handvoll Glitzer und dem Titel "7th wonder" in Riga in die Herzen Europas und schlussendlich auf Rang zwei sang, muss sich zunächst jedoch noch dem maltesischen Vorentscheid stellen. In dieser Woche gab TVM seine 20 Semifinalisten bekannt, Ira ist mit gleich zwei Beiträgen im Rennen. Damals in Riga hätten sie viele sicherlich lieber an der Spitze des Rankings gesehen als "I wanna" von Marie N. Bis heute wartet Malta auf seinen ersten Eurovisionserfolg, während es beim Junior Eurovision Song Contest wesentlich besser läuft. Die Mittelmeerinsel verfolgt den Song Contest mit gnadenlosem Ehrgeiz, der schon so einige Opfer hervorbrachte. 

So gab es 2003 nach dem 25. Platz von Lynn Chircop in Riga auf dem Rückflug nicht nur Tränen sondern eine handfeste Auseinandersetzung innerhalb der Delegation. Der Eurovision Song Contest beschäftigt in Malta auch die Staatsleute, wichtige Debatten werden abgehalten, die Insel möchte den Song Contest als Touristenwerbung nutzen und macht daraus kein Geheimnis. Jedoch tappte Malta auch immer wieder in einer Grauzone, bis heute gibt es zwar keine gesicherten Belege, dafür gibt es allerdings genügend Spekulationen darum, ob Malta durch sein manipulierbares Televoting im schon häufiger in Punkteschiebereien verwickelt war. Natürlich kann auch alles ein blöder Zufall sein, die Leidenschaft für aserbaidschanische Beiträge ist aber zumindest auffällig.

Und mit diesen Worten wünsche ich allen Lesern noch einen schönen Sonntag. Wir widmen uns gleich noch der Karriere von Stefan Raab, die in dieser Woche ebenfalls ihr Ende findet und freuen uns auf eine hoffentlich spannende KW 51.

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