Sonntag, 26. November 2017

Eurovision 2018: Ein Häppchen am Sonntag



Europa - Wir verstehen uns seit Jahren darauf, kleine mundgerechte Eurovisionshäppchen zu präsentieren und das soll natürlich auch am heutigen Sonntag nicht anders sein. Gleich zu Beginn möchte ich den Junior Eurovision Song Contest abarbeiten, der heute Nachmittag in der georgischen Hauptstadt Tiflis ausgetragen wurde. Als Siegerin ging die russische Kandidatin Polina Bogusevich vom Platz. Dabei stellte sich das neue Online-Voting-Tool als Katastrophe heraus, gab es doch während der Abstimmungsphase einen Crashdown.

Ob sich das Prozedere also wirklich für den adulten Eurovision Song Contest eignet sei dahingestellt, Jon Ola Sand wird sich in den kommenden Tagen hierzu wohl ein paar unangenehme Fragen stellen müssen. Zudem bleibt abzuwarten, ob der Modus wirklich sicher genug ist, um Manipulationen während einer Liveshow ausschließen zu können. Technischer Fortschritt hin oder her, fehlerfrei läuft dieses System wirklich nicht. Allerdings diente der Junior-Contest auch als Testbereich für diese Art von Voting, daran kann man in Zukunft noch feilen.

Online findet auch der sanmarinesische Vorentscheid statt, für den sich auch die schwedische Melodifestivalen-Teilnehmerin Dinah Nah angemeldet hat. Dinah nahm 2015 mit dem Titel "Make me (la la la)" von Dr. Alban am schwedischen Vorentscheid teil, erreichte im Finale von Stockholm aber nur den zwölften und letzten Platz. In diesem Jahr reichte es mit "One more night" nicht einmal für ein Weiterkommen. Um ihrer Karriere einen kleinen Schub zu versetzen, geht es nun also in Richtung San Marino, wo sie das Feld bekannter Namen ergänzt.

San Marinos Delegationsleiter Alessandro Capicchioni erklärte unterdessen, dass  Måns Zelmerlöw nach seinem Engagement für den britischen Vorentscheid nun doch nicht als Juror zur Verfügung steht. Dafür werde man sich nach einem adäquaten Ersatz umsehen. Weiter geht es heute Abend bereits in Israel, wo inzwischen die siebte Show von "Hakochav haba" ausgestrahlt wird. Die Ergebnisse der Show liefern wir morgen Vormittag in lieb gewonnener Tradition nach. Wer möchte, kann sich die Show hier im Livestream anschauen.

PS: Während Europa inzwischen wieder auf Betriebstemperatur kommt, expandiert unser Flaggenzähler in ganz andere Gefilde. Nachdem wir neulich schon Besuch von den Pitcairninseln hatten, schließt heute die Weihnachtsinsel als 227. Region auf. Die 135km² große und zu Australien gehörende Insel im Indischen Ozean hat etwas über 2.000 Einwohner und ist vor allem für seine Krabben bekannt, die alljährlich während ihrer Wanderungen den Verkehr auf der Insel zusammenbrechen lassen. In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Sonntagabend!

Kommentare:

  1. Hab mir den JESC gestern zum zweiten mal nach letztem Jahr angeschaut, ohne die Songs vorher zu kennen.
    Fand den Qualitätsabfall aber bemerkenswert.
    Von den 16 hat mich absolut kein Song begeistert, am ehesten noch die Niederlande.
    Das war letztes Jahr komplett anders, Italien, Russland, Ukraine höre ich aus dem 16er Jahrgang immer noch sehr gerne.
    Das onlinevoting war eine reine Katastrophe, bitte nicht so schnell in den wirklichen ESC integrieren. :D

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    1. Also ich fand die Qualität eher gleichwertig zu 2016. Aus dem gesamten Teilnehmerfeld gefielen mir sogar 6 Lieder und von Weißrussland und EJR Mazedonien bin ich sehr begeistert.

      Das Online-Voting war aber wirklich eine Katastrophe. Glücklicherweise habe ich schon am Freitag abgestimmt :D

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    2. Ich schau mir das ganze ja seit 2012 an und empfand die Qualität der Beiträge in diesem Jahr als überdurchschnittlich, es gab auch keinen Totalausfall. Das mit dem Onlinevoting fand ich eher suboptimal, aber wenn man sich die Zuschauerzahlen ansieht ist es verständlich, dass das Televoting abgeschafft wurde.

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  2. Das Onlinevoting war für mich jetzt irgendwie nicht nachvollziehbar, die Niederlande war zu Recht dort vorn.
    Trotzdem würde ich gerne wissen wie welche Länder beim Onlinevoting abgestimmt haben, klar in der Show würde es zu lange dauern, aber wenigstens das man es im Internet veröffentlicht, so finde ich es eher langweilig.

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