Freitag, 24. Juni 2016

Eurovision 2017: Nachtrag zum Gastgeber und Brexit



Ukraine - Noch eine Ergänzung an diesem "Black Friday" für Europa in Bezug auf das Auswahlverfahren der Gastgeberstadt des Eurovision Song Contests 2017. NTU hat den genauen Zeitstrahl veröffentlicht, von wann bis wann was genau passieren wird. Bis zum 8. Juli müssen zunächst einmal alle Bewerbungsunterlagen der Städte vollständig bei NTU eingegangen sein.
Der Sportpalast von Kiew,
eingepackt in grünen Stoff
als Gastgeber 2005
Danach wird das Organisationskommitee alle Bewerbungen sichten und vom 18. bis 22. Juli die Vertreter der jeweiligen Städte einladen und die Vorschläge für die Ausrichtung anhören. Zwischen dem 22. Juli und dem 1. August werden anschließend Vertreter der EBU zwei Städte besichtigen und sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten, etwa der Halle und der Infrastruktur machen. Anschließend folgt die Vergabe des Ausrichtungszuschlags.

Die Gastgeberstadt muss folgende Kriterien erfüllen, darunter eine Halle mit mindestens 7.000, im Idealfall mehr Sitzplätze aufweisen und ein Dach besitzen. Weiterhin muss ein Pressezentrum für rund 1.550 Journalisten zur Verfügung stehen, ebenso ein Ort, an dem der Willkommensempfang mit rund 3.000 Akteuren stattfinden kann. Zu guter letzt soll die Stadt über einen internationalen Flughafen und ein soziales Leben verfügen, mit allem was dazu gehört, Bars, Restaurants, Hotels, kulturellen Zentren, die auch die Ukraine wiederspiegeln sollen.

Großbritannien - Neben den Entwicklungen in der Ukraine, die so langsam in Fahrt kommen, werden wir natürlich auch weiterhin alle anderen Teilnehmerländer im Auge behalten, die Europameisterschaft als Zeitvertreib im Sommerloch verfolgen und natürlich auch über die neue politische Konstellation im Vereinigten Königreich berichten. Nach den ersten Kurzschlussreaktionen, etwa dem Rücktritt von Premier David Cameron und dem spanischen Vorschlag Gibraltar möglichst bald in spanische Kernland zu integrieren, zeigen sich vor allem die Schotten erbost. 

In Edinburgh wird derzeit diskutiert, ob bzw. wann man ein zweites Unabhängigkeitsreferendum durchführen kann, da man "landesweit" für den Verbleib in der EU war. Damit könnten langfristig auch wieder Eurovisionspläne geschmiedet werden, sollte Schottland sich eines Tages doch durchringen, das Vereinigte Königreich zu verlassen. Hardliner in Nordirland, das morgen im Fußball gegen die Kollegen aus Wales antreten müssen, fordern sogar schon eine Wiedereingliederung in die Republik Irland. Joe Woolford, diesjähriger britischer Song Contest-Vertreter, kommentierte das Ergebnis heute Morgen via Twitter mit "Oh dear". 

"This is going to be awesome",
warten wir mal ab, was die
Schotten in Zukunft so treiben
Blue-Mitglied Lee Ryan erklärte über selbiges Medium, dass er den Standpunkt vertrete, dass das UK zu Europa gehöre und dort auch bleiben sollte. Vor ein paar Stunden folgte der Nachtrag: "Ich bekäme einen irischen Pass. Danke Opa!Klingt alles so, als würde der einstige Dauerzweite vom Song Contest sich über kurz oder lang auflösen und nachdem man Europa politisch in den Hintern getreten hat, könnte ich es insbesondere den Schotten nicht verübeln. Erste Comics lassen schon darauf schließen, dass sich Schottland beim Eurovision Song Contest dem Nordic Club anschließen könnte. In diesem Sinne, good night Europe!

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