Mittwoch, 1. Juni 2016

Bosnien-Herzegowina: EBU ermahnt Regierung nochmals



Bosnien-Herzegowina - Nach eigenen Aussagen ist die EBU sehr bekümmert, nachdem sie die Nachricht aus Sarajevo erfahren hat, dass der Sender BHRT aufgrund der Unfinanzierbarkeit des Sendebetriebs die vorläufige Schließung in Betracht zieht. In der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Europa ist dies ein einmaliger Fall, notwendige Reformen scheitern an der Uneinigkeit der beiden Entitäten in Bosnien-Herzegowina.

Ingrid Deltenre, Generaldirektorin der EBU sagte: "Wir hoffen sehr, dass die Regierung von Bosnien-Herzegowina die Dringlichkeit der Situation erkennt und nicht nur beginnt, die Strukturen zu reformieren, sondern auch dringende Maßnahmen ergreift, um den Betrieb von BHRT aufrecht zu erhalten und die Schulden zurückzahlt." Die Europäische Kommission sei von der Europäischen Rundfunkunion bereits zur Unterstützung ermahnt worden.

Es gehe der EBU darum, eine Langzeitlösung für den Erhalt von BHRT zu finden, so die Meldung aus Genf. BHRT kündigte nach dem Beschluss der Direktion an, den Sendebetrieb ab 30. Juni 2016 einzustellen. Der Sender sei nicht mehr in der Lage, seinem Versorgungsauftrag nachzukommen. Folglich müsse das Gebührensystem in Bosnien-Herzegowina reformiert werden, damit der Sender, der momentan als einziger zur Teilnahme am Eurovision Song Contest berechtigt ist, am Leben erhalten werden kann.

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