Freitag, 4. Mai 2018

Tag 6: Qualitativ guter Auftakt in den Probentag



Armenien - Während es gestern Vormittag beim Start in die Einzelproben Verzögerungen und technische Probleme gab, fing heute Morgen alles dem Zeitplan entsprechend an. Armeniens Sänger Sevan Khanagian entführt uns in die Hochzeiten armenischer Sangeskunst und schmettert insbrünstig seinen Song "Qami" von der Ancient-Kulisse herunter. Es hat Hand und Fuß, was Armenien da in diesem Jahr auffährt, so sehr, dass im Vergleich zur ersten Probe nichts geändert wurde.

Trotz der Routine und Souveränität, die Sevak an den Tag legt, könnte dieses Lied im Halbfinale überhört werden, da es abgesehen von seiner Stimme keine markanten Punkte in der Choreographie gibt und auch das Bühnenbild recht beliebig erscheint. Anrechnen muss man ihm allerdings, dass er konsequent auf Armenisch singt und dem Lied Authentizität verleiht. Am Ende wurde die Beleuchtung etwas heller gestaltet, was dem Beitrag ganz gut tut.

Bei der Pressekonferenz, die via Dolmetscher übersetzt wurde, klärte Sevak über die Bedeutung seines Liedes, das übersetzt "Wind" bedeutet auf. Es ginge darum nicht um Wind an sich, sondern vielmehr um eine persönliche Erfahrung in seinem Leben. Dies könne auch jeder, der kein Armenisch versteht, für sich selbst auslegen. Er hatte die Idee für das Lied innerhalb von fünf Minuten, als Bühnendirektor hat man sich den gleichen Experten zu Rate gezogen, der schon 2007 bei Hayko und 2016 bei Iveta für die Show verantwortlich war.

Sevak eröffnete heute für Armenien den sechsten Probentag in Lissabon
Viel verändert hat sich nicht, alles wirkt gut, aber vielleicht zu nüchtern um ins Finale einzuziehen

2. Probe: Sevak Khanagian - Qami

1 Kommentar:

  1. Stimmlich kann man sich bei Sevak echt nicht beklagen. Das Setting passt auch zum Song, aber ich denke trotzdem dass Armenien auf der Strecke bleibt. Aufgrund der Stärke des Semi, denn eigentlich passt da sehr viel.

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