Dienstag, 1. November 2016

Ukraine: NTU-Generaldirektor schmeißt hin



Ukraine - Der Generaldirektor des ukrainischen Fernsehens NTU, Zurab Alasania, ist von seinem Amt zurückgetreten. Mit diesem Schritt resigniert der Senderchef vor dem Etat für den Sender im kommenden Jahr. Er selbst erklärte, er habe nie vor Verantwortung zurückgeschreckt, aber man könne einen Cent nur einmal umdrehen.

Der ukrainische Staat bewilligte 42,8 Millionen Euro für NTU, davon fallen 16 Millionen Euro auf den Song Contest aus, rund neun Millionen auf Übertragungskosten, nach Abzug sämtlicher Fixkosten blieben sieben Millionen, um den Sender am Leben zu erhalten und zu modernisieren. Aus Protest gegen diese unmöglichen Bedingungen hat Alasania nun die Konsequenzen gezogen.

Nach seinem Rücktritt wurden Stimmen laut, den vakanten Platz des Generaldirektoren zügig neu zu besetzen. Der Kiewer Bürgermeister, Vitali Klitschko sagte: "Die Situation ist sehr ernst, denn die Ukraine bereitet den Eurovision Song Contest vor.", allein für die Vorbereitungen sei es notwendig, eine funktionierende Führungsebene bei NTU gewährleisten.

1 Kommentar:

  1. Ich finde seine Entscheidung richtig! Anfangs war nicht so viel Budget für den ESC vorgesehen und jetzt pumpt man so viel Geld in diese Show, sodass sehr wenig für den restliche Jahr übrig bleibt! Finde ich verantwortungslos! Der ESC ist ein wichtiges Event, aber auch mit wenig Geld ist eine gute Show auf die Beine zu kriegen :-)

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