Mittwoch, 16. Juli 2014

Mazedonien: Skopje Festival wird zum Vorentscheid


Mazedonien - Nach dem etwas wirren Online-Poll über den Verbleib Mazedoniens beim Eurovision Song Contest, hat der Sender MKRTV nun seine Teilnahme in Österreich 2015 bestätigt. Der Sender wird seinen Beitrag für den Wettbewerb mit Hilfe des Skopje Festivals ermitteln, das bereits am 13. November stattfindet.
 
Das Skopje Festival diente bereits in der Vergangenheit zwischen 1996 und 2002 sowie von 2008 bis 2011 als nationaler Vorentscheid, mit dem frühen Datum ringt man Malta nun den Titel als erste Nation ab, die ihren Wettbewerbstitel kürt. Am Festival sollen 20 Interpreten starten, entschieden wird zu je 50% per Jury- und Televoting. 
 
MKRTV ließ die User über die Zukunft des Landes bei der Eurovision abstimmen, rund 70% der User sprachen sich für einen Rückzug aus. Der offizielle Anmeldeschluss für das Skopje Festival war der 15. Juli, aufgrund der neuen Rolle des Wettbewerbs wurde die Frist bis zum 31. Juli verlängert. Mazedonien ist das erste Land vom Balkan, das seine Teilnahme in Österreich bestätigt.

Montag, 14. Juli 2014

Malta: Ende August geht's los


Malta - Der maltesische Sender PBS hat vor wenigen Tagen seine Teilnahme am 60. Eurovision Song Contest bestätigt, nun folgen die offiziellen Teilnahmebedingungen für den nationalen Vorentscheid veröffentlicht. Am 28. und 29. August können interessierte Komponisten und Interpreten sich bei PBS für den Vorentscheid anmelden. Im September diesen Jahres sollen die 20 Teilnehmer bereits bekannt gegeben werden.
 
Zuvor wählt der Sender aus allen Bewerbungen, die in diesem Jahr pro Beitrag 150 Euro kosten, eine Shortlist mit etwa 60 bis 80 Titeln aus. PBS erlaubt es sich zudem, Wildcards an Interpreten zu vergeben. Nach der internen Auswahl sollen die 20 Teilnehmer am 21. November im Semifinale auftreten. 14 von ihnen erreichen das Finale am Folgetage. Jeder Interpret darf mit bis zu zwei Titeln im Halbfinale vertreten sein.
 
Beim Voting im Halbfinale haben die Juroren eine Stimmkraft von 86%, die Zuschauer per Televoting immerhin 14%. Im Finale darf jeder Interpret nur ein Titel im Rennen haben. Der Sender behält sich allerdings auch vor, den Siegertitel nachträglich auszutauschen. Die Top drei des Vorentscheids werden mit Geldbeträgen ausgezeichnet, der Sieger bekommt 7.500 Euro gutgeschrieben.

Zypern: Große Pläne für die Eurovision


Zypern - Deutschland hat die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen und Zypern kehrt nach einjähriger Abstinenz definitiv zum europäischen Musikwettstreit zurück. Der Sender CyBC in Nikosia bestätigte zum einen die Teilnahme in Österreich 2015 und kündigte zudem einen großangelegten nationalen Vorentscheid an.
 
Als Komponisten am Vorentscheid teilnahmeberechtigt, sind alle Zyprioten, die entweder auf der Insel einen permanenten Wohnsitz haben oder im Ausland leben. Sie können mit einem ausländischen Komponisten zusammenarbeiten, rein ausländische Interpreten bzw. Komponistenteams sind nicht erlaubt. Der Interpret selbst muss ebenfalls die zypriotische Staatsbürgerschaft besitzen. Der Einsendeschluss ist der 5. September.
 
Anschließend qualifizieren sich eine nicht näher genannte Anzahl an Beiträgen für die nächste Runde, bei der die Juroren einen einminütigen Ausschnitt der Titel zu hören bekommen, diese bewertet die Darbietungen, 51% Zustimmung der Juroren werden benötigt, um die zweite Phase zu erreichen. Dort wird es mehrere Semifinals geben, in denen zu 50% per Jury- und Televoting abgestimmt wird. 
 
Aus jeder Semifinalshow erreicht der Sieger des Gesamtvotings das Finale, während der zweitplatzierte Interpreten die Second Chance-Show erreicht. Von dort aus qualifizieren sich nochmals zwei Beiträge für das Finale. Im Finale singen alle Interpreten erneut, zwei von ihnen erreichen das Superfinale. In allen übertragenen Shows wird per Jury- und Televoting entschieden. Für das zypriotische Fernsehen mit seinen klammen Kassen erscheint diese Mammutaufgabe fast unstemmbar, wir lassen uns aber gern überraschen.

Freitag, 11. Juli 2014

Malta: Teilnahme in Österreich bestätigt


Malta - Das maltesische Fernsehen PBS hat seine Teilnahme am Eurovision Song Contest in Österreich bestätigt. Der Auswahlmechanismus des Senders ist noch nicht festgelegt, sehr wahrscheinlich wird das Festival Malta Song For Europe wieder eingesetzt, der seit Menschengedenken als maltesischer Vorentscheid genutzt wird.
 
2014 wurde die Inselgruppe von Firelight vertreten und belegte im Finale von Kopenhagen den 23. Platz im Finale. Unterdessen gibt es laut Wiener Zeitung erste Gerüchte um eine Festigung von Wien als Eurovisionsstandort für 2015. Durch eine Vergabe nach Tirol würden nach Rechnungen des ORF mehrere Millionen nicht erwirtschaftet werden.
 
"Ganz abgesehen davon, dass Gäste, die kein Ticket haben, auch nicht übernachten, feiern und shoppen. In Summe gehen Eventexperten daher von mehreren Millionen Euro aus, die bei einer Entscheidung für Innsbruck nicht erwirtschaftet werden könnten.", heißt es auf der Online-Seite der Zeitung. Gemeint ist die geringe Kapazität der Olympia World in Innsbruck im Vergleich zur Landeshauptstadt Wien.


Update [23:57 Uhr]: Ergänzend wurde bekannt, dass der maltesische Vorentscheid bereits am 22. November stattfinden wird, ein vorgeschaltetes Semifinale am Tag zuvor. Nähere Einzelheiten folgen in Kürze.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Eurovision 2015: Deadline auf Oktober vorverlegt!


Europa - Ob sich die EBU und der Eurovision Song Contest damit einen Gefallen getan haben? Wie die griechischen Kollegen melden, hat die Europäische Rundfunkunion einen Brief an alle Rundfunkanstalten der Union gesendet, in der man eine entscheidende Regeländerung für den 60. Eurovision Song Contest ankündigt.

Interessierte Teilnehmerländer am 60. Eurovision Song Contest in Österreich haben sich bis Mitte Oktober bei der EBU verbindlich anzumelden. In der Vergangenheit war dies bis Ende Dezember möglich, teilweise erhielten Länder (wie in diesem Jahr z.B. Slowenien) eine verlängerte Bedenkzeit bis in den Januar hinein.

EBU und ORF begründen diesen Schritt damit, dass man mit einem frühen Anmeldeschluss das Maximum aus der Show herausholen kann. Offenbar müssen alle Nationen bis zum 10. Oktober zu- oder abgesagt haben. Bislang haben 18 Nationen sicher zugesagt, Zypern steht ebenfalls vor einem Comeback, Andorra, Monaco und die Slowakei haben bereits abgesagt.

Die Entscheidung mag einerseits für den Österreichischen Rundfunk gut sein, um die Show entsprechend vorzubereiten, nimmt auf der anderen Seite vor allem finanzschwachen Fernsehanstalten die Chance, die Teilnahme abzuwägen und nach einer Bedenkzeit doch noch zuzusagen. Ob sich einige Länder wie Bulgarien, Montenegro oder Mazedonien bis dahin entschieden haben, bleibt abzuwarten.