Montag, 26. Januar 2015

Israel: Zwei Kandidaten aus dem Rennen


Israel - Beim israelischen Castingvorentscheid "Hakochav haba" mussten sich am Wochenende zwei Kandidaten aus dem Wettbewerb verabschieden. Drei Kandidaten standen nach dem Vorsingen auf der Eliminationsliste, Asif Zilberman, Lirose Balas und Avia Shoshani. Nach dem Voting war für Asif und Lirose dann Schluss mit der Show.

Folgende Kandidaten verbleiben im Rennen:01. - Avia Shoshani
02. - Iki Levi & The Rasta Hebrew Man
03. - Nadav Gadaj
04. - Nava Tehila Walker
05. - Orit Binsay
06. - Sa'ar Davidov
07. - Sari Nachmias
08. - Yefi & Osher Aricha

Am Dienstag findet die nächste Show von "Hakochav haba" statt, das genaue Datum für das Finale des nationalen Vorentscheids steht von Seiten der IBA immer noch nicht fest. Sobald nähere Einzelheiten vorliegen, werden wir natürlich darüber berichten.

Sonntag, 25. Januar 2015

Eurovision 2015: Lostöpfe und deutsche Abstimmung


Österreich - Und weil es an Spannung kaum zu überbieten sein wird, was in Wien von statten gehen wird, ergänzen wir noch die Lostöpfe, die morgen Basis für die Auslosung sein werden. In diesem Jahr gibt es fünf davon, die sich nach geographischen und votingbezogenen Kriterien zusammensetzen. So dürfte es niemanden erstaunen, dass quasi alle Länder des Balkans oder der ehemaligen Sowjetunion in einem eigenen Topf stecken. Lustigerweise steckt man Malta jedes Mal in einen anderen Trog.

Pot 1:
- Albanien 
- Malta 
- Mazedonien 
- Montenegro 
- Schweiz 
- Serbien 
- Slowenien

Pot 2:
- Dänemark 
- Estland 
- Finnland 
- Island 
- Lettland 
- Norwegen 
- Schweden

Pot 3:
- Armenien 
- Aserbaidschan 
- Georgien 
- Israel 
- Litauen 
- Russland 
- Weißrussland

Pot 4:
- Belgien 
- Griechenland 
- Irland 
- Niederlande 
- San Marino 
- Zypern 

Pot 5:
- Moldawien 
- Polen 
- Portugal 
- Rumänien 
- Tschechien 
- Ungarn

Die Ukraine, so sie denn teilgenommen hätte, wäre wohl in Topf 3 gelandet. Daneben wird zugelost, welches Big Five-Mitglied in welchem Halbfinale wertet. Deutschland, soviel ist bereits bekannt, wird am 21. Mai im zweiten Semifinale abstimmen, dies hat die ARD bei der Reference Group der EBU angefragt. Was die genauen Gründe dafür sind, werden wir wahrscheinlich nicht erfahren, zumal es ohnehin relativ irrelevant sein wird, da die Halbfinals voraussichtlich eh wieder auf Phoenix oder EinsFestival zu sehen sein werden...

TV-Tipp: Wien wird Song Contest-Stadt


Österreich - Morgen ist es endlich soweit, Wien wird offiziell von der dänischen Hauptstadt Kopenhagen den Titel "Eurovision Capital" erhalten. Verbunden ist diese symbolische Schlüsselübergabe auch mit Arbeit für die Verantwortlichen von EBU und ORF, die Auslosung der Nationen in die Halbfinals am 19. und 21. Mai steht bevor.
 
Die Show "Eurovision Song Contest, jetzt geht's los" wird ab 12:40 Uhr im ORF eins übertragen und auch per Livestream im Internet zu sehen sein. Moderiert wird das ganze von Kati Bellowitsch und Andi Knoll. Mit dabei sind auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl, EBU-Supervisor Jon Ola Sand und die Delegationsleiter aus den teilnehmenden 39 Nationen aus ganz Europa.
 
Ein besonderes Highlight für die Stadt Wien wird das Zünden der zweiten Phase der Countdownuhr am Wiener Rathausplatz bilden. Dann werden auch die Sekunden bis zum 60. Eurovision Song Contest angezeigt. Die 4,9t schwere Säule steht bereits seit Anfang Januar auf dem Platz. Zugelost werden morgen 33 Länder, bei den Big Five und Gastgeber Österreich wird ausgelost, in welchem Semi sie stimmberechtigt sind.

Programmtipp:
Mo., 26. Januar 2015 - 12:40 Uhr
Eurovision Song Contest - Jetzt geht's los
Moderation: Kati Bellowitsch und Andi Knoll
live aus dem Wiener Rathaus

Eurovision am Sonntag (13)


Europa - Der Appetit kommt beim Essen, wusste bereits Asterix in seinen Abteuern im alten Ägypten zu sagen. Damit hat er auch im übertragenen Sinne recht. Denn man muss sich erst auf das einlassen, was man geboten bekommt, bevor man es wirklich gut findet. An mir ging die Eurovisionssaison bis vor wenigen Tagen mehr oder weniger spurlos vorbei, nun habe ich eine Vorrunde gesehen, jetzt keimt langsam neue Eurovisionsfreude auf.
 
Die Wintermonate sind bekanntermaßen meist samstagabends Primetime für Eurovisionsformate zwischen Reykjavik und Baku. Ich kam gestern Abend in den Genuss, mir die erste Vorrunde des ungarischen Vorentscheids "A Dal" anzusehen, sogar fast vollständig, kurz nach 22 Uhr versagte der Stream des Senders, sodass die Endergebnisse im Detail für mich nur online abrufbar waren.
 
Aber was man dort zu sehen bekam, macht Lust auf mehr. Die ausgewählten Beiträge waren allesamt stimmig, in Budapest darf man in den nächsten beiden Wochen auch tolle Lieder erwarten und für Wien bestimmt wieder einen soliden Beitrag, der sich wacker schlagen wird. Das gestrige Erlebnis habe ich mir zum Anlass genommen, die übrigen Vorentscheide querzuhören.
 
Dabei war auch der letztjährige Gastgeber Dänemark, dessen Sender DR eigentlich bis morgen mit der Verkündung der Kandidaten warten wollte, die zuständige Plattenfirma Sony BMG war jedoch zu eifrig und hat die Tracklist inklusive Vollversionen bereits nun geleakt. Auch in Dänemark sind schöne Sachen dabei, dafür haben schon allein die starken Komponisten gesorgt, Marcos Ubeda beispielsweise führte bereits Charlotte Nilsson 1999 in Jerusalem zum Sieg.
 
Positiv hervorheben aus dem Feld der zehn möchte ich den seichten Popsong "Hotel A" von Cecilie Alexandra. Der ist zwar nichts Außergewöhnliches oder knallt wie ein "Popular" oder "Hero", macht jedoch einen tollen Gesamteindruck, da kann man nebenbei gern mal mitwippen. Und mit "Love me love me" von Sara Sukurani bekommen auch Freunde von skandinavischem Greco-Pop auf ihren Geschmack, "Hypnotized" lässt grüßen. Von Schweden erwarte ich mir in diesem Zusammenhang auch wieder eine ganze Menge, der ein oder andere Leser wird auch schon sehnsüchtig auf die Lieder vom ersten MF-Semifinale hinfiebern.
 
In Lettland bin ich bei einem landessprachlichen Beitrag namens "Dieva deli" hängen geblieben, der von einer Band gesungen wird, die sich schlicht und ergreifend Elektro Folk nennt. Das Lied vereinigt alles, was für Moldawien ins Finale gereicht hätte, postsowjetischen Stapftanz, moderne Bässe und Beats und für die Freunde landestypischer Musik einen unverständlichen Stophengesang. Die könnten auch an Polen oder Lettland im Vorjahr anknüpfen und theoretisch über die landwirtschaftlichen Erzeugnisse ihrer baltischen Heimat singen.
 
Eben angesprochenes Moldawien hat auch wieder ein paar heiße Eisen im Feuer, die man beim Vorentscheid "O Melodie Pentru Europa" nicht unterschätzen sollte. Zum einen den tanzbaren "Remix" vom britischen X-Factor-Star Kitty Brucknell, der nach dem zweiten Mal nicht mehr aus dem Ohr geht oder Dauerkandidatin Doinita Gherman, die sich in Landessprache zu einem energetischen "Inima fierbinte" hinreißen lässt. Wer es noch etwas Verrückter mag, der sollte sich Serj Kuzenkoff mit "Danu nazdravanu" anhören, das Lied hätte auch Pasha Parfeny singen können.
 
Die kleine Republik Moldau weiß seit jeher mit etwas abgedrehten Titeln zu überzeugen. Überall tauchen irgendwelche folkloristischen Instrumente auf, 2005 bei Zdub si Zdub, 2009 bei Nelly Ciobanu und nun auch wieder. Man muss es mögen, aber irgendwie bereichert die gespaltene Nation jedes Jahr auf's Neue den Wettbewerb mit musikalischen Perlen. Auch Dancefloor-Pop wird geboten, Lidia Isac oder das Sunstroke Project sorgen hier für Abwechslung.
 
Nicht so erfreulich die Präsentation von "A song for you" von Noize Generation, einem unserer deutschen Vorentscheidungsteilnehmer. Der Refrain könnte als Werbejingle für eine RTL-Comedyshow laufen, für einen Eurovision Song Contest fehlt ihm allerdings das Besondere. Die ARD möchte sich bis zu ihrer selbstfestgelegten Deadline nicht zu den Titeln äußern. Das sie durchsickern, können sie nicht verhindern, das komplette Feld mit neuen Leuten und tollen Beiträgen bestücken, das können sie nicht....

Dänemark: Verfrühte Veröffentlichung durch Sony BMG


Dänemark - Eigentlich wollte das dänische Fernsehen DR die Teilnehmerliste des Melodi Grand Prix erst am Montag vorstellen. Aufgrund der übereifrigen Plattenfirma Sony BMG wurde die Tracklist des offiziellen Samplers des Vorentscheids bereits jetzt vorgestellt, in der Liste findet man einige bekannte Gesichter.
 
Die Teilnehmer des Dansk Melodi Grand Prix 2015:
01. - Andy Roda - Love is love
02. - Anne Gadegaard - Suitcase
03. - Anti Social Media - The way you are
04. - Babou - Manjana
05. - Cecilie Alexandra - Hotel A
06. - Julie Bjerre - Tæt på mine drømme
07. - Marcel & Soulman Group - Nå veje krydses
08. - Sara Sukurani - Love me love me
09. - Tina & René - Mi amore
10. - World of Girls - Summer without you
 
Marcel und Andy Roda waren Backings bei Basim in Kopenhagen, Anne Gadegaard nahm 2003 für Dänemark beim Junior Eurovision Song Contest teil. Hinter den Titeln stecken namhafte Künstler wie Thomas G:son, Marcos Ubeda, Lise Cabble, Arash, Remee und Alex Papakonstantinou, der u.a. für Sarbel und Ivi Adamou tätig war. Der Melodi Grand Prix findet am 7. Februar im Gigantium von Aalborg statt.