Montag, 29. August 2022

Island: Söngvakeppnin-Finale am 4. März


Island
- Traditionell wählt Island seinen Kandidaten für den Eurovision Song Contest im nächsten Jahr wieder mit Hilfe des Söngvakeppnin. RÚV bestätigte heute nicht nur seine Teilnahme im Vereinigten Königreich sondern gleichzeitig auch das entsprechende Vorentscheidungskonzept, für das interessierte Künstler sich von nun an bis zum 4. Oktober anmelden können. Ein Online-Formular stellt der Sender hier (nach Anmeldung) zur Verfügung.

Insgesamt werden zehn Titel am nationalen Vorentscheid teilnehmen, die sich zunächst in zwei Vorrunden am 18. und 25. Februar 2023 in isländischer Sprache präsentieren. Das Finale findet am 4. März statt, dort steht es den qualifizierten Acts frei, ob sie ihren Titel weiterhin in der Landessprache oder doch auf Englisch oder einer anderen Sprache vortragen. Die dort gesungene Version entspricht der Version, die auch beim Eurovision Song Contest gesungen wird.

Die zehn Beiträge, die am Söngvakeppnin 2023 teilnehmen werden, werden vom Sender RÚV, dem FTT und dem FÍH (Verband isländischer Musiker) ausgewählt. Zudem wird der isländische Rundfunk auch an erfolgreiche und bekannte Künstler herantreten und diese direkt einladen, am Vorentscheid teilzunehmen. Island wurde in diesem Jahr von den drei Schwestern Systur und "Með hækkandi sól" vertreten, die im Finale von Turin den 23. Platz belegten.

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Vereinigtes Königreich
- Bis zum 8. September müssen die "shortlisted cities" ihre kompletten Bewerbungsunterlagen bei der BBC einreichen. Wie der Liverpool City Council über Liverpool Echo meldet, fordern Europäische Rundfunkunion und die britische BBC nun die vollständigen Bewerbungsmappen, um eine Entscheidung treffen zu können, wann und wo der nächste Eurovision Song Contest stattfinden wird. Neben Liverpool sind noch Birmingham, Glasgow, Leeds, Manchester, Newcastle und Sheffield im Rennen. Die größten Chancen rechnen die Buchmacher derzeit der schottischen Metropole Glasgow aus.

Deutschland
- Bühnendesigner Florian Wieder, der in den letzten Jahren achtmal für das Bühnenbild des Eurovision Song Contest verantwortlich war, hat sich in einem DWDL-Interview zu den Pannen der kinetischen Sonne in Turin geäußert. Auf die Frage, ob Schadenfreude gegenüber der Konkurrenz besteht sagte er: "Schadenfreude ist nie angebracht weil wir alle nie gänzlich ausschließen können, dass etwas schief läuft. Es wurden da zwar ein paar Fehler gemacht, die für mich leicht zu analysieren sind, weil das ja mein Tagesgeschäft ist. Man hat sich mit der Konstruktion in eine Sackgasse begeben, die keinen Plan B eingebaut hatte. Ich hoffe sehr, dass mir das nie passieren wird, weil wir eigentlich immer einen Backup-Plan hatten." Das vollständige Interview gibt es hier.

Europa
- Die Europäische Rundfunkunion hat in ihrem Regelwerk für den Eurovision Song Contest 2023 gleich mehrere wichtige Informationen gegeben. Darin ist die Zahl der teilnehmenden Nationen auf 44 beschränkt, zudem gab man bekannt, dass sogenannte "pre-recorded vocals" auch im kommenden Jahr erlaubt sein werden. Was unter dem Deckmantel der Corona-Maßnahmen in Rotterdam 2021 eingeführt wurde, wird ein drittes Jahr in Folge für normal erklärt. Zwar dürfen auf der Bühne stehende Lead- und Backgroundsänger kein Vollplayback nutzen, dennoch können Stimmen vom Band abgespielt werden. Das vollständige Regelwerk für die Eurovision 2023 kann hier abgerufen werden.

Griechenland: Einsendeschluss bei ERT am 9. Oktober


Griechenland
- Nach und nach vervollständigt sich die Teilnehmerliste für das kommende Jahr, auch Griechenlands nationaler Rundfunk ERT hat seine Teilnahme im Vereinigten Königreich bestätigt. Gleichzeit startete man in Athen einen offiziellen Bewerbungsaufruf für den Eurovision Song Contest 2023. Darin wird nach Solisten oder Gruppen bis zu sechs Personen gesucht, die bis zu drei Lieder einreichen können, die bislang weder in Griechenland noch im Ausland veröffentlicht worden sind. 

Zudem dürfen sich Bewerber nicht bei einem anderen Vorentscheid bewerben. Einsendeschluss ist der 9. Oktober, Bewerbungen nimmt ERT per E-Mail an eurovision@ert.gr entgegen. Ob am Ende eine interne Auswahl oder ein nationaler Vorentscheid geplant ist, ließ der Sender offen. In den letzten Jahren wurden vorzugsweise interne Auswahlen vorgenommen. 2022 in Turin war das griechische Fernsehen mit diesem Konzept sehr erfolgreich und belegte mit Amanda Tenfjord und "Die together" den achten Platz im Finale von Turin. 

Griechenland nimmt seit 1974 am Eurovision Song Contest teil und erlebte seine erfolgreichste Phase zwischen 2004 und 2014. Mit Stand heute verzeichnet Griechenland einen Sieg, 2005 mit Helena Paparizou und "My number one". Auch in den Folgejahren belegten griechische Interpreten stets Top Ten-Platzierungen, diese Phase wurde 2012 in Baku mit Eleftheria Eleftheriou beendet. Lediglich zweimal, 2016 mit der Gruppe Argo und 2018 mit Gianna Terzis, schied das Land im Halbfinale aus.

Samstag, 27. August 2022

Rumänien: TVR bestätigt Song Contest-Teilnahme 2023


Rumänien
- Einstimmig hat das Verwaltungsgremium des rumänischen Fernsehens TVR beschlossen, am Eurovision Song Contest 2023 im Vereinigten Königreich teilzunehmen. Vorangegangen war dieser Entscheidung eine Online-Befragung des Senders, ob man nach dem bekannt gewordenen Wertungsskandal überhaupt noch eine Teilnahme in Erwägung ziehen sollte. Damals stimmten 56% der Abstimmenden für einen Verbleib in der Eurovisionsfamilie, 37% waren dagegen, 7% unentschlossen.

Während man seine Teilnahme am Song Contest 2023 bestätigte, erklärte TVR zudem, dass der Verwaltungsrat des Senders vereinbart hat, mehrere namhafte Anwaltskanzleien in der Schweiz zu kontaktieren, um die Chancen auf einen gerichtlichen Streit mit der Europäischen Rundfunkunion auszuloten. Senderchef Dan Turturică kündigte Anfang Juni bereits an, nach dem annullierten Juryvoting aus Rumänien rechtliche Schritte gegen die EBU einzuleiten. Es sei nicht mit den Prinzipien der Eurovision vereinbar, die Regeln "während des laufenden Spiels" zu ändern, so TVR damals.

Wie der nächste rumänische Song Contest-Vertreter ermittelt wird ist noch nicht bekannt, der Verbleib des Landes bei der Eurovision ist jedoch ein gutes Zeichen. Turturică sagte dereinst auch, dass man trotz aller ggf. zum Einsatz kommenden Mittel den bedachten Kontakt mit der EBU fortsetzen werde, um die Beziehungen zwischen Sender und Rundfunkunion nicht nachhaltig zu stören. In diesem Jahr gelang WRS mit "Llámame" erstmals seit 2017 wieder ein Finaleinzug Rumäniens beim Eurovision Song Contest in Turin.

Donnerstag, 25. August 2022

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Serbien
- Das nächste Land, das seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2023 bestätigt hat ist Serbien. Gegenüber ESCtoday.com bestätigte der Sender RTS seine feste Absicht, im nächsten Jahr einen Vertreter zur Eurovision zu schicken, ließ allerdings noch offen, auf welche Art und Weise der Interpret ausgewählt wird. In diesem Jahr hat RTS eine abgewandelte Form der Beovizija zur Kandidatensuche eingeführt, der Name durfte aufgrund von Rechtsstreitigkeiten nicht für den Vorentscheid genutzt werden. Die ausgewählte Konstrakta belegte im Finale von Turin mit "In corpore sano" den fünften Platz.

USA
- Christer Björkman hat gegenüber dem schwedischen Aftonbladet bekanntgegeben, dass seine Produktionsfirma Voxovation in Verhandlungen über eine zweite Ausgabe des American Song Contests steht. "Wir verhandeln noch und es geht, wie immer um Geld.", so Björkman. In diesem Jahr fand erstmals ein American Song Contest mit den 50 Bundesstaaten der USA, dem Hauptstadtdistrikt Washington D.C. und fünf Überseegebieten statt. Als Siegerin ging AleXa mit "Wonderland" für Oklahoma hervor. Der Wettbewerb stellte sich für die ausrichtende NBC als Quotendesaster heraus, nur 2,04 Millionen Zuschauer sahen das Finale der Show am 9. Mai.

Kanada
- Im gleichen Interview hat Christer Björkman finale Verhandlungen mit Organisatoren in Kanada für den ersten "Eurovision Canada" verkündet. Nachdem ein Ausschuss im Juni in Kanada für Unterstützer geworben hat, sei man offenbar kurz vor einer Einigung, um im kommenden Jahr die Erstausgabe des Wettbewerbs zu veranstalten. An "Eurovision Canada" sollen die zehn Provinzen und drei Territorien Kanadas zunächst an mehreren Qualifikationsshows, Semifinals und einer großen Finalshow teilnehmen. Die genauen Konditionen und der veranstaltende Sender stehen noch nicht fest. Es wäre nach dem American Song Contest der zweite Ableger in Nordamerika auf Basis des Eurovision Song Contests.