Dienstag, 25. Februar 2025

Deutschland: Aus neun mach fünf mach eins


Deutschland
- Offenbar haben wir alle nicht richtig zugehört als ARD, RTL und Stefan Raab das Konzept von "Chefsache ESC 2025" vorgestellt haben..., denn nur wenige Tage vor dem großen Finale, bei dem der deutsche Vertreter für den Eurovision Song Contest in Basel ermittelt werden soll, wundert man sich über kurzfristig eingeschobene "Ergänzungen" während der Finalshow. Zwar wurde bisher immer propagiert, dass die Zuschauer im Finale die Möglichkeit haben, den Beitrag für Basel auszuwählen, was bisher allerdings verschwiegen wurde ist, dass die Jury zuvor aus neun Kandidaten fünf machen wird.

Wie es auf Eurovision.de nunmehr geschrieben steht, werden Stefan Raab, Yvonne Catterfeld, Conchita Wurst und Nico Santos vor der eigentlichen Entscheidung noch eine Vorauswahl treffen und fünf Superfinalisten auswählen. "Elton kann wegen eines privaten Termins nicht mit auf dem Jury-Podium sitzen", heißt es weiter, sodass die beiden vakanten Plätze durch die österreichische Song Contest-Ikone und den Sohn des Melitta-Mannes Egon Wellenbrink ausgefüllt werden. Erst nach dieser Vorauswahl greifen die Zuschauer ins Geschehen ein.

In der ersten Runde wird zunächst ein Coversong aus dem Fundus des Eurovision Song Contests und dann der eigentliche Song Contest-Beitrag performt, ehe die Jury ihr Urteil bildet. Danach sollen die Zuschauer dann aber tatsächlich per Anruf, SMS oder Onlinevoting entscheiden dürfen, wer Deutschland im Finale von Basel am 17. Mai vertreten wird. Woher diese plötzliche Zusatzrunde kommt, ob Stefan Raab oder die ARD den Zuschauern nach der Bundestagswahl nicht mehr über den Weg traut oder man vergessen hat, zu erörtern, dass die Entscheidung de facto ohnehin schon feststeht, ist nicht bekannt.

Fakt ist: Das Finale von "Chefsache ESC 2025" wird am Samstag ab 20:15 Uhr (MEZ) im Ersten, auf ONE sowie in der ARD Mediathek und auf Eurovision.de zu sehen sein. Durch den Abend führt erneut Barbara Schöneberger, am Ende der bis 23:30 Uhr geplanten Show wird hoffentlich einer der Kandidaten einen würdigen Finalauftritt hinlegen und das Ticket nach Basel lösen. Somit leiten wir diese Frage weiter, wer sollte eurer Meinung nach nach Basel fahren, wer hat das stimmigste Gesamtpaket, unabhängig von persönlichen Präferenzen? Zur Abstimmung geht es hier (beendet).

Die Finalisten sind noch keine "Superfinalisten", ausgegraut und ausgeschieden:
Cage, Cloudy June, From Fall To Spring, Jaln, Jonathan Henrich

Heute: Erstes Halbfinale in Serbien


Serbien
- Unter dem Motto "Lepota će spasiti svet" ("Schönheit wird die Welt retten") findet heute Abend das erste von zwei Halbfinals des serbischen Vorentscheids "Pesma za Evroviziju '25" statt. Dragana Kosjerina und Kristina Radenković führen durch einen Abend mit 15 Interpreten, von denen acht in die finale Endrunde am 28. Februar einziehen werden. Zuschauer können sich u.a. auf Milan Nikolić freuen, der Serbien bereits 2009 gemeinsam mit Marko Kon in Moskau vertreten hat.

Die Teilnehmer des ersten Halbfinals in Serbien:
01. - Bojana x David - Šesto čulo
02. - Igor Simić - Ne mogu
03. - Vampiri - Tebi treba neko kao ja
04. - Nataša Kojić - Up and down
05. - Tropiko Bend - AI
06. - Jelena Aleen - Kameleon
07. - Filarri - Meet and greet
08. - Kruz Roudi - Sve i odmah
09. - Milan Nikolić feat. Caka - Storia del amor
10. - Ana & The Changes - Brinem
11. - Iskaz - Trendseter
12. - Harem Girls - Aladin
13. - Biber - Da mi se vratiš
14. - Mila - Gaia
15. - Anton - U grad

Bojana Radovanović, die den Abend heute musikalisch eröffnet hat Serbien 2018 beim Junior Eurovision Song Contest in Minsk vertreten und mit "Svet" den vorletzten Platz belegt. Aus dem heutigen Halbfinale gehen acht Interpreten, die in der Summe aus 50% Jury- und Zuschauervoting die meistren Punkte haben, als Qualifikanten hervor, die am Freitag auf acht weitere Interpreten treffen, die sich morgen Abend im zweiten Halbfinale bewerben. Die Show beginnt um 21 Uhr (MEZ) und kann live bei RTS sowie hier bei Youtube verfolgt werden.

Montag, 24. Februar 2025

Schweiz: Vorstellung des Beitrags am 10. März


Schweiz
- Es wurde bisher viel über die Austragung des Eurovision Song Contests in Basel gesprochen, die Organisation, die Auslosung der Halbfinals und die Frage der Moderation, wenig bisher jedoch über die Künstlerauswahl der Schweiz in diesem Jahr. Nun hat Yves Schifferle, Delegationsleiter beim Schweizer Fernsehen Montag, den 10. März als Präsentationstermin für den Schweizer Beitrag des Eurovision Song Contests 2025 bestätigt.

Erneut wendet die Schweiz das Prinzip der internen Auswahl an, das seit 2019 relativ erfolgreiche Früchte getragen hat und nicht zuletzt den Siegerbeitrag des Song Contests 2024, "The Code" von Nemo bereithielt. Das Bewerbungsfenster für interessierte Interpreten startete im August letzten Jahres, insgesamt wurden 431 Anmeldungen registriert, darunter zahlreiche Bewerbungen, die aus dem Suisa Songwriting Camp in Zürich stammen.

Die Schweiz ist als Gastgeber des Wettbewerbs in diesem Jahr automatisch für das Finale des Song Contests am 17. Mai in Basel qualifiziert. Der vom SRF nominierte Künstler hat dennoch die Gelegenheit seinen Beitrag bereits außer Konkurrenz im ersten Halbfinale am 13. Mai vorzustellen. Diese Regelung greift seit der Eurovision in Malmö, um auch den gesetzten Finalisten unter echten Bedingungen bereits ein Präsentationsfenster zu bieten. Bisher wurden die Beiträge in den Halbfinals nur kurz angespielt.

Island: RÚV stellt detaillierte Ergebnis zur Verfügung


Island
- Das isländische Fernsehen RÚV hat die detaillierten Ergebnis des Söngvakeppnin 2025 veröffentlicht, die anders als im letzten Jahr relativ eindeutig von Anfang an die Favoriten aufzeigen. Dabei erhielt das siegreiche Duo Væb (sprich: Vibe) bereits in der ersten Vorrunde am 8. Februar mit 12.649 Stimmen den meisten Zuspruch (30,4%) gefolgt von Ágúst mit 24,2% und Stebbi Jak mit 21,28%. In der zweiten Halbfinalshow erreichte Tinna 9.846 Stimmen, umgerechnet 23,3% vor Júlí & Dísa mit 22,41% und Bjarni Arason mit 22,06%.

Im Finale erhielten Matthías Davíð und Hálfdán Helgi Matthíasson 74 Stimmen internationalen Juryvoting. In eben jener Jury saßen u.a. Produzent und ESCtoday.com-Gründer Sietse Bakker, die dänische Song Contest-Vertreterin Saba, die irische Siegerin von 1993 Niamh Kavanagh und der kroatische Sänger und Fast-Vertreter von 2020 Damir Kedžo. "Róa" erhielt drei Höchstwertungen. Auf dem zweiten Rang im Juryvoting landete "Fire" von Júlí & Dísa, die jedoch nur eine Höchstwertung von Niamh Kavangh erhielt.

Im finalen Zuschauervoting gingen schließlich insgesamt 131.956 Stimmen ein. Davon entfielen 36.535 (27,7%) auf "Róa", 33.202 Stimmen (25,2%) auf "Set me free" von Stebbi Jak und 29.010 Stimmen (22%) auf "Fire". Væb, die ihr Glück bereits im letzten Jahr beim isländischen Vorentscheid versuchten, damals mit "Bíómynd" jedoch nur den vierten von sechs Plätzen erreichten, werden ihren Titel "Róa" am 13. Mai im ersten Halbfinale von Basel präsentieren. Da es bislang keinerlei anderslautender Meldungen gibt, darf davon ausgegangen werden, dass der Titel weiterhin auf Isländisch bleibt.

News-Splitter (1097)


Ukraine
- Gegenüber meta.ua gab die ukrainische Gruppe Ziferblat an, dass man den Beitrag für den Eurovision Song Contest in Basel noch einmal nachbessern werde. "Bird of pray" soll demnach einen intensiven Revamp erhalten, genaue Einzelheiten hierzu gibt es derzeit noch nicht, ebenso wenig wo der Titel nachbearbeitet und wann er veröffentlicht wird. Ziferblat gewannen den ukrainischen Vorentscheid Vidbir vor zwei Wochen und setzten sich gegen neun weitere Bewerber durch. Das erste Trio, das das Land beim Eurovision Song Contest vertritt, siegte hierbei mit der Höchstwertung im Zuschauervoting und der zweithöchsten Punktezahl im Juryvoting.

Schweiz
- Mit dem EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg haben die Organisationen des Eurovision Song Contests einen weiteren nationalen Partner gewonnen. "Diese Partnerschaft steht im Einklang mit unserer Mission, Menschen und Orte zu verbinden und wir freuen uns darauf, Eurovisionsfans aus aller Welt in unserer schönen Region begrüßen zu dürfen.", heißt es von Monica Linder-Guarnaccia, Marktingvorsitzender des Flughafens. Der EuroAirport liegt streng genommen in der französischen Gemeinde Saint-Louis, wird aber weltweit einmalig von Schweizer und französischen Behörden verwaltet. 30 Fluggesellschaften verbinden den Flughafen mit über 100 Destinationen.

Ungarn
- Am Samstag fand in Ungarn die "Második válogató", die zweite Vorrunde des Showformats "A Dal" statt. Dort qualifizierten sich vier weitere Beiträge für die Halbfinalshows am 15. und 22. März. In die nächste Runde schafften es Felvidéki Jazz Land mit "Kicsikém" (47 Punkte), Ádám Szabó mit "Örök hűség" und Here We Are mit "Őrzöm az álmod" mit jeweils 44 Punkten sowie Regina Zabos & Káté mit "Mást ölelj" mit 42 Punkten. Am nächsten Samstag findet die dritte von vier Vorrunden in Budapest statt. "A Dal" diente von 2012 bis 2019 als ungarischer Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, seit dem Rückzug des Landes wird das Format unabhängig vom ursprünglichen Vorentscheidungsgedanken als nationale Produktion weitergeführt.

Chile
- Chilenische Medien berichten, dass es das erklärte Ziel der Veranstalter ist, mindestens 15 Länder für die Erstausgabe des Eurovision Latin America zusammen zu bekommen. Nach Angaben von Voxovation sind bislang zehn Länder an der Teilnahme interessiert, namentlich genannt wurden diese hingegen noch nicht. Zudem seien vier Nationen an der Austragung interessiert, von denen bisher ebenfalls nur Chile bekannt ist. Der geplante Wettbewerb soll an den Maßstäben der Eurovision ausgerichtet werden, auch ein Willkommensempfang und touristische Angebote sind geplant. Die Planungen von Voxovation reichen mittlerweile bis ins Jahr 2022 zurück, als man nach dem erstmals durchgeführten American Song Contest in den USA und dem Spin-Off in Kanada auch andere Regionen der Welt für musikalische Konkurrenzen ins Auge fasste.