Donnerstag, 30. Juni 2011

Norwegen: Aufruf für Vorentscheid 2012 gestartet


Norwegen - Um Norwegen wurde es nach dem Aus im ersten Halbfinale beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf ruhig. Stella Mwangi, die bei sämtlichen Buchmachern und vielen Fans als sichere Finalistin galt, ging im Semifinale unter und wurde sogar von Nationen wie San Marino überholt.

Das norwegische Fernsehen NRK startet nun den Aufruf für den Song Contest 2012 in Baku. So ist jeder der möchte aufgerufen, einen Beitrag für den Melodi Grand Prix einzureichen, ausländische Komponisten sind auch ausdrücklich erwünscht. Die Deadline zum Einreichen ist der Freitag, der 2. September.

NRK behält sich jedoch vor, Interpreten selbst auszuwählen, somit ist nicht gegeben, dass der Sänger auf dem Demotape auch letztlich beim Vorentscheid antreten wird. Eine Jury wählt insgesamt 21 Beiträge aus, die in den TV-Vorentscheid kommen. Ob ein Format wie in den letzten Jahren mit drei Vorrunden, einer Second Chance-Runde und dem Finale in Oslo stattfinden wird, ist derzeit noch nicht fix.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eurovision 2012: Vorzeitiges Televoting wieder abgeschafft


Aserbaidschan - Einzelheiten über das Delegationstreffen der European Broadcasting Union von vergangener Woche sind nun endlich veröffentlicht worden. Unter anderem wurde beschlossen, die 2010 eingeführte Regelung wieder abzuschaffen, das Televoting bereits ab dem ersten Beitrag zu öffnen.

Die Analyse der EBU hätte gezeigt, dass die meisten Zuschauer nachwievor nach dem letzten Beitrag zum Telefon greifen, ein weiteres Argument gegen die Vorab-Möglichkeit ist, dass die Einblendung mit den Telefondetails während des Beitrags bis zu 25% des Bildschirms einnimmt und dabei die Darbietung der Interpreten einschränkt.

Wie lang das Zeitfenster für das Televoting sein wird ist noch nicht beschlossen. Ein weiteres Delegationstreffen ist für Mitte August in Baku angekündigt, dann werden auch die ausrichtende Halle und nähere Einzelheiten zur Organisation bekannt gegeben.

Dienstag, 28. Juni 2011

Armenien: Entscheidung in den nächsten Tagen


Armenien - Das armenische Fernsehen ArmTV wird in den kommenden Tagen über die Teilnahme am Eurovision Song Contest entscheiden, berichtet die Nachrichtenseite news.az unter Berufung auf den armenischen Delegationsleiterin Gohar Gasparian. In Bezug auf den Karabach-Konflikt steht die armenische Teilnahme derzeit in der Schwebe.

"Die vorläufigen Informationen zu diesem Thema werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.", sagte Gasparian. Der armenische Nachbar Aserbaidschan hat den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf mit dem Duo Ell & Nikki gewonnen und ist demnach im kommenden Jahr Gastgeber des Wettbewerbs.

Armenien war in diesem Jahr erstmals seit dem Debüt im Jahr 2006 nicht mit einem Beitrag im Finale vertreten. Die Sängerin Emmy scheiterte an der Qualifikationshürde im ersten Semifinale. Darüber, ob Armenien in Baku 2012 dabei sein wird, werden wir natürlich nach entsprechender Entscheidung berichten.

Montag, 27. Juni 2011

Irland: Profitables Geschäft für RTÉ


Irland - Das irische Fernsehen RTÉ zieht eine positive Bilanz aus dem Eurovision Song Contest, nicht nur was die Platzierung von Jedward im Finale von Düsseldorf angeht, auch finanziell gesehen war die Entsendung der verrückten Zwillinge ein voller Erfolg für den Sender. Als erster und wahrscheinlich auch einziger Sender der EBU schlüsselt RTÉ die detaillierten Kosten- und Einnahmefaktoren des Wettbewerbs auf.

Wie irische Medien berichten, wurden rund 160.000 Euro in den Beitrag investiert, darunter knapp 50.000 Euro für die Unterkunft der Delegation in Düsseldorf, 12.000 Euro für Flüge und 20.000 Euro Produktionskosten. Jedoch spielte die Vermarktung von Jedward sowie die Werbeeinnahmen während des Semifinals und dem Finale am Samstag insgesamt 172.000 Euro ein.

Der Sender erwirtschaftete somit einen Reingewinn von 12.000 Euro mit dem Eurovision Song Contest. Nicht mit eingerechnet sind jedoch die Kosten für den nationalen Vorentscheid sowie die Teilnahmegebühr, die an die EBU zu entrichten war. Quotentechnisch als auch kommerziell gesehen war "Lipstick" für das irische Fernsehen und Jedward selbst jedoch ein voller Erfolg.

Freitag, 24. Juni 2011

Irland: 1.000.000 £ für Promi-Big Brother


Irland - Während es um die Sieger Ell & Nikki aus Aserbaidschan und auch um Lena Meyer-Landrut zunehmend ruhiger wird, legen Jedward aus Irland erst richtig los. Nicht nur, dass ihre neue Single "Bad behaviour" ab 1. Juli in den Handel kommt und bei iTunes verfügbar ist, John und Edward erhalten zudem haufenweise Angebote.

So berichtet die britische "Sun", dass den irischen Zwillingen eine Million britische Pfund für die Teilnahme an der Promi-Ausgabe von Big Brother auf Channel 5 angeboten wurde. Für 1.000.000 £ sollen John und Edward an der dreiwöchigen Celebrity-Edition teilnehmen. Eine Bestätigung hierfür steht jedoch noch aus. Durch ihre Werbeeinahmen sowie die unzähligen Merchandising-Artikel und europaweiten Auftritte darf man Jedward inzwischen als einen der größten kommerziellen Erfolge des Eurovision Song Contest darstellen.

Im September sind John und Edward zudem auch wieder in Deutschland, dann geben sie insgesamt sechs Konzerte, den Auftakt machen sie am 18. September in der Großen Freiheit 36 in Hamburg, es folgen Konzerte in Frankfurt am Main, München, Berlin, Köln und Bochum. Ihr Song-Contest-Beitrag "Lipstick" fällt unterdessen von der #23 auf die #32 (Media Control-Charts vom Freitag 12 Uhr).

Weiterhin in den deutschen Singlecharts sind außerdem die britische Boyground Blue mit "I can" auf der #43 und die Sieger aus Aserbaidschan mit "Running scared" auf der #47 vertreten. Lena Meyer-Landrut und Eric Saade verabschieden sich unterdessen aus den Top 100. In Österreich fallen Jedward um zehn Plätze auf die #30.