Mittwoch, 23. Juli 2025

Deutschland: Neues zum NDR-Eurovisionskrimi


Deutschland
- Die Verantwortung für den Eurovision Song Contest liegt ab 2026 nicht mehr länger beim Norddeutschen Rundfunk, dennoch geht der Wettbewerb für den Sender zumindest teilweise weiter. Wie DWDL.de bereits vor mehreren Wochen berichtete, plant der NDR gemeinsam mit dem niederländischen Sender BNNVARA sein Krimi-Format namens "Eurovision Murder Mystery". Die geplante sechsteilige Serie mit jeweils 52minütigen Folgen wird mit 90.000 Euro von Nordmedia unterstützt.

Inhaltlich, so wird weiter berichtet, spielt die Szenerie beim Eurovision Song Contest in Montreux in der Schweiz. Die deutsche Mitfavoritin Lea Lippmann wird tot im Genfer See aufgefunden. "Die suspendierte Polizistin Manuela Wagner, der exzentrische französische ESC-Teilnehmer Sable, der übereifrige Polizist Solas und der Eurovision-begeisterte Schweizer Ermittler Moser bilden ein unfreiwilliges Team, um den Fall zu lösen. Mit jedem Auftritt könnte ein weiteres Geheimnis enthüllt werden, mit jeder Performance rückt der Showdown näher.", heißt es.

Anfang Juni, nachdem der NDR seine Verantwortung für die Eurovision an den SWR übertragen hat, wurden erstmals konkrete Planungen zur Krimi-Serie bekannt. Unabhängig vom Crime Format herrscht rund um den Eurovision Song Contest aus deutscher Sicht jedoch Stille. Beim Katerfrühstück der NDR-Delegation in Basel wurde die Frage, ob das Team auch weiterhin den Wettbewerb begleiten wird, mit einem "Wir wissen es nicht" geantwortet. Der SWR hat bisher keinerlei Informationen zum Wettbewerb 2026 kundgetan.

Samstag, 19. Juli 2025

News-Splitter (1135)


Albanien
- Elhaida Dani wird auch in diesem Jahr wieder als Artistic Director beim albanischen Festivali i Këngës arbeiten. Die Sängerin, die Albanien 2015 beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten hat, nimmt diese Aufgabe somit zum zweiten Mal in Folge wahr. Sie ist u.a. damit beauftragt, die musikalische und künstlerische Qualität im Wettbewerb zu gewährleisten. Aller Voraussicht nach wird das Festivali i Këngës wieder im Dezember im Zeitraum um die Weihnachtstage stattfinden. Seit dem Debüt Albaniens beim Eurovision Song Contest wurde das Festival alljährlich dazu genutzt, um den albanischen Beitrag für die Eurovision zu ermitteln.

Österreich
- Sowohl der Wiener Stadtrat als auch der Innsbrucker Gemeinderat haben in dieser Woche die Bewerbungen um die Ausrichtung des Eurovision Song Contests abgesegnet. Wie es etwa aus Innsbruck heißt, wurde die Bewerbung und damit verbundene Austragung des 70. Song Contests mit 22 zu 18 Stimmen befürwortet. "Es ist uns gelungen, gemeinsam mit Tourismus und Wirtschaft eine tolle Finanzierung aufzustellen.", erklärte Bürgermeister Anzengruber. Zuvor hatte bereits die Stadt Wien die finanziellen Rahmenbedingungen für eine mögliche Austragung geschaffen. Wo der Song Contest im kommenden Jahr stattfinden wird, soll im Laufe des Augusts entschieden und durch den ORF bekannt gegeben werden.

Irland
- Die Europäische Rundfunkunion hat auch zwei Monate nach dem Finale des Eurovision Song Contests offenbar noch nicht die vom irischen Sender RTÉ angeforderten detaillierten Aufschlüsselungen im Televoting des Finals 2025 offengelegt. Der irische Rundfunk fragte diese Zahlen an, nachdem im Zuschauervoting zehn Punkte an den israelischen Beitrag von Yuval Raphael gegeben wurden. Nach Angaben des Senders kann die Aufschlüsselung jedoch bis August diesen Jahres dauern. RTÉ ist eine von mehreren Rundfunkanstalten, die nach dem Finale des Song Contests eine aktive Debatte um die israelische Song Contest-Teilnahme fordern sowie die überaus hohe Punktezahl im Televoting anzweifeln.

Montag, 14. Juli 2025

Eurovision 2026: Wien und Innsbruck bleiben im Rennen


Österreich
- Die Bewerbungsphase ist abgeschlossen und die beiden einzigen verbliebenen Bewerbungen für die Austragung des Eurovision Song Contests 2026 in Österreich liegen auf dem Tisch. Der 70. Wettbewerb der Eurovision findet entweder in der österreichischen Hauptstadt Wien oder in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck statt. Dies meldet der ORF heute, nachdem bereits diverse Städte ihr Interesse an der Ausrichtung aus verschiedenen Gründen zurückzogen.

"Mit Wien und Innsbruck haben wir zwei sehr spannende und vielversprechende Bewerbungen vorliegen. Beide Städte bringen gute Rahmenbedingungen und spürbare Begeisterung für den ESC mit. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und auf den weiteren Austausch in den kommenden Wochen.", wird ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zitiert. In den kommenden Wochen werden der ORF und die EBU beide Bewerbungen gründlich abwägen und sich für einen Austragungsort entscheiden.

"Ich danke den Projektteams aus beiden Städten für ihre umfassenden und ebenso plausiblen wie kreativen Bewerbungen. Auf Grundlage der Unterlagen starten wir jetzt die Verhandlungen und werden uns dabei die Zeit nehmen, alle relevanten Aspekte im Detail zu erörtern.", erklärte Michael Krön, der erst vor wenigen Tagen als Executive Producer des Song Contests 2026 bestimmt wurde. Ob der Zuschlag nach Innsbruck oder Wien geht gibt der ORF vermutlich in der zweiten Augusthälfte bekannt.

Donnerstag, 10. Juli 2025

Bosnien-Herzegowina: Keine Rückkehr im Jahr 2026


 Bosnien-Herzegowina - Auch weiterhin bleibt das bosnische Fernsehen BHRT beim Eurovision Song Contest außen vor. Wie der Sender mit Sitz in Sarajevo gegenüber ESCtoday.com bestätigte, wird der von finanziellen Engpässen heimgesuchte bosnische Fernsehen auch im kommenden Jahr auf die Teilnahme am Song Contest in Österreich verzichten müssen. Delegationsleiterin Lejla A. Babović erklärte bereits vor wenigen Monaten, dass sich die Schulden bei der Europäischen Rundfunkunion auf über acht Millionen Euro belaufen.

Um jene Schulden begleichen zu können und sich erneut der Frage einer Teilnahme am Song Contest widmen zu können, bedarf es vor allem einer verlässlichen Finanzierung des Senders in Bosnien-Herzegowina sowie einem privaten Sponsoren, der die Teilnahme größtenteils stemmen könne. Auf diese Art und Weise nahm das Land zuletzt 2016 beim Eurovision Song Contest in Stockholm teil, wenngleich man im Halbfinale ausschied. Es war die bisher einzige Teilnahme, die für Bosnien-Herzegowina im Halbfinale endete.

Bosnien-Herzegowina nahm zwischen 1993 und 2012 regelmäßig am Eurovision Song Contest teil, verzichtete fortan mit Ausnahme von 2016 jedoch auf die Teilnahme am Wettbewerb, insbesondere aus finanziellen Gründen. Das Land hatte zuvor eine relativ erfolgreiche Bilanz im Wettbewerb. Die Europäische Rundfunkunion suspendierte den Sender BHRT später vom Nachrichtenaustausch der Organisation, da sich die Schulden des Senders häuften. Die EBU selbst appellierte in der Vergangenheit mehrfach an die bosnische Regierung, eine solide Finanzierungsgrundlage des öffentlich-rechtlichen Fernsehens sicherzustellen.

Dienstag, 8. Juli 2025

Litauen: LRT bestätigt Teilnahme 2026 in Österreich


Litauen
- Das nächste Land, das seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 in Österreich bestätigt hat, ist Litauen. Gegenüber ESCtoday.com erklärte der zuständige Sender LRT, dass man auch im nächsten Jahr wieder einen Interpreten zum Wettbewerb entsenden wird, auf welche Art und Weise dieser allerdings bestimmt wird ist noch nicht bekannt. Traditionell wird der litauische Interpret jedoch durch ein mehrwöchiges Vorentscheidungsmodell ermittelt.

Zuletzt wurde Litauen von Katarsis mit "Tavo akys" vertreten, die im Finale von Basel den 16. Platz belegten. Seit 2021 ist Litauen durchgängig im Finale des Eurovision Song Contests vertreten gewesen, zuletzt schied man 2019 mit Jurij Veklenko und "Run with the lions" aus. Alle Interpreten seither wurden durch einen nationalen Vorentscheid ermittelt, der zwar gelegentlich den Namen wechselt, vom Grund auf jedoch stets aus mehreren Vorrunden und einer Finalshow besteht.

Sobald nähere Informationen aus Vilnius vorliegen werden wir natürlich darüber berichten. Litauen ist das erste der drei baltischen Länder, das seine Teilnahmeabsichten in Österreich bestätigt hat. Das lettische Fernsehen LTV erklärte zwar ebenfalls, dass man dem Gewinner der Supernova eine Unterstützung in Höhe von 5.000 Euro zusichern werde, eine offizielle Teilnahmebestätigung liegt aus Lettland jedoch ebenso wenig vor wie aus Estland.