Irland - Kevin Bakhurst, Generaldirektor des irischen Senders RTÉ bestätigte heute Morgen in einem Radio-Interview bei "Morning Ireland" auf RTÉ Radio 1, dass der Rundfunk derzeit "keinen Grund" sehe, zum Eurovision Song Contest im nächsten Jahr zurückzukehren. Irland zog sich in diesem Jahr aufgrund der israelischen Song Contest-Teilnahme vom Wettbewerb in Wien zurück, ähnlich wie die Niederlande, Slowenien, Spanien und später auch Island.
"We haven’t started to think about next year and there’s a long way to go. Our rationale still holds, civilians are still dying in smaller numbers, but they are still dying in significant numbers in Gaza, and also in Lebanon. Journalists are still being targeted, and they still have been up to recently.", so Bakhurst. Als nationaler Rundfunk, für den die Unabhängigkeit und der Schutz von Journalisten sowie Menschenrechte von großem Wert sind, gäbe es momentan keinen Grund die bestehende Meinung zu ändern. Man werde die Situation in den nächsten Monaten erneut bewerten.
RTÉ zog seine Teilnahme unmittelbar nach der Generalversammlung der EBU in Genf zurück. Sowohl führende Politiker in der Republik Irland als auch ein Großteil der Bevölkerung zeigt sich pro-palästinensisch und übt scharfe Kritik am israelischen Vorgehen. Im Mai 2024 erkannte Irland Palästina gemeinsam mit Norwegen und Spanien als unabhängigen Staat an. Irland ist nach wie vor Rekordsieger beim Eurovision Song Contest, der letzte Sieg von Eimear Quinn jährte sich gestern zum 30. Mal.








