Sonntag, 31. Mai 2026

News-Splitter (1156)


Bulgarien
- Die bulgarische Regierung hat das Organisationskomitee für die Koordination des Eurovision Song Contest 2027 zusammengestellt. Als Vorsitzender wird der stellvertretende Premierminister Ivo Hristov agieren. Daneben sind u.a. der stellvertretende Finanzminister Galab Donev, das Außenministerium sowie das Kultur-, Jugend- und Sportministerium und die Generaldirektorin des öffentlich-rechtlichen Senders BNT, Milena Milotinova, beteiligt. Bis zum 30. Juni sollen diese Minister den Aktionsplan für die Organisation des Wettbewerbs 2027 zusammenstellen.

Italien
- Der vierte Abend von San Remo könnte laut italienischen Medien grundlegend verändert werden. In der Vergangenheit diente dieser Abend dazu, den Teilnehmern im Duett mit anderen Künstlern einen Coversong darbieten zu lassen. Nunmehr plant man offenbar, die vierte Show ausschließlich dazu zu verwenden, einen Beitrag für den Eurovision Song Contest zu finden. Plattenfirmen und die Föderation der italienischen Musikindustrie hätten sich dafür ausgesprochen, den Song Contest-Beitrag unabhängig vom Sieger des Festivals zu küren. Die RAI hat die Meldungen bisher nicht kommentiert.

Neuseeland
- Der neuseeländische Sender TVNZ scheint am Erwerb der Übertragungsrechte für den Eurovision Song Contest interessiert zu sein. Wie "The Post" berichtet, gäbe es Gespräche über den Erwerb jener Rechte: "Wir haben die Möglichkeit geprüft, sind aber noch nicht zu einem Ergebnis gekommen.", wird ein Sprecher von TVNZ zitiert. Man plane jedoch nicht, aktiv am Wettbewerb teilzunehmen. Damit seien sowohl der europäische als auch der geplante asiatische Ableger gemeint. Der Wettbewerb wurde in der Vergangenheit unregelmäßig in Neuseeland übertragen, 1992 erstmals durch TVNZ, später von Stratos und BBC UKTV.

Samstag, 30. Mai 2026

Vereinigtes Königreich: Boy George möchte Song schreiben


Vereinigtes Königreich
- Im Halbfinale von Wien schied Boy George als Sidekick von Senhit für San Marino aus, bei den LGBT-Awards im Vereinigten Königreich schwärmte der 64jährige jedoch vom Song Contest. Zudem erklärte er im Interview in der "Chris Moyles Show" bei Radio X, dass er den Wunsch hege, im kommenden Jahr den britischen Song Contest-Beitrag zu schreiben. Er betont, dass das UK zahlreiche Weltstarts hervorgebracht hat, es beim Song Contest aber immer wieder scheitert.

"Ich finde, der Schwerpunkt sollte auf dem Song liegen. Schreibt zuerst den Song, dann sucht den Sänger. Ihr braucht jemanden mit einer Wahnsinnsstimme, so eine richtig kraftvolle, europäische Stimme, die bis in den Himmel reicht (...) und der Song sollte eine Ballade sein, die sich als Disco ausgibt, die vorgibt irisch zu sein, aber ein bisschen schwul ist. Ich meine, das ist so typisch Eurovision...", wird Boy George zitiert und fügte hinzu, er wolle den Song lieber schreiben als ihn zu performen.

Die BBC hat sich bislang nicht weiter zum Song Contest geäußert, nach dem erneuten letzten Platz für Look Mum No Computer mit lediglich einem Punkt von der ukrainischen Jury, gab es bisher keinerlei weitergehenden Informationen von der BBC zum nächsten Jahr. Der bulgarische Siegertitel "Bangaranga" hat vergangene Woche unterdessen die #21 der britischen Singlecharts erreicht. In Deutschland erreichte Dara vergangene Woche sogar die #1, was seit "Euphoria" keinem Song Contest-Sieger mehr gelungen ist.

Montag, 25. Mai 2026

Bangladesch: Vorentscheid für Eurovision Asia geplant


Bangladesch
- Der Eurovision Song Contest Asia nimmt Gestalt an, mittlerweile hat auch NTV, der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Bangladesch einen nationalen Vorentscheid für das Finale am 14. November in Bangkok angekündigt. Demnach läuft die Bewerbungsphase bis zum 10. Juni, es gelten die allgemeinen Eurovisionsbestimmungen, erwünscht sind Originalsongs, die nicht länger als drei Minuten sind.

Künstler werden gebeten mit einem Plattenlabel zusammenzuarbeiten, Interpreten ohne festes Label werden von Voxovation einem Label zugewiesen. Der bangladeschische Vorentscheid wird mit zwölf Acts über die Bühne gehen, die Teilnehmer werden von NTV am 21. Juni bekannt gegeben. Der Vorentscheid selbst wird am 23. August in Dhaka stattfinden. Angekündigt wurde eine Publikumsabstimmung, eine Juryabstimmung ist optional.

Zuschauer müssen, so die ersten Regularien, für mindestens drei Interpreten abstimmen um einen Vorteil von Fanclubs einzelner Künstler zu vermeiden. Der Sieger des Vorentscheids vertritt Bangladesch beim Debüt des Eurovision Song Contest Asia in Bangkok. Neben Bangladesch hat u.a. der nepalesische und der philippinische Rundfunk einen nationalen Vorentscheid angekündigt, bislang sind zehn Nationen für den Wettbewerb gemeldet.

Sonntag, 24. Mai 2026

Eurovision: EBU feiert 70 Jahre Eurovision Song Contest


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion feiert heute den 70. Geburtstag des Eurovision Song Contests. Am 24. Mai 1956 moderierte Lohengrin Filipello den ersten Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea, an dem sieben westeuropäische Länder teilnahmen. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, hat die EBU verschiedensten Content zur Verfügung gestellt, darunter eine remasterte Aufnahme des ersten Siegerbeitrags "Refrain" von Lys Assia.

Song Contest-Direktor Martin Green sagte: "Seit 70 Jahren zeigt der Eurovision Song Contest, was möglich ist, wenn öffentlich-rechtliche Sender mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten: Momente der Freude, der Emotionen und der Verbundenheit zu schaffen, die Grenzen überwinden.", seinem Grundgedanken, Menschen durch Musik zusammenzubringen folge man noch heute. 

Zum anderen hat die EBU ein Video mit dem Titel "Crossing the Bridge", untermalt von Ingrid Peters Song Contest-Beitrag 1986 "Über die Brücke geh'n" veröffentlicht, bei dem sich Teilnehmer des Wettbewerbs in den Armen liegen. Zu guter Letzt wurde mit Eurofan Voice eine Umfrage ins Leben gerufen, die Zuschauer animieren soll, aktiv den Wettbewerb mitzugestalten. An der Umfrage, die zwischen fünf und zehn Minuten dauert, kann man bis zum 7. Juni hier teilnehmen.

Samstag, 23. Mai 2026

News-Splitter (1155)


Bulgarien
- Unmittelbar nach dem Sieg von Dara beim Song Contest in Wien erklärte BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova, dass die Show im kommenden Jahr in Sofia stattfinden wird. Nachdem sich nunmehr aber auch Burgas, Varna und Plowdiw für die Ausrichtung interessieren, hieß es heute vom Sender BNT, dass man voraussichtlich Mitte kommender Woche, nachdem man die 200seitige "Bibel" mit den Anforderungskriterien der EBU übersetzt und durchgearbeitet habe, einen Bewerbungsprozess interessierter Städte mit den erforderlichen Kriterien starten werde.

Kosovo
- Der kosovarische Rundfunk RTK hat die Rückkehr der Show "Akordet e Kosovës" angekündigt, um diesen in Zukunft als Vorentscheid für den Eurovision und Junior Eurovision Song Contest nutzen zu können. Das Festival ersetzt das Festivali i Këngës, welches in den vergangenen drei Jahren stattfand. Ziel sei es, die kosovarische Musikszene zu fördern und gleichzeitig, sollte der Sender EBU-Vollmitglied werden, ein Format zur Ermittlung des nationalen Beitrags für die Eurovision zu finden. RTK bewirbt sich seit Jahren vergeblich um die Mitgliedschaft in der Rundfunkunion.

Niederlande
- Gegenüber der Nachrichtenagentur AD erklärte der niederländische Rundfunk Omroep Max, dass man gerne für die Niederlande am Song Contest teilnehmen wolle, sollte sich der bisher zuständige Sender AVROTROS weiterhin für einen Boykott der Veranstaltung aussprechen. "Der Eurovision Song Contest ist wichtig für die Niederlande, und ich denke, wir sollten einfach mit einem Künstler teilnehmen... Auch wenn wir das Vorgehen der israelischen Regierung verurteilen, muss das nicht zu einem Boykott führen.", so Generaldirektor Jan Slatter. AVROTROS wartet die Entwicklungen innerhalb der EBU ab, Omroep Max ist ebenfalls Mitglied der EBU.

Freitag, 22. Mai 2026

Ungarn: Kulturminister soll Rückkehr-Optionen prüfen


Ungarn
- Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar erklärte, dass er den Kulturminister bzw. Staatssekretär beauftragt hat, die mögliche Rückkehr Ungarns zum Eurovision Song Contest zu prüfen. In einem Interview mit dem ORF erklärte Magyar, die Entscheidung ob Ungarn zurückkehrt läge nicht bei ihm, er sehe jedoch keinen Grund, warum Ungarn nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen sollte.

"Es ist nicht meine Entscheidung, ob Ungarn erneut an diesem Wettbewerb teilnimmt. Ich habe viele Briefe und Bitten von jungen Menschen erhalten, Ungarn für diesen Wettbewerb zu nominieren. Daher werde ich den Kulturminister bzw. den Staatssekretär beauftragen, unsere Möglichkeiten zu prüfen (...)", so Magyar. Die endgültige Entscheidung liegt beim öffentlich-rechtlichen Sender MTVA.

Dieser wurde in den vergangenen Jahren massiv nach dem Willen Orbáns umgestaltet und ist stark unter staatliche Kontrolle geraten. MTVA hat nach dem Rückzug im Anschluss an den Song Contest 2019 nie formell einen Grund genannt, warum Ungarn sich vom Wettbewerb zurückgezogen hat. Ab 2020/21 setzte MTVA aus und formte seinen ursprünglichen Vorentscheid "A Dal" zum einem nationalen Musikfestival um.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Luxemburg: Regierung will Teilnahme weiterhin fördern


Luxemburg
- Der luxemburgische Premier- und Medienminister Luc Frieden bekräftigte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, dass das Land auch künftig am Eurovision Song Contest teilnehmen werde. Auf Anfrage eines Parlamentsmitgliedes erklärte Frieden, dass die Regierung auch weiterhin dafür einstehe, luxemburgische Beiträge zum Eurovision Song Contest zu schicken. Dies meldete auch der verantwortliche Sender RTL.

Der Premierminister betonte die Wichtigkeit des Eurovision Song Contests, die Sichtbarkeit des Großherzogtums auf europäischer und internationaler Ebene zu stärken. Bereits jetzt laufen Gespräche mit den Organisatoren des Luxembourg Song Contests, man plane die nationale Musikszene aktiv in den Vorentscheid einzubinden. "Es ist uns wichtig sicherzustellen, dass dies den luxemburgischen Sängerinnen und Sängern wirklich einen Schub gibt.", so Frieden.

Er lobte die Zusammenarbeit mit RTL sowie der Rockhal, dem Austragungsort der bisherigen Ausgaben des luxemburgischen Vorentscheids in Esch-sur-Alzette und möchte dieses Format mit staatlichen Geldern auch im kommenden Jahr fördern. Luxemburg kehrte 2024 nach 30jähriger Pause zum Eurovision Song Contest zurück, schaffte es zweimal mit Tali und Laura Thorn ins Finale, schied 2026 jedoch mit "Mother Nature" von Eva Marija im Halbfinale aus.

Nordmazedonien: MRT-Direktor bestätigt Rückkehr für 2027


Nordmazedonien
- MRT-Generaldirektor Zoran Ristoski bestätigte heute bei einem Treffen des Programmrates, an dem diverse Medienvertreter teilgenommen haben, dass Nordmazedonien nach vierjähriger Pause wieder einen Vertreter zum Eurovision Song Contest schicken wird. Ristoski sagte, dass die EBU den Sender kulturell unterstütze und daher scheinbar Budget für die Teilnahme in Bulgarien 2027 vorhanden sei.

Nordmazedonien musste sich nach dem Song Contest 2022 in Turin aus finanziellen Gründen zurückziehen, bis dahin nahm man regelmäßig ab 1998 am Wettbewerb teil, geprägt von einer kontinuierlichen Qualifikationsrate Mitte der 2000er Jahre und der Bestplatzierung von Tamara Todevska beim Song Contest 2019 und dem siebten Rang mit "Proud", das damals auch Sieger im Juryvoting wurde.

Anschließend verzichtete der Sender trotz stetiger Diskussionen über eine mögliche Rückkehr auf die Teilnahme, nahm den Wettbewerb jedoch konsequent in sein TV-Programm auf und hat weiterhin alle Shows live übertragen. Nordmazedonien ist damit das erste Land, das sein Comeback beim Eurovision Song Contest im kommenden Jahr bestätigt hat, weitere Einzelheiten wurden noch nicht genannt.

Dienstag, 19. Mai 2026

Irland: RTÉ hält an bisheriger Meinung fest


Irland
- Kevin Bakhurst, Generaldirektor des irischen Senders RTÉ bestätigte heute Morgen in einem Radio-Interview bei "Morning Ireland" auf RTÉ Radio 1, dass der Rundfunk derzeit "keinen Grund" sehe, zum Eurovision Song Contest im nächsten Jahr zurückzukehren. Irland zog sich in diesem Jahr aufgrund der israelischen Song Contest-Teilnahme vom Wettbewerb in Wien zurück, ähnlich wie die Niederlande, Slowenien, Spanien und später auch Island.

"We haven’t started to think about next year and there’s a long way to go. Our rationale still holds, civilians are still dying in smaller numbers, but they are still dying in significant numbers in Gaza, and also in Lebanon. Journalists are still being targeted, and they still have been up to recently.", so Bakhurst. Als nationaler Rundfunk, für den die Unabhängigkeit und der Schutz von Journalisten sowie Menschenrechte von großem Wert sind, gäbe es momentan keinen Grund die bestehende Meinung zu ändern. Man werde die Situation in den nächsten Monaten erneut bewerten.

RTÉ zog seine Teilnahme unmittelbar nach der Generalversammlung der EBU in Genf zurück. Sowohl führende Politiker in der Republik Irland als auch ein Großteil der Bevölkerung zeigt sich pro-palästinensisch und übt scharfe Kritik am israelischen Vorgehen. Im Mai 2024 erkannte Irland Palästina gemeinsam mit Norwegen und Spanien als unabhängigen Staat an. Irland ist nach wie vor Rekordsieger beim Eurovision Song Contest, der letzte Sieg von Eimear Quinn jährte sich gestern zum 30. Mal. 

Montag, 18. Mai 2026

News-Splitter (1154)


Moldawien
- Vlad Țurcanu ist nach der massiven Kritik an der moldawischen Jurywertung als TRM-Generaldirektor zurückgetreten. Das Ergebnis, welches die Jury unabhängig erstellt hatte, wurde unmittelbar nach der Show kritisiert, da u.a. Rumänien lediglich drei und die Ukraine keine Punkte erhielten. "Die Jury, die beim Eurovision Song Contest die Punktzahl vergeben hat, repräsentiert nicht die Position von Tele-Radio Moldova". Gleichzeitig bestätigte er, dass die Abstimmung unabhängig und in Einklang mit den Regeln stattfand. 

Bulgarien
- "Diese Woche werde ich sie zusammen mit den zuständigen Ministern in den Ministerrat einladen, um zu klären, welche Ressourcen für die Vorbereitungen im nächsten Jahr benötigt werden und wie wir diese organisieren sollten, damit Bulgarien sich würdevoll präsentieren kann. Dies ist eine große Chance für uns in vielerlei Hinsicht.", sagte Bulgariens frisch gebackener Ministerpräsident Rumen Radev. Er gratulierte Dara und BNT zum Sieg und für die Professionalität ehe er zu einem Staatsbesuch nach Deutschland aufbrach.

Russland
- Während ESC-Direktor Martin Green in Wien das zweifelhafte Statement setzte, dass Russland theoretisch zurückkehren könnte, sofern der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder den Werten der Eurovision entspricht, steuert Russlands Außenminister Sergej Lawrow dem nun entscheidend entgegen. Russland sei "nicht in der Lage, die Kriterien zu erfüllen, die derzeit die Teilnehmer des Eurovision Song Contest definieren", die er als "offenen Satanismus" bezeichnete. Das russische Außenministerium organisierte im vergangenen Jahr erstmals mit dem Intervision Song Contest eine eigene Gegenveranstaltung.

News-Splitter (1153)


Bulgarien
- Auch wenn die Sache relativ klar erschien, so scheinen neben der Hauptstadt Sofia noch weitere Städte Interesse an einer Austragung des 71. Eurovision Song Contests im nächsten Jahr signalisiert haben. So liegen erste Interessensbekundungen aus den Schwarzmeerstädten Varna und Burgas sowie aus Plowdiw vor. Neben der Arena Sofia, die eine Kapazität von rund 17.900 Plätzen bei Konzerten bietet, erfüllt lediglich die Arena Burgas mit 14.500 Zuschauerplätzen die Kriterien der EBU. Beide Locations hätten demnach höhere Kapazitäten als etwa die Hallen in Liverpool und Basel in den letzten Jahren.

Luxemburg
- Dave Gloesener aus der luxemburgischen Song Contest-Delegation erklärte nach dem Finale von Wien, dass die weitere Teilnahme des Großherzogtums von der Regierung des Landes und deren Finanzierung abhängt. Die Regierung unterstützte RTL im Zeitraum von 2023 bis 2026 finanziell. Die Unterstützung sei jedoch nicht an den Erfolg des Landes im Wettbewerb gekoppelt hieße es. In den kommenden Wochen werden sich Vertreter von RTL mit Regierungsvertreten treffen um die zukünftige Teilnahme am Song Contest zu besprechen.

Philippinen
- Wie bereits beim Song Contest-Finale in Wien angekündigt, findet im November in Bangkok tatsächlich der erste asiatische Ableger statt. Hierfür haben bereits zehn Nationen zugesagt, darunter die Philippinen. Der Sender ABS-CBN bestätigte nun, dass es einen nationalen Vorentscheid geben wird, der im August diesen Jahres stattfinden soll. Nähere Informationen sollen in Kürze folgen. Daneben haben bislang Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, Südkorea, Thailand und Vietnam zugesagt.

Sonntag, 17. Mai 2026

Eurovision 2026: Halbfinalergebnisse und Analyse


Österreich
- Der Eurovision Song Contest wird nach dem Sieg von Dara in Wien aller Voraussicht nach in Sofia stattfinden, wie BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova bei der Pressekonferenz der Sieger bekanntgab. Bulgarien sei bereit den Song Contest im kommenden Jahr auszutragen, heißt es. Offenbar sei kein Bewerbungsprozess wie etwa in Schweden oder Österreich geplant und Sofia sei als Austragungsort nahezu gesetzt.

Bereits im Halbfinale lag Dara mit "Bangaranga" deutlich vor Rumänien und Australien, die EBU veröffentlichte in der Nacht die detaillierten Wertungsergebnisse auf ihrer Website. So gewann Israels Sänger Noam Bettan das erste Halbfinale am Dienstag, wäre dort ein reines Televoting zum Einsatz gekommen hätten sich dort Estland und Montenegro statt Schweden und Belgien qualifiziert. Im zweiten Halbfinale hätte sich die Schweiz statt Tschechien qualifiziert.

Das Ergebnis des ersten Halbfinals (Jury- und Zuschauervoting):
Für das Finale qualifiziert:
01. - 269 (106+163) -Israel - Noam Bettan - Michelle
02. - 247 (137+110) -Polen - Alicja Szemplińska - Pray
03. - 227 (127+100) -Finnland - Linda Lampenius x Pete Parkkonen - Liekinheitin
04. - 208 (062+146) -Moldawien - Satoshi - Viva, Moldova!
05. - 187 (056+131) -Serbien - Lavina - Kraj Mene
06. - 175 (085+090) -Kroatien - Lelek - Andromeda
07. - 159 (088+071) -Griechenland - Akylas - Ferto
08. - 101 (046+055) -Litauen - Lion Ceccah - Sólo Quiero Más
09. - 096 (079+017) -Schweden - Felicia - My System
10. - 091 (081+010) -Belgien - Essyla - Dancing On The Ice
Ausgeschieden:
11. - 079 (033+046) -Estland - Vanilla Ninja - Too Epic To Be Too
12. - 074 (039+035) -Portugal - Bandidos De Cante - Rosa
13. - 071 (026+045) -Montenegro - Tamara Živković - Nova Zora
14. - 041 (018+023) -San Marino - Senhit feat. Boy George - Superstar
15. - 005 (003+002) -Georgien - Bzikebi - On Replay

Das Ergebnis des zweiten Halbfinals (Jury- und Zuschauervoting):
Für das Finale qualifiziert:
01. - 278 (094+184) -Bulgarien - Dara - Bangaranga
02. - 234 (087+147) -Rumänien - Alexandra Căpitănescu - Choke Me
03. - 222 (137+085) -Australien - Delta Goodrem - Eclipse
04. - 206 (109+097) -Norwegen - Jonas Lovv - Ya Ya Ya
05. - 199 (124+075) -Dänemark - Søren Torpegaard Lund - Før Vi Går Hjem
06. - 174 (075+099) -Ukraine - Leléka - Ridnym
07. - 158 (045+113) -Albanien - Alis - Nân
08. - 143 (084+059) -Malta - Aidan - Bella
09. - 142 (108+034) -Tschechien - Daniel Žižka - Crossroads
10. - 122 (047+075) -Zypern - Antigoni - Jalla
Ausgeschieden:
11. - 108 (048+060) -Schweiz - Veronica Fusaro - Alice
12. - 060 (026+034) -Luxemburg - Eva Maria - Mother Nature
13. - 049 (028+021) -Lettland - Atvara - Ēnā
14. - 049 (030+019) -Armenien - Simón - Paloma Rumba
15. - 002 (002+000) -Aserbaidschan - Jiva - Just Go

Während die Freude über den Sieg Bulgariens überwiegt, hat der gestrige Abend einmal mehr gezeigt, wie kontrovers und politisch die Veranstaltung am Ende doch ist. Nach der Bekanntgabe der Televotingstimmen für Israel ertönte lautes Buhen in der Wiener Stadthalle. Fünf Länder blieben dem 70. Jubiläum aufgrund der Teilnahme Israels fern. Während Moderator Michael Ostrowski während der Show angab, sie seien jederzeit willkommen, sagte u.a. der flämische Sender VRT bereits, dass eine Teilnahme aktuell unwahrscheinlich sei.

VRT, das im nächsten Jahr für die belgische Organisation zuständig ist, erklärte Sprecherin Yasmine Van der Borght: "Heute stehen die Chancen schlecht, dass VRT nächstes Jahr einen Künstler entsendet. Wir erwarten von der EBU (...) eine klare Stellungnahme gegen Krieg und Gewalt und für die Achtung der Menschenrechte. Wir fordern daher einen klaren Rahmen für die Teilnahme, eine offene Debatte und eine direkte Abstimmung unter den EBU-Mitgliedern. Bislang haben wir darauf keine ausreichende Antwort erhalten. (...)"

Ähnlich äußert sich das niederländische Fernsehen AVROTROS, das Bulgaerien gratulierte: "Natürlich stellt sich damit die Frage, ob die Niederlande nächstes Jahr auf dem bulgarischen Podium stehen werden. Bevor wir dazu etwas sagen können, warten wir die EBU-Bewertung ab. Darauf basierend werden wir Gespräche mit AVROTROS aufnehmen." Darüber hinaus blieben in diesem Jahr Irland, Slowenien und Spanien der Show fern. Ungeachtet der bevorstehenden Diskussionen verzeichnet die ARD den Eurovision Song Contest als Erfolg. 

Wie DWDL.de berichtet, waren fast neun Millionen Zuschauer in der Zielgruppe der 14- bis 49jährigen dabei, der Marktanteil lag bei mehr als 60%. Deutschland belegte den 23. Platz, erhielt dabei vier Jurypunkte aus Italien und Portugal sowie zwei Punkte aus Belgien und Bulgarien. Von den Zuschauern gab es keine Punkte, am ehesten war "Fire" noch in Luxemburg gefragt, dort landete der Titel auf der 11., in Österreich und der Schweiz auf der 13. Im Rest of the World-Voting landete Deutschland auf dem letzten Platz.

Während die deutsche Jury ihre Höchstwertung an Polen gab, gefolgt von Italien und Finnland stimmten die Zuschauer für Israel, das die Höchstwertung erhielt, gefolgt von Bulgarien, Griechenland, Kroatien und Italien. Österreich erhielt fünf Punkte, Polen vier, Moldawien drei, die Ukraine zwei und Rumänien einen Punkt. Die fünf Punkte von Deutschland an Österreich sollten auch die einzigen Zuschauerstimmen für Cosmó des Abends bleiben. Weniger Punkte erhielt lediglich das UK, das ohne den einen Punkt aus der Ukraine gänzlich punktelos dagestanden hätte.

Alle Wertungsdetails kann man sich hier bei Eurovision.com anschauen.