Sonntag, 1. April 2018

Kroatien: Ursachenforschung in Zagreb



Kroatien - In den letzten Tagen gab es wieder einmal einen Sturm im Wasserglas, diesmal geht es um Plagiatsvorwürfe in Kroatien. Der kroatischen Delegation wurde, insbesondere von einem rumänischen Interpreten namens Guez vorgeworfen, den Instrumentalteil von einem seiner Lieder abgekupfert zu haben. Sein Lied wurde tatsächlich zwei Wochen vor dem kroatischen Song Contest-Beitrag bei Youtube veröffentlicht, inzwischen hat das kroatische Fernsehen in einem Statement reagiert.

Aus Zagreb heißt es vom Komponisten Branimir Mihaljević: "Das gesamte Lied ist ganz allein das Ergebnis unserer Arbeit." Sein Co-Autor Denis Mevlja produziert Beatfolgen und vertreibt diese Lizenzen. Einem Fehler ist es geschuldet, dass das hochgeladene Songfile, das auch beim kroatischen Song Contest-Beitrag verwendet wurde, versehentlich in einem Online-Shop erhältlich war. "Der Song "Crazy" wurde exklusiv und ausschließlich für den Eurovision Song Contest produziert, diese Situation hätte nie passieren dürfen.", heißt es weiter.

Diese Lizenz erwarb der rumänische Interpret Guez für seinen Song "Blame me", nach Standpunkt der kroatischen Delegation zu Unrecht. Unabhängig davon, wer am Ende von wem geklaut haben könnte, sollte der kroatische Titel, gesungen von Franka Batelić ohne größere Probleme am Eurovision Song Contest teilnehmen dürfen, schließlich gilt es zu beweisen, dass es sich gemäß der EBU-Regularien tatsächlich um ein Plagiat handelt. Franka nimmt mit "Crazy" am ersten Halbfinale von Lissabon am 8. Mai teil.

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