Freitag, 19. Januar 2018

Türkei: Abdi İpekçi Arena wird abgerissen



Türkei - Es war Sertab Erener zu verdanken, dass der Eurovision Song Contest 2004 in Istanbul ausgetragen wurde. Im Mai jenen Jahres wurde der Wettbewerb in der Abdi İpekçi Arena im Stadtteil Zeytinburnu ausgetragen. Benannt wurde die bis zu 12.500 Besucher fassende Halle nach einem Journalisten, der 1979 erschossen wurde und als einer der bedeutendsten Journalisten des Landes galt. 1986 wurde der Komplex eröffnet, nunmehr soll er abgerissen werden.

Die Baukosten betrugen seinerzeit 13,8 Millionen Dollar. Die Halle war Austragungsort der Basketball-Weltmeisterschaft 2010, von Schwimm- und Volleyball-Veranstaltungen, diverser Konzerte und anderer Events. Die Basketball-Abteilung von Galatasaray Istanbul plant demnächst in eine neue Arena umzuziehen. Heute erklärte der Präsident der türkischen Basketball-Föderation Hidayet Türkoğlu, dass der Abbruch der Halle in Kürze beginnen wird. 

Es war das bisher einzige Mal, dass der Eurovision Song Contest auf türkischem Boden stattfand und wird es voraussichtlich auch noch eine ganze Weile bleiben, nachdem der türkische Staatssender TRT 2012 seinen Rückzug vom Wettbewerb bekannt gab. Als Gründe hierfür nannte der Sender die Ungerechtigkeit nach Wiedereinführung der Jurys sowie die Bevorzugung der Big Five, die automatisch für das Finale qualifiziert sind. Zuletzt nahm die Türkei 2012 mit Can Bonomo in Baku teil.

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