Dienstag, 26. September 2017

Ukraine: EBU fürchtet Unterfinanzierung von UA:PBC



Ukraine - Die Europäische Rundfunkunion macht sich einmal mehr Sorgen um die Unterfinanzierung einer ihrer Mitgliedssender. In diesem konkreten Fall betrifft es den diesjährigen Gastgeber, das ukrainische Staatsfernsehen UA:PBC, offenbar stehen dem Sender für das Jahr 2018 nur rund die Hälfte der gesetzlichen festgeschriebenen staatlichen Beiträge zu.

Eine gleichbleibende Medienförderung sei unabdingbar, um die europäische Integration in der Ukraine zu fördern und einen soliden und unabhängigen Sender aufrechtzuerhalten, heißt es in einer Pressemitteilung aus Genf. Demnach würden lediglich 0,2% des Staatshaushalts in den Sender fließen, umgerechnet wären dies etwa 40 Millionen Euro, einer der kleinsten Senderhaushalte in ganz Europa.

Generaldirektor Zurab Alasania erklärte bereits im Vorjahr, dass es harte Zeiten für das ukrainische Fernsehen seien. Der neue EBU-Generaldirektor Noel Curran sagte: "Die EBU fordert die ukrainische Regierung auf, eine angemessene, gerechte und unabhängige Finanzierung für UA:PBC im Einklang mit dem ukrainischen Gesetz und den europäischen Normen zu gewährleisten."

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