Samstag, 5. August 2017

Ukraine: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Scooter



Deutschland/Ukraine - Obwohl die ukrainischen Behörden sie vorher gewarnt haben und Konsequenzen angedroht haben, ist die Technoband Scooter, die 2004 mit "Jigga jigga" am deutschen Vorentscheid in der Berliner Treptow-Arena hinter Max Mutzke Zweite wurde, bei einem umstrittenen Konzert auf der Halbinsel Krim aufgetreten. Mit den Worten "Spassibo, Crimea. See you next time.", dankten sie dort ihren Fans.

Werden so bald nicht mehr in
die Ukraine reisen: Scooter
Nun ermittelt die ukrainische Staatsanwaltschaft aufgrund des unerlaubten Einreisens via Russland auf die Krim. Die dpa beruft sich in ihrer Meldung auf die ukrainische Nachrichtenagentur Unian. Demnach sollen auch deutsche Behörden ihren Teil dazu beitragen, bei der Befragung der Band Rechtshilfe zu leisten. Laut Protokoll könnte den Mitgliedern von Scooter im schlimmsten Fall bis zu acht Jahre Haft drohen, heißt es.

Die Band trat am Freitagabend im Rahmen des ZB-Festivals in Balaklava bei Sewastopol auf. Der ukrainische Botschafter Andrey Melnyk erklärte, die illegale Einreise sei "ein Verbrechen mit schwerwiegenden rechtlichen Folgen. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine gravierende Straftat, die weltweit geahndet wird." Von einer Einreise in die Ukraine ganz zu schweigen. H.P. Baxxter sagte im Vorfeld des Konzerts: "Das Ziel unserer Krim-Reise ist nicht, dort Politik zu machen. Wir wollen unseren dortigen Fans eine Show anbieten." Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti jedenfalls spricht von einem gelungenen Festivalabend.

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