Donnerstag, 24. August 2017

Kosovo: Debüt wird wohl auf sich warten lassen


Kosovo - Die Europäische Rundfunkunion hat sich in einem neuerlichen Statement zu einem möglichen Debüt des Kosovo am Eurovision Song Contest geäußert. In ihrer aktuellen Mitteilung heißt es darin, dass dem Kosovo momentan der Zugriff auf das Eurovisionsnetzwerk verwehrt bleibt, die EBU allerdings unter Umständen eine Ausnahme ermöglichen könnte und RTK die Berechtigung erhält.

"Der Kosovo kann nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen, da er weder ein EBU-Mitglied noch ein assoziiertes Mitglied ist. Die Statuten der EBU besagen, dass ein Mitglied aus einem Land sein muss, das in der Internationalen Telekommunikationsunion oder Mitglied im Europarat sein muss. Der Kosovo ist weder noch.", so die EBU gegenüber ESCtoday.com. Allerdings: "Die ESC Reference Group kann von Fall zu Fall eine Ausnahme von diesen Regeln machen.", so das Schlusszitat.

Dennoch erscheint ein Debüt des Kosovo als sehr unwahrscheinlich, zumal Serbien in diesem Fall wohl protestieren dürfte. Der Sender RTK in Priština hat den Song Contest in der Vergangenheit regelmäßig übertragen und engagiert sich um eine Teilnahme. Trotz aller Bestrebungen dürfte ein Debüt in Lissabon äußert unwahrscheinlich sein. Lediglich 2011 nahm der Kosovo an einer Eurovisionsveranstaltung teil, damals wurde Tringa Hysa für den Eurovision Young Dancers ausgewählt. Inzwischen haben 111 UN-Mitglieder den Kosovo als unabhängige Nation anerkannt.

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