Donnerstag, 15. Juni 2017

Krim: Kritik an Scooter-Auftritt in Balaklava



Deutschland/Ukraine - Die Elektroband Scooter um Frontsänger H.P. Baxxter, die 2004 mit "Jigga jigga" noch beim deutschen Vorentscheid teilnahm, steht aktuell in der Kritik. Auf dem offiziellen Tourprogrammplan der Band steht neben Auftritten in Skandinavien und Polen auch der Ort Balaklava, einem Stadtteil von Sewastopol auf der annektierten Halbinsel Krim. Dort ist laut Tourplan ein Auftritt beim ZB Festival am 4. August geplant.

"Wir fahren nicht auf die Krim, um dort Politik zu machen, sondern weil wir dort unsere Fanbase haben. Der wollen wir etwas bieten.", so H.P. Baxxter gegenüber der BILD. Der Manager von Scooter ergänzte, es sei ihnen gar nicht bewusst gewesen, dass man sich hier in einen politischen Konflikt hineinbewegt: "Unsere Musik ist völlig unpolitisch und wir wollen uns aus politischen Dingen raushalten. Wir besuchen die Ukraine und Russland seit 1995 und haben dort viele Fans, die sich auf Scooter freuen."

Die Einreise auf die Krim ist, wie der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Yevhen Yenin zitiert wird, für Ausländer nur mit einer Sondergenehmigung und über die Kontrollpunkte zum ukrainischen Festland gestattet. Neben einer Einreisesperre in die Ukraine drohen je nach Schwere des Falles Haftstrafen von bis zu acht Jahren. Wie es weiter heißt, gäbe es bereits Verfahren gegen mehrere Ausländer, die diese Regelung missachtet und über Russland eingereist sind. Zudem verstieße man gegen das Gesetz über Konzerttätigkeit, welches vorsieht, dass Konzerte auf der Krim nur von ukrainischen Unternehmen vermittelt werden dürfen.

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