Donnerstag, 4. Mai 2017

Tag 5: Vermischtes aus Kiew



Ukraine - Und schon ist auch der fünfte Tag in Kiew vorbei. Ein Großteil der Kandidaten in Semifinale 1 hat erneut geprobt und es gibt wenige Neuerungen im Vergleich zu den ersten Proben. Während sich Tschechien gesteigert hat, stellt Belgien leider den Totalausfall des Tages dar. Die arme Blanche, man möchte sie nur in den Arm nehmen, kann ihr die Last aber auch nicht abnehmen. Was in der Studioversion verraucht und düster klingt, hört sich auf der Bühne an, wie ein Mädchen, das dem Elend entfliehen will. 

Das sehen die Buchmacher inzwischen genauso, Belgien befindet sich im freien Fall, während Finnland sich Stück für Stück nach vorn mausert. Auch ich als Gegner des Liedes muss sagen, dass die Probe heute tadellos war. Deutschland ist ein bisschen nach hinten durchgereicht worden, aber Levina probt ja erst morgen. Überhaupt, morgen erleben wir endlich auch die Big Five sowie die Gastgeber aus der Ukraine. Dann werden wir sehen, ob der Italiener seiner Favoritenrolle auch gerecht wird.


Bisweilen gibt es einige neue Anekdoten aus Kiew. So ist z.B. zu hören, das es gestern Abend zu einem Eklat im Euroclub gekommen ist. Die anwesenden Fans boykottierten das stetig wechselnde musikalische Programm am Ende mit einem Sitzstreik. Ohnehin schien der Euroclub nicht wirklich gut besucht gewesen zu sein. Die Organisatoren haben dort offenbar Streitigkeiten mit den dort auflegenden DJs geliefert, am Ende war der Abend im Eimer.

Bo Halldórsson sang 1995
"Nuna" für Island
Und bei der isländischen Pressekonferenz wurde bekannt gegeben, das Bo Halldórsson in diesem Jahr die isländischen Punkte verlesen wird. Er ist damit ganz nah bei seiner Tochter Svala, die für Island antritt. Sofern diese das Finale erreicht, wovon ich momentan ausgehe, kann sie direkt eine Connection nach Reykjavik herstellen. Darüber hinaus wurde Andri Xhahu in Albanien als Spokesperson bestätigt. Auch er ist bereits seit einigen Jahren für Albanien als Mr. Douze Points dabei.

Zu guter Letzt hat der NDR seine Line Up für die Countdown-Show von der Reeperbahn komplettiert. Neben Gästen wie Mel C oder den Kellys tritt auch Helene Fischer im Rahmenprogramm in Hamburg auf. Man darf davon ausgehen, dass sie ihren Song "Flieger" dort zum Besten geben wird, der momentan ja werbewirksam in der Programmvorschau von RTL vermarktet wird. Wer zum Public Viewing auf den Spielbudenplatz kommen möchte, sollte sich zeitig dorthin begeben, es werden wieder mehrere Tausend Fans erwartet, der Eintritt ist frei, aufgrund der intensiven Sicherheitskontrollen ist jedoch mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Location der alljährlichen Party:
der Hamburger Spielbudenplatz
Barbara Schöneberger wird auf dem Spielbudenplatz durch den Abend führen und sowohl im Vorfeld die Countdown-Show als auch im Nachhinein die Grand Prix-Party moderieren. Wer kommen mag darf sich laut Wetterprognose tatsächlich auf 13°C und Sonne(!) freuen. Laut wetter.com hat Hamburg derzeit nur eine Regenwahrscheinlichkeit von 5%, Rekord. Dies kann sich bis Samstag aber noch 38x ändern oder die 5% ergießen sich während der Schaltung des NDR auf die Reeperbahn.

Wer zum kostenlosen Event kommen möchte erreicht den Spielbudenplatz am einfachsten mit den S-Bahn-Linien S1 und S3 (Ausstieg Reeperbahn) oder der U-Bahn-Linie U3 (St. Pauli) sowie der Buslinie 112 ab Hamburg-Altona. Alle Einzelheiten zum Public Viewing fassen wir noch einmal zeitnah zusammen. Und in diesem Sinne wünsche ich nun einen schönen Abend.

Der NDR hat sich umgesehen, Bilder vom Maidan | ...und vom Sub-Logo, der Namysto-Kette
Das Kaufhaus GUM stellt Flaggen der Teilnehmerländer aus | Einer der Delegationsbusse,
im Vergleich zu den letzten Jahren sind diese beim Waschen deutlich eingelaufen

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