Montag, 1. Mai 2017

Tag 2: Ein Déjà-vu aus dem Jahr 2005



Slowenien - Die beiden letzten Proben absolvierten am heutigen Tage Slowenien und Lettland. Omar Naber ist neben Laura aus Estland einer der beiden Interpreten, der Kiew noch vom Eurovision Song Contest 2005 kennt und somit muss er sich auch Vergleiche mit seinem seinem ersten Beitrag anhören. Man kann auch fast behaupten, dass sich seit 2005 nicht viel bei ihm verändert hat.

Er steht dort wieder, weißes Hemd und schwarzes Jacket am Mikrofonständer und macht die gleichen Bewegungen wie vor zwölf Jahren, mit dem Unterschied, dass er diesmal kein Kettchen mit "Stop"-Schriftzug trägt und sich nicht ständig an der Jacke herumzottelt. Eine gewisse Routine herrscht bereits auf der Bühne, die er allein betritt, allerdings auch wenig Neuerungen im Vergleich zu damals.

Stimmlich war es bis auf einige vermurkste Töne auch eine souveräne Leistung, die Slowenien dort abliefert, allerdings ist das Lied eben auch sehr simpel und gewöhnlich, als das es im Kandidatenpool von 2017 auffallen würde. Auch die Inszenierung und Beleuchtung tut dem Beitrag keinen großen Gefallen und sieht aus wie schon 10x gesehen. Das wird sehr schwierig für Slowenien, sich für das Finale zu qualifizieren.

Zudem fehlt bei Omar Naber der jugendhafte Charme, den er 2005 hatte, er ist nun gekämmt und erwachsen geworden, was man anhand der vielen Nahaufnahmen während seiner Darbietung sehen kann. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es sich bei "On my way" um einen Klassiker wie aus dem Eurovisionslehrbuch handelt, der jedoch irgendwie seinen Zenit überschritten hat und es daher wohl nicht in die Endrunde schaffen wird.

Ordentlich wenn auch nicht überragend, die Probe von Omar Naber
Parallelen zu seinem Beitrag von 2005 kann man durch die Performance durchaus ziehen

Omar Naber - On my way

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