Dienstag, 30. Mai 2017

Slowenien: Sprachregulierung bei der EMA 2018


Slowenien - Zwar wurde die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2018 noch nicht offiziell bestätigt, die ersten Pläne für die EMA im nächsten Jahr stehen in Slowenien allerdings schon fest. Üblicherweise dient die Show dem slowenischen Fernsehen als Vorentscheid für die Eurovision. Hier kommt es nun zu Änderungen in der Sprachvielfalt.

Für 2018, so erklärt RTVSlo in Ljubljana, dürfen beim Vorentscheid nur noch Lieder in der offiziellen Landessprache bzw. in anerkannten Minderheitensprachen Sloweniens gesungen werden. Dies schließt neben Slowenisch auch Kroatisch, Deutsch, Ungarisch, Italienisch, Romani und Serbisch ein. Englische Songs sind, zumindest bei der EMA, nicht zugelassen.

Ob diese Regelung auch beim Eurovision Song Contest selbst zur Anwendung kommt, bleibt zunächst offen, da der Sender die Teilnahme am 63. Wettbewerb in Portugal noch nicht bestätigt hat. RTVSlo möchte damit offenbar dem Trend entgegenwirken, dass die große Mehrheit von Songs auf Englisch gesungen wird. Zuletzt schickte Slowenien 2014 mit Tinkara Kovač mit "Spet (round and round)" einen Song ins Rennen, der zumindest teilweise auf Slowenisch gesungen wurde.

1 Kommentar:

  1. Nun interessante Sache, aber es sollte vorher in den Regeln festgeschrieben, ob der Song vor der Eurovision in irgendeiner Weise neu aufgesetzt werden darf (siehe Albanien etc.). Grundsätzlich bin ich dafür, dass die Sprachenwahl beim VE frei bleiben sollte, aber dass dann das Lied, welches gewinnt, auch in der selben Sprache in Lissabon antreten sollte. Letztes Jahr war ja z. B. Raiven bei den Fans die Favoritin und hat in Slowenisch gesungen. Nika Zorjan hat in prekmurisch gesungen.

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