Sonntag, 30. April 2017

Tag 1: Meteoritenschwarm aus Georgien



Georgien - "Russia invades Georgia" lesen wir während der georgischen Performance natürlich nicht mehr. Die georgische Delegation hat sich für martialische Naturaufnahmen entschieden, wenn Tako zum Schlussakkord ansetzt verfärbt sich die LED-Wand in einen Kosmos, über den ein Meteoritenregen hereinbricht. Die beherrschende Farbe hierbei ist Rot. Ihren Chor hat man im Übrigen hinter die Bühne gestellt, er ist auf der Bühne nicht zu sehen.

Die Stimmung während der drei Minuten bleibt zwar düster und perspektivlos, jedoch ohne Kriegsbilder und schlimme Szenen, wie wir sie beim georgischen Vorentscheid gesehen haben.Tako trat zunächst im Streetlook auf, Jäckchen, weißes Top, Jeanshose. Die Jacke wurde später durch einen transparenten roten Umhang ausgetauscht, dessen sie sich im fortschreitendem Auftritt entledigt. Stimmlich bringt Tako alles mit, was man braucht, um die Halle zu füllen und auch ihr Lied ist darauf perfekt zugeschnitten. 

Natürlich darf bei einer solchen Nummer, die auf Teufel komm raus, Eindruck hinterlassen möchte auch eine eruptive Flammensalve aus dem Bühnenboden nicht fehlen. Auch experimentierte Georgien mit Bodennebel, was der Nummer ebenfalls gut tun, unterstreicht er doch die melancholische Botschaft von "Keep the faith". Und somit haben sich nicht nur die Schweden Gedanken gemacht, sondern auch Georgien, das Tako Gachechiladse (ich freue mich wenn sich Peter Urban an dem Namen versucht) ins richtige Licht rückt.

Im zuvorigen Kurzinterview hinter Bühne mit Dr. Eurovision Paul Jordan erklärte sie, dass sie bereits das zweite Mal in der Ukraine sei und sie natürlich hier sei, um den Eurovision Song Contest zu gewinnen. Das sind natürlich hohe Ambitionen für das kleine Kaukasusland, dass sich in den Wettquoten momentan mit Deutschland im Mittelfeld die Waage hält. Auf jeden Fall muss der Startplatz #2 nach dem eben Gesehenen nicht automatisch ein Nachteil sein.

Alle Register gezogen: Nebel, Feuer und ein Abwurf-Cape - so geht Eurovision
Große Gesten mit den Armen sind natürlich auch nicht verkehrt: Tako aus Georgien

Tamara Gachechiladse - Keep the faith

Kommentare:

  1. Ich mag den Auftritt sehr und sehe Georgien auf keinen Fall als sicheren Nichtfinalisten :D

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  2. Muss mit dem Lied immer noch warm werden, schön das sie so ein Selbstbewusst sein hat uns sagt ich bin hier um zu gewinnen auch wenn es nicht passieren wird, aber mit dem Finale könnte es trotzdem was werden.

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