Freitag, 14. April 2017

Russland: Senderchef erneuert Angebot an Julia Samoylova



Russland - Gänzlich zur Ruhe kommt man auch am Karfreitag nicht, der senderchef des Perwy Kanals, Konstantin Ernst, erneuerte heute sein Versprechen, die Sängerin Julia Samoylova für den Eurovision Song Contest 2018 zu nominieren. Dies berichtet die Agentur Interfax und erklärte, von Seiten der EBU läge bereits eine Auftrittsgarantie für das kommende Jahr vor. Russland werde somit keinerlei Konsequenzen durch die Rundfunkunion fürchten müssen.

In Richtung EBU trat der Senderchef nach und erklärte, es würden massive Zuschauerverluste auftreten, insbesondere, da der Sender von einer Ausstrahlung absehe und dem Wettbewerb im Schnitt rund 15 Millionen Zuschauer abhanden kommen werden. In Russland kamen die drei Shows auf rund 10% Marktanteil mit etwa 12,5 Millionen Zuschauern. Damit gehörte Russland beim Song Contest von Stockholm zu den zehn quotenträchtigsten Nationen.

Ganz abgeschnitten vom Song Contest sind die Russen allerdings nicht, natürlich haben sie die Möglichkeit die Show online auf Eurovision.tv zu verfolgen. Zudem gab die Deutsche Welle heute bekannt, dass man den Eurovision Song Contest erstmals in seiner Geschichte weltweit übertragen werde. Die Deutsche Welle sendet ihr Auslandsprogramm weltweit in etwa 30 Sprachen, als Intendant steht ihr seit 2013 der ehemalige Sat.1-Nachrichten-Anchorman Peter Limbourg vor.

Die Absage der Russen wird allerdings auch in Zukunft, bis weit nach der Eurovision in Kiew weitere Kreise ziehen. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sagte: "Zur Tagesordnung wird man nicht übergehen können." Das Thema werde nach dem Wettbewerb innerhalb der EBU diskutiert werden. Gleichzeitig räumte Schreiber jedoch auch Verständnis für die sture Haltung der ukrainischen Behörden ein. Welche Konsequenzen der Ukraine in Bezug auf die weitere Teilnahme an der Eurovision drohen, wird sich wohl im Sommer diesen Jahres abzeichnen.

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