Mittwoch, 5. April 2017

Eurovision 2017: Ukraine zwei Tage in Verzug



Ukraine - Es gibt noch viel zu tun, das sagte auch EBU-Supervisor Jon Ola Sand, nachdem er in den vergangenen Tagen die Baustelle im International Exhibition Centre in Kiew besichtigte um sich vom Aufbaufortschritt für den Eurovision Song Contest zu überzeugen. Heute melden ukrainische Medien, dass die Arbeiten momentan zwei Tage hinter dem eigentlichen Zeitplan liegen.

Die Website depo.ua meldet, dass der Sender NTU zugab, mit den Vorbereitungen und Aufbauten für die großen Liveshows momentan 48 Stunden im Rückstand zu sein. In der letzten Woche begann die Montage erster Bühnenteile und der Installation des Stahlgerüstes, dass Licht- und Tontechnik tragen soll. Überschattet werden die Vorbereitungen weiterhin vom Konflikt zwischen der Ukraine und Russland.

Fünf Wochen vor dem Wettbewerb steht nicht fest, ob Russland teilnehmen wird. Nach dem offenen Brief von EBU-Generaldirektorin Ingrid Deltenre an den Präsidenten Petro Poroshenko in dem die Teilnahmegarantie gegeben werden sollte, bekundete sie den Unmut darüber, dass der Wettbewerb und die Ukraine als modernes demokratisches Land in Verruf gebracht würden. Zudem sieht sie ihre Fische davonschwimmen, mehrere Nationen hätten angedeutet, sich ebenfalls vom Wettbewerb zurückzuziehen, sollte Russland nicht starten dürfen.

Der ehemalige Executive Producer des Wettbewerbs in Kiew, Oleksandr Kharebin äußerte später die Meinung, die Satellitenstaaten in Osteuropa (etwa Weißrussland oder Armenien) könnten von russischen Kräften unter Druck gesetzt worden sein. Der Eurovision Song Contest 2017 wird, auch wenn keine Beweise vorliegen, immer politischer und hat nicht einmal in Moskau oder Baku eine derart schlechte PR im Vorfeld bekommen.

Kommentare:

  1. Jetzt schreibt ESCtoday schon, dass der Wettbewerb vielleicht nach Berlin verlegt wird

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