Donnerstag, 23. März 2017

Ukraine: EBU-Vorschlag wäre rechtswidrig



Ukraine - ...und schon schießt die Ukraine wieder quer. Nachdem die EBU der russischen Delegation den Vorschlag unterbreitet hat, Julia Samoylova könne aus Russland live zugeschaltet werden um ihren Song "Fire is burning" zu singen und weiterhin Teil des Eurovision Song Contests zu bleiben, meldet sich nun der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Vyacheslav Kirylenko zu Wort.

Via Twitter erklärte Kirilenko, dass der Vorschlag abgelehnt werden müsse. Die Idee der EBU könne nicht umgesetzt werden, denn "broadcasts containing individuals who are banned from Ukraine are not legal within Ukraine and as a result the EBU’s proposal would violate Ukrainian law". Die virtuelle Einbindung von Julia Samoylova als Persona non grata würde demnach ebenfalls die ukrainischen Gesetze brechen. 

Die Ukraine beharrt darauf, dass eine russische Song Contest-Teilnahme nur möglich wäre, wenn der Sender Channel One einen komplett neuen Interpreten nominiert, der nicht auf der Blacklist zu finden ist bzw. in jüngster Zeit keine Auftritte auf der Halbinsel Krim absolviert hat. Es ist erstaunlich, wie viele Paragraphen in der Ukraine sich mit solchen Themen beschäftigen, die Gastgebernation schneidet sich damit immer tiefer ins eigene Fleisch.

Kommentare:

  1. Eigentlich könnte man auch bald nen liveticker in der Hinsicht einrichten :D
    Die Ukraine wird alles tun um den russischen Auftritt zu verhindern, da kann die EBU so viele und originelle Ideen haben wie sie wollen. Im Endeffekt muss man sich eingestehen, dass es nicht gänzlich ohne Politik ablaufen kann und wird. Die Russen haben gekonnt provoziert, die Ukraine springt drauf an. In den Tagen rund um den ESC wird nur von diesem Thema die Rede sein. Die Ukraine wird (zurecht) als Buhmann dargestellt und Russland lacht sich ins Fäustchen, dass diese Nummer aufgegangen ist.

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  2. Ich finde es richtig so!

    Wenn die EBU sich mal so ins Zeug gelegt hätte bei Rumänien letztes Jahr, wäre eine Teilnahme sicher auch möglich gewesen oder bei Georgien 2009.

    So wäre es kein Eurovision Song Contest mehr, wenn sich Länder zuschalten. Dann könnten finanzschwache Länder wie Monaco oder San Marino auch darauf beharren, sich zuschalten zu lassen, weil dann die Flug- und Hotelkosten entfallen...

    Alles Blödsinn! Entweder die Russen nominieren jemanden Neues, oder bleiben zu Hause!

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  3. Muss der ESC für so was missbraucht werden, lasst sie doch starten und gut ist, Russland weiß genau das sie Ukraine damit provozieren, ich weiß nicht was ich davon halten soll stehe auf niemanden Seite das ist doch alles dämlich. Kann Russland einfach nicht einlenken und jemand anders schicken.
    Soll Julia einfach 2018 starten und gut ist.

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  4. Es wird immer nur noch peinlicher. Merken die es nicht?

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