Montag, 20. März 2017

Russland: Sicherheitsdienst hält Antrag bereit



Russland - Die notwendigen Papiere um Julia Samoylova an der Einreise in die Ukraine zu hindern liegen bereits beim nationalen Sicherheitsdienst der Ukraine, berichtet sein Direktor Vasyl Hrytsak. Eine endgültige Entscheidung, ob die 27jährige zum Eurovision Song Contest fahren darf oder nicht, sei jedoch noch nicht gefallen. Entsprechende Bestätigungen gab der Sicherheitsdienst gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax.

Von Seiten der ukrainischen Regierung werden mehrjährige Einreiseverbote erteilt, sollte jemand über den inoffiziellen Weg, nämlich über russisches Territorium auf die annektierte Halbinsel Krim kommen. Dies sei im Falle von Samoylova 2015 der Fall gewesen, als sie einen Auftritt in Kertsch absolvierte. Hrytsak erklärte: "Mein Standpunkt ist eindeutig, sie sollte nicht kommen." Widerspruch gab es derweil vom Moskauer Kreml.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskov erklärte, dass man an Julia Samoylova festhalten werde und die Künstlerin nicht austauschen werde. Die Europäische Rundfunkunion beharrt auf ihrem neutralen Standpunkt und betont, man würde sich an geltendes Recht im Gastgeberland halten. Die endgültige Entscheidung, ob Russland mit "Flame is burning" in Kiew dabei sein wird, trifft die politische Führung der Ukraine. 

Mit einer Ablehnung politisiert man den Wettbewerb und widerspricht seinem eigenen Motto, mit einer Zulassung knickt man vor den eigenen Gesetzen ein, egal welchen Weg die Ukraine geht als Verlierer aus dieser Entscheidung hervor. In Russland distanziert man sich jedoch von der Unterstellung, die Sängerin sei aus Kalkül ausgewählt worden, die Entscheidung lag laut Kreml allein beim veranstaltenden Sender Channel One.

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