Donnerstag, 23. März 2017

Russland: Channel One lehnt EBU-Angebot ab



Russland - Russland ist wieder am Zug, Channel One hat sich in einem kurzen Statement zu dem Angebot der Europäischen Rundfunkunion bezüglich der Liveschaltung zu Julia Samoylova geäußert und den Vorschlag abgewiesen, unabhängig von der ukrainischen Gesetzgebung, die selbst das nicht ermöglichen würde. Der Sender beruft sich auf das Regelwerk des Eurovision Song Contests und sieht sich im Recht.

"Wir haben den Vorschlag einer Fernteilnahme überdacht und lehnen ihn ab. Er ist befremdlich und steht im Kontrast zu dem Kerngedanken des Wettbewerbs, der die strikte Regel des Liveauftritts auf der Eurovisionsbühne beinhaltet. Wir finden, dass die EBU für die russische Delegation 2017 keine Regeln neu erfinden muss und sie den Wettbewerb unter den normalen Bedingungen abhalten sollte.", so die Mitteilung von Channel One.

Weiter hieß es aus Moskau: "Die Regeln der Eurovision besagen, dass das Gastgeberland dafür Sorge trägt, dass es allen Teilnehmern die Möglichkeit bietet, ein Einreisevisum für den gesamten Zeitraum der Veranstaltung zu bekommen." Die Ukraine verwehrt Julia Samoylova die Einreise, da sie 2015 bei einem Festival in Kertsch auf der Krim aufgetreten ist, was laut ukrainischer Gesetzgebung ein Vergehen darstellt, das mit einer dreijährigen Einreisesperre geahndet wird. Auch den Vorschlag der Fernschaltung lehnte auch die Ukraine ab. Es dürften die schwersten Tage in der Supervisor-Karriere von Jon Ola Sand sein.

Kommentare:

  1. ...wo sie Recht haben...
    es bleibt spannend ;-)

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  2. Dann sollen die Russen einfach jemand anderes teilnehmen lassen und Julia 2018 schicken oder sie lassen es gleich bleiben und setzen dann halt aus.
    Mir geht das auf den Nerv... und die EBU soll mal einfach tacheles reden als mit so einem billigen Vorschlag kommen mit Satellitenübertragung, das entspricht gar nicht den Grundgedanken des ESC.

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