Mittwoch, 29. März 2017

Eurovision 2017: Über Enttäuschung und Konsequenzen



Ukraine - Der Eurovision Song Contest 2017 wird immer mehr zum Schmierentheater und erhält zunehmend einen faden Beigeschmack. Die verfahrene Situation zwischen der Ukraine und Russland lässt den musikalischen und völkerverbindenden Charakter der Veranstaltung rund 1,5 Monate vor der Show in den Hintergrund rücken. Heute äußerte sich selbst die Oberste der EBU, Generaldirektorin Ingrid Deltenre und bezeichnet das Verhalten der Ukraine als nicht tragbar.

EBU-Sprecher Dave Goodman erklärte zudem, dass wie üblich jeder Verstoß gegen die Regeln des Wettbewerbs im Nachhinein geahndet wird. Die Reference Group wird sich im Anschluss der Eurovision mit eventuellen Verstößen beschäftigen und ggf. Maßnahmen ergreifen und Konsequenzen daraus ziehen. Insbesondere Armenien und Aserbaidschan können ein Lied davon singen, zuletzt kam es im Semifinale von Stockholm zum Eklat, als Iveta Mukuchyan die Flagge von Berg-Karabach in die Kamera hielt.

Ingrid Deltenre erklärte weiter: "Ich bedauere zutiefst, dass die Eurovision für politische Handlungen missbraucht wird. Der Song Contest ist dafür da, Millionen von Menschen zu erfreuen und zusammenzubringen und darf nicht dafür benutzt werden, sie gegeneinander auszuspielen." Wie auch immer sich der Fall bis zum Finale am 13. Mai weiterentwickelt, die EBU dürfte in Zukunft aus diesen Ereignissen lernen und in Zukunft weitergehende Garantien von den teilnehmenden Rundfunkanstalten einfordern.

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