Mittwoch, 30. November 2016

Weißrussland: Ein langer Tag in Minsk [UPD]



Weißrussland - Es ist ein langer Tag für die Juroren in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Seit nunmehr 10 Uhr unserer Zeit (durch die Abschaffung der Winterzeit 12 Uhr Ortszeit) singen, trällern und leiden die insgesamt 67 Kandidaten, die sich den heutigen Live Auditions des Senders stellen.

Das weißrussische Fernsehen BTRC hat alle Bewerber zum großen Vorsingen ins Studio 600 Meters eingeladen und wird nach der Performance aller Kandidaten seine Entscheidung bekannt geben, welche Interpreten tatsächlich im nationalen Vorentscheid teilnehmen. Die Castingrunde wurde komplett per Livestream übertragen.

Beworben haben sich auch einige namhafte Künstler, darunter die Bands Nuteki und Napoli. Ob die Entscheidung allerdings noch heute bekannt gegeben wird, bleibt abzuwarten. Maximal 15 Beiträge sollen sich dem weißrussischen TV-Finale stellen, der nicht später als am 25. Januar in Minsk stattfinden soll. Weißrussland schied in diesem Jahr mit Ivan im Semifinale aus. Wer sich durch die Bewerber klicken mag, bittesehr.

Update [17:52]: ...und nun stehen sie fest, die Finalisten des weißrussischen Vorentscheids. 13 Kandidaten haben die Juroren überzeugt und dürfen sich dem Finale stellen.

Die Teilnehmer des weißrussischen Vorentscheids 2017:
01. - Aleksandra Tkach - Be stronger
02. - Kattie - Wild wind
03. - Vladislav Kurasov - Follow the play
04. - Navi - Historyja majho žyccia
05. - Angelica Pushnova - We should be together
06. - Isaak Nightingale - On the red line
07. - Anastasiya Sheverenko - We'll be together
08. - July - Children of the world
09. - Nuteki - Take my heart
10. - Napoli - Let's come together
11. - Lermont 'n' Julic - Heartbeat
12. - Provokatsiya - #MyLove
13. - Nikita Hodas - Voice in my head

Ein eurovisionsverdächtiges Outfit: Mantana (schon draußen)

Schweden: SVT präsentiert Melodifestivalen-Teilnehmer



Schweden - "Just nu" wurden, fast schon feierlich, die Kandidaten des Melodifestivalen 2017 bekannt gegeben. Die Präsentation, die sogar mit englischsprachigem Kommentar versehen wurde, zeigt einmal mehr die Wichtigkeit des schwedischen Vorentscheids im Land und auch innerhalb der Eurovisionsgemeinde.

Die Teilnehmer des Melodifestivalen 2017:
04.02.2017 - 1. Semifinale in Göteborg
01. - Adrijana - Amare
02. - Boris René - Her kiss
03. - Nano - Hold on
04. - Charlotte Perrelli - Mitt liv
05. - Dinah Nah - One more night
06. - Det Vet Du - Road trip
07. - Ace Wilder - Wild child

11.02.2017 - 2. Semifinale in Malmö
01. - Mariette - A million years
02. - Benjamin Ingrosso - Good loovin'
03. - Dismissed - Hearts align
04. - Roger Pontare - Himmel och hav
05. - Lisa Ajax - I don't give a
06. - Etzia - Up
07. - Allyawan - Vart haru varit

18.02.2017 - 3. Semifinale in Växjö
01. - Owe Thörnqvist - Boogieman blues
02. - Bella och Filippa - Crucified
03. - The Fooo Conspiracy - Gotta thing
04. - Jasmine Kara - Gravity
05. - Robin Bengtsson - I can't go on
06. - Anton Hagman - Kiss your goodbye
07. - Krista Siegfrids - Snurra min jord

25.02.2017 - 4. Semifinale in Skellefteå
01. - Wiktoria - As I lay me down
02. - Les Gordons - Bound to fall
03. - Sara Varga & Juha Mulari - Du får inte ändra på mig
04. - Jon Henrik Fjällgren - En värld full av strider
05. - Axel Schylström - När ingen ser
06. - Alice - Running with lions
07. - Loreen - Statements

Großes Kino kündigt sich da an, mit Charlotte Perrelli und Loreen sind zwei ehemalige Song Contest-Siegerinnen dabei. Zudem kommen mit Krista Siegfrids und Roger Pontare eurovisionserfahrene Interpreten zurück und diverse Namen, etwa Boris René, Ace Wilder, Lisa Ajax, Mariette, Robin Bengtsson, Jon Henrik Fjällgren und Wiktoria kennt der Melodifestivalen-Zuschauer bereits aus früheren Jahrgängen.

Dienstag, 29. November 2016

Spanien: Aus 392 werden erst einmal 30



Spanien - Spanien schreitet mit seinem nationalen Vorentscheid voran. Insgesamt meldet das spanische Fernsehen RTVE 392 Bewerbungen für das sogenannte Eurocasting, aus dem später die Finalisten des Vorentscheids "Objetivo Eurovisión" hervorgehen. Wie der Sender mitteilte, wurden 45% der Titel von Männern eingereicht, 38% von Frauen, 17% von Bands.

30 Interpreten werden nun bis zum 1. Dezember ausgewählt, übermorgen sollen die potentiellen Kandidaten dann feststehen und sich für das Online-Voting bereithalten. Ab dem 2. Dezember um 12 Uhr kann online abgestimmt werden, das Voting endet am 10. Dezember ebenfalls zur Mittagszeit. Nach eingehender Überprüfung kommen die zehn Kandidaten mit den meisten Stimmen weiter.

Nach einer weiteren Jury- und Online-Wertungsrunde steht dann abschließend der Kandidat fest, der die intern gewählten Kandidaten von "Objetivo Eurovisión" ergänzen wird. Im FInale des spanischen Vorentscheids wird gleichermaßen per Jury- und Televoting abgestimmt. In diesem Jahr hatte Barei das Privileg, Spanien in Stockholm zu vertreten, sie erreichte den 22. Platz mit "Say yay!".


Moldawien/Schweiz - In diesem Jahr hat es für Lidia Isac beim Eurovision Song Contest in Stockholm nicht für das Finale gereicht. Die, in St. Petersburg geborene, Sängerin vertrat Moldawien beim Song Contest mit dem Titel "Falling stars" und hatte im Semifinale klar das Nachsehen. Nunmehr startet sie einen neuen Anlauf, allerdings für die Schweiz.

Lidia Isac, in diesem Jahr
beim moldawischen VE
Wie Eurovoix.com berichtet, hat es die Sängerin gemeinsam mit ihrem italienischen Duettpartner Daniele Guastella unter die 20 Kandidaten des Livechecks beim Schweizer Vorentscheid geschafft und sich somit zumindest in der ersten Runde gegen diverse Kandidaten behaupten können. Ihr gemeinsamer Titel trägt den Namen "The life beyond".

Der Livecheck findet unter Aufsicht eines 21köpfigen Juryteams am 4. Dezember statt. Sollte es Lidia in die Auswahl bzw. sogar zum Eurovision Song Contest schaffen, gehört sie zu den wenigen Interpreten, die mehrere Länder beim Song Contest vertreten haben. Zuletzt wurde diese Ehre dem Trio Feminnem zu teil, die 2005 für Bosnien-Herzegowina und 2010 für Kroatien an den Start gingen.

Sonntag, 27. November 2016

Memories: Eurovision Song Contest 1970


Niederlande - "Wenn die ganze Geschichte nicht anders aufgezäumt wird, dann macht die ARD im nächsten Jahr nicht mehr mit.", hieß es von Hans-Otto Grünefeldt, dem Direktoren des Hessischen Rundfunks nach dem Eurovision Song Contest 1969, der peinlicherweise wegen eines nicht darauf vorbereiteten Gleichstandes gleich vier Sieger zählte, in Zeitungsartikeln. Kritik wurde laut, das Format sei überaltert, die Juroren seien nicht öffentlich und könnten hinter verschlossenen Türen mauscheln.

Die Teilnahme "für das nächste Jahr" knüpften u.a. die Niederlande, Frankreich aber auch die BR Deutschland an die Bedingung, dass der Wettbewerb in seiner Entwicklung voranschreitet. Und genauso kam es auch, um einen Gleichstand auszuschließen wurde beschlossen, dass bei Punktegleichheit alle übrigen Nationen noch einmal abstimmen sollten. Hätte auch dieses Format keinen Sieger zustande gebracht, hätte es mehr als einen Sieger gegeben. Soweit kam es aber nicht. Um ein taktisches Votum auszuschließen, wurden die Juroren zuvor auch nicht mehr darüber informiert, wie die Länder vor ihnen abgestimmt haben.

Einigen Ländern war dies zu wenig, sämtliche skandinavische Nationen blieben dem Wettbewerb 1970 fern. Auch Österreich schloss sich dem Boykott an, nachdem man bereits 1969 auf einen Ausflug in die Franco-Diktatur verzichtet hatte. Und selbst Portugal schickte keinen Interpreten in die Niederlande, dem einzigen Land, das von den vier Siegern Interesse an einer Ausrichtung gezeigt hatte. Portugal hatte allerdings mit Sergio Borgès und "Onde vais rio que eu canto" bereits einen Titel gehabt. Das Glück blieb ihm verwehrt, der Wettbewerb fand mit nur zwölf Nationen im RAI Congrescentrum in Amsterdam statt. Die Moderatorin des Abends hieß Willy Dobbe.

Portugal, Norwegen und Österreich (Kommentar: Ernst Grissemann) übertrugen neben Griechenland, das bis dato noch nicht dabei war, den Wettbewerb. Ebenso wurde er via Satellit auch in Südamerika ausgestrahlt. Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs wurden die Interpreten per Postkarte angekündigt. Auch das Bühnenbild war innovativ, mit herabhängenden Kugeln konnte das Bühnenbild für jeden Beitrag individuell verändert werden. Eröffnet wurde das "15. Eurovisie Songfestival" dann auch noch von den Niederlanden, die mit Hearts of Soul ein Damentrio aus Harderwijk aus der Provinz Gelderland schickten.

Da Gruppen und Bands zu diesem Zeitpunkt immer noch keinen Platz im Reglement hatten, wurden die Schwestern Bianca und Stella kurzerhand zu den Backgroundsängerinnen von Patricia Maessen. Ihr Titel "Waterman" belegte am Ende den siebten Platz, ein Wiedersehen sollte es allerdings im Jahr 1977 geben, dann allerdings für Belgien, das Land, in das sie Mitte der 70er Jahre übersiedelten. Einen Cameo-Auftritt hatten sie darüber hinaus 1970 im ARD-Film "Das Millionenspiel", bei dem eine völlig durchgeknallte Verfolgungsjagd inszeniert wurde, bei dem der Kandidat eine Million DM gewinnen konnte, er durfte sich nur nicht töten lassen. Das Format zeigte, wie "1984" von George Orwell den apokalyptischen Werteverfall in einer düsteren Fernsehwelt, was damals noch Fiktion war, ist heute nahezu Realität.

Die Nachbarn aus Belgien schickten mit Jean Vallée einen Nachwuchskünstler, der ebenfalls einige Jahre später noch einmal zurückkehren sollte. Vallée, gebürtig Paul Goeders, musste sich den achten Platz mit Italien und Monaco teilen. Sein selbstgeschriebenes Lied "Viens l’oublier" ("Vergiss' ihn") wurde später von Nana Mouskouri gecovert. 1999 wurde er von König Albert II. zum Ritter des "Ordre de la Couronne" geschlagen, nach seinen letzten Liveauftritten verstarb er 2014 in Clermont-sur-Berwinne, einem kleinen Örtchen nahe der deutschen Grenze.


Italien hingegen nominierte über das San Remo-Festival den Star Gianni Morandi, einen kantigen Herren, der im Laufe seiner Karriere über 30 Millionen Tonträger verkaufte. 1962 hatte er in Italien seinen Durchbruch, mehrere Nummer-Eins-Hits folgten, auch auf der Kinoleinwand war er mehrmals zu sehen. In Amsterdam wurde er mit "Occhi di ragazza" ("Mädchenaugen") ähnlich wie der Belgier nur Achter. Infolgedessen ließ seine Popularität in den 70er Jahren spürbar nach. Erst in den 80er Jahren gelang ihm über das San Remo-Festival die Rückkehr, später moderierte er selbst das Festival.


Die dritte im Bunde, die auf Rang acht landete war Dominique Dussault, eine französische Sängerin, die in monegassischen Diensten war. Sie verging sich an einer ihrer Vorbilder, sang "Marlène" in Anlehnung an Marlene Dietrich, deren Bewegungen sie auf der Bühne mimte. Mit der Lockenpracht einer Waschfrau konnte sie den Glamour der Dietrich jedoch nicht herüberbringen. Es blieb ihr einziger nennenswerter Auftritt auf der großen Bühne. Ähnlich verhielt es sich mit der jugoslawischen Interpretin Eva Sršen, einer 17jährigen Slowenin (im Bild), die "Pridi, dala ti bom cvet" ("Schau, ich gebe dir eine Blume") nur vier Punkte für Jugoslawien einheimsen konnte.

Erfolgreicher war da schon die BR Deutschland, die am 16. Februar in Frankfurt über zwei Runden versuchte aus sechs Interpreten den geeigneten Act für Amsterdam zu finden. Es stellten sich u.a. die Norwegerin Kirsti Sparboe ("Pierre, der Clochard"), Mary Roos ("Bei jedem Kuss") und Roberto Blanco ("Auf dem Kurfürstendamm sagt man "Liebe"") zur Wahl. Die Entscheidung fällten die Juroren im zweiten Wahlgang, als sie einstimmig für die Newcomerin Katje Ebstein und ihren Gassenhauer "Wunder gibt es immer wieder" von Christian Bruhn und Günter Loose votierten. Es sollte nur der Anfang eines dreifachen Engagements für die Eurovision werden.

Beim Finale in Amsterdam gelang Katja Ebstein dann der Sprung in die Top drei, das hatte es für die Bundesrepublik noch nicht gegeben. Mit ihrem wallenden Mantel und den silbernen Stiefeln präsentierte sie sich moderner als jeder andere Interpret des Abens, dennoch war der Abstand auf die beiden Führenden größer als es ein dritter Platz erahnen lässt, zwölf Punkte für Ebstein, 26 Punkte für Großbritannien, das auf Rang zwei landete. Dort war die Enttäuschung wahrscheinlich größer, nicht gewonnen zu haben, denn mit Mary Hopkin nominierte die BBC wieder einen absoluten Star ihrer heimischen Musikszene.

"Knock, knock, who's there?" war eine süße Nummer, gerade richtig für ein junges Mädchen wie Hopkin, die 1950 in Wales geboren wurde. Ihren internationalen Durchbruch startete sie mit Hilfe von Paul McCartney, 1968 wurde "Those were the days", das auf einem russischen Volkslied basierte, zum Welthit und später zahlreich gecovert, u.a. von der Hermes House Band oder den Leningrad Cowboys. Sie selbst war von ihrem Titel für Amsterdam allerdings wenig überzeugt, trotz der Ähnlichkeiten zu früheren Siegertiteln und frenetischem Applaus im Saal erklärte Hopkin, es sei einfach peinlich und furchtbar, auf der Bühne zu stehen und ein Lied singen zu müssen, dass einem gar nicht gefällt.

Die Hausfrauen einer ganzen Generationen schmolzen zu seinen Liedern dahin, die wenigsten wissen jedoch, dass der ehemalige Real Madrid-Spieler Julio Iglesias auch einmal klein angefangen hat und zwar beim Eurovision Song Contest 1970. Zwei Jahre zuvor gewann er das Musikfestival von Benidorm, nach seinem Song Contest-Auftritt mit "Gwendolyne" startete seine Weltkarriere und beherrscht bis heute mit seinen Affären und Gerichtsurteilen, aber auch mit seinen Liedern die Regenbogenpresse. Seinen Rang hat ihm inzwischen sein Sohn Enrique abgenommen. Die Spanier waren 1970 ähnlich siegessicher wie die Briten, überall sollen "Vote Spain"-Aufkleber gehangen haben, am Ende reichte es für den Mann, der sich im Regelfall nur von einer Seite fotografieren lässt, für den geteilten vierten Platz.


Teilen musste Julio mit dem Schweizer Henry Dès der über eine Rückkehr ("Retour") sang und dem französischen Sänger Guy Bonnet. Nachdem er 1968 schon am Text von Isabelle Aubrets "La source" beteiligt war, begleitete er sich 1970 in Amsterdam selbst am Klavier. Seine Ballade "Marie-Blanche" erzielte ebenfalls den vierten Platz und sollte nicht sein letzter Eurovisionsbeitrag bleiben. Gänzlich unerfolgreich endete der Abend für David Alexandre Winter, einem niederländischen Schlagerbarden, der für Luxemburg antrat. "Je suis tombé du ciel" ("Ich bin vom Himmel gefallen") war bezeichnend für seinen Null-Punkte-Endstand von Amsterdam. 

Alle wurden an diesem Abend jedoch von einem unschuldig wirkenden Mädchen aus dem nordirischen Derry geschlagen. Dana Rosemary Brown wurde 1969 schon Zweite im nationalen Vorentscheid und konnte sich 1970 u.a. gegen Interpreten wie Maxi, Dick & Twink durchsetzen. Ihren ersten Hit "All kinds of everything" sang sie dann auf einem Hocker sitzend und verzauberte die Juroren, insbesondere die Belgier, die neun von zehn Stimmen an Irland vergaben. Ihr Lied erreichte in Großbritannien und Irland die Spitze der Charts, in Deutschland schaffte sie es immerhin auf die #4. Allerdings konnte sie ihr süßes Teenager-Image nicht ablegen.

Dies änderte sich in den 80er Jahren, als sie mit ihrem Ehemann Damien Scallon in die USA übersiedelte und dort im amerikanischen Radio christliche Thesen moderierte. Mit ihrer konservativen Einstellung bewarb sie sich 1997 vergeblich um das Präsidentenamt in Irland, unterlag jedoch Mary Robinson. 1999 erhielt sie einen Sitz im Europäischen Parlament und forderte restriktivere Abtreibungsgesetze in ihrer Heimat. Auf ihren ganz großen politischen Durchbruch wartet sie noch heute. Vor einigen Jahren war sie noch einmal im irischen Fernsehen zu sehen, als sie in einer TV-Show auf der Suche nach ihren Vorfahren Ahnenforschung betrieb.

Die Teilnehmer:
01. - 032 -  Dana - All kinds of everything
02. - 026  Mary Hopkin - Knock, knock, who's there?
03. - 012 -  Katja Ebstein - Wunder gibt es immer wieder
04. - 008 -  Henry Dès - Retour
04. - 008  Guy Bonnet - Marie-Blanche
04. - 008  Julio Iglesias - Gwendolyne
07. - 007  Hearts of Soul - Waterman
08. - 005 -  Gianni Morandi - Occhi di ragazza
08. - 005 -  Jean Vallée - Viens d'oublier
08. - 005 -  Dominique Dussault - Marlène
11. - 004 -  Eva Sršen - Pridi, dala tim bom cvet
12. - 000 -  David Alexandre Winter - Je suis tombé du ciel

Eurovision 2017: Etwa einen Monat hinterher



Ukraine - Der "Acting General Director" von NTU, der Zurab Alasania beerben wird, erklärte in einem Interview, dass die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest etwa einen Monat hinterher sind. Die Ukraine riskiert damit tatsächlich ihre Rechte, den Wettbewerb auszurichten. Angeblich soll man bereits ein Vierteljahr verloren haben, die Rückstände jedoch aufgeholt haben.

Aleksandr Kharebin erklärte gegenüber dem Magazin TSN: "Anfang Oktober hat die Europäische Rundfunkunion dem Sender NTU die Rote Karte für seine Vorbereitungen und Unterbrechungen gezeigt." Es ginge darum um die bürokratischen Hürden, die sowohl den Sender als auch den ukrainischen Staat insgesamt betreffen. Sein Vorgänger Zurab Alasania habe deshalb die Segel gestrichen.

Die Diskussion um den Standort des Eurovision Song Contests 2017 soll bei der jährlichen Generalversammlung am 8. Dezember noch einmal geführt werden. Einen Freifahrtschein erhält das ukrainische Fernsehen von der Europäischen Rundfunkunion jedenfalls nicht. Sollte der Song Contest dennoch in Kiew stattfinden, ist er für den 9., 11. und 13. Mai 2017 angesetzt.

Albanien: Festivali i Këngës noch vor Weihnachten



Albanien - Auf die albanischen Organisatoren ist eben doch Verlass. Sogar vor Weihnachten findet der albanische Vorentscheid, das Festivali i Këngës in Tirana statt. Die Teilnehmerin Edona Vatoci postete via Facebook, dass die dreiteilige Show am 21., 22. und 23. Dezember stattfinden wird.

Albanien wird damit wieder einmal das Land sein, dass sein Gesamtpaket für den Eurovision Song Contest als erstes wählt. Allerdings bleibt natürlich zunächst abzuwarten, ob das Team um den späteren Sieger die albanische Version nicht nur kürzt, sondern auch ins Englische übersetzt und einen komplett anderen Titel daraus macht.

Beim diesjährigen Festival treten 24 Interpreten zunächst in zwei Halbfinals an. Mit dabei sind einige Wiederholer aus früheren Jahrgängen wie z.B. Flaka Krelani, Rezarta Smaja oder Dilan Reka. In diesem Jahr reichte es in Stockholm nur für eine Semifinalplatzierung mit Eneda Tarifa und "Fairytale". Albanien ist seit 2004 ununterbrochen bei der Eurovision vertreten.

Samstag, 26. November 2016

Armenien: Sechs weitere Teilnehmer aus dem Rennen



Armenien - Wieder einmal mussten sich die Juroren entscheiden, welche Kandidaten geeignet sind, beim armenischen Vorentscheid "Depi Evrotesil" weiterzuziehen. Nachdem bereits vergangene Woche sechs Kandidaten gehen mussten, flogen auch heute wieder sechs Nachwuchstalente aus der Show.

Die Duelle der zweiten Show in Runde drei*:
Team Anush: Alexander Plato vs. Anna Sedrakian
Team Aram mp3: Jujo vs. Lilit Harutyunian
Team Essaï: Opera Viva vs. Marissa
Team Hayko: Egine vs. Eva Kans Kansuzian
Team Inga: Suzanne Melkonian vs. Narine Jinanian
Team Iveta: Vahe Aleksian vs. Sona Dunoyan
*die Sieger und damit qualifizierten Kandidaten sind fett geschrieben

Kommende Woche Samstag geht es mit der vierten Runde im armenischen Vorentscheid weiter. Nach und nach werden die Teilnehmer in Form gebracht, nur noch zwölf sind im Rennen. Das Finale des armenischen Song Contest-Vorentscheid soll Ende Dezember in Yerevan stattfinden.

News-Splitter (530)



Lettland/Russland - Aminata Savadogo ist gestern bei "Goros", dem russischen Ableger von "The Voice" ausgeschieden. Das Team von Polina Gagarina, die Russland im selben Jahrgang beim Eurovision Song Contest vertreten hat, als Aminata für Lettland tätig war, ist um ein Teammitglied ärmer. Aminata performte in der Show den Titel "Obernis" von der kirgisischen Rockband Gorod 312. Die letzten Momente von Aminata in der Show kann man sich hier anschauen.

Kommt Charlotte zurück?
"The Girl" (2012)
Schweden - Angeblich soll Charlotte Perrelli einen neuen Anlauf beim schwedischen Melodifestivalen vorbereiten. Die lokalen Medien berichten, dass die zweifache Song Contest-Teilnehmerin, die in diesem Jahr noch einen Interval-Act zur aussterbenden Sorte der Schlagerdiven intonierte, bereits bestätigt sei. Die offizielle Teilnehmerliste erhalten wir allerdings erst am Mittwoch vom schwedischen Fernsehen SVT. Charlotte gewann den Contest 1999 in Jerusalem und erreichte, wenn auch nur Dank der Jury, das Finale von Belgrad 2008 mit dem Titel "Hero".

Türkei - Sertab Erener feiert im kommenden Jahr ihr 25jähriges Bühnenjubiläum. Erst kürzlich veröffentlichte sie mit "Kırık kalpler albümü" ein neues Studioalbum, einer der darauf enthaltenen Titel ("Olsun") wurde von Can Bonomo geschrieben. Sertab trat 2003 beim Eurovision Song Contest in Riga an und konnte den Wettbewerb mit "Everyway that I can", dem ersten englischsprachigen Song der Türkei im Wettbewerb gewinnen. Die Türkei verzichtet seit 2013 auf die Teilnahme, der Grund hierfür sind offiziell Diskrepanzen zwischen dem Sender TRT und der EBU.

Oliver Pocher tanzt
für Niedersachsen
Deutschland - Heute Abend findet das Finale vom "Tanzwettbewerb der Bundesländer" statt. "Deutschland tanzt" lehnt sich an den Bundesvision Song Contest an, prominente Künstler vertreten jeweils ein Bundesland. In den vorangegangenen Shows schieden u.a. der frühere MDR- und "Wetten dass..?"-Moderator Wolfgang Lippert für Mecklenburg-Vorpommern, NDR-Moderator Yared Dibaba für Bremen und Edeka-Werbeträger Friedrich Liechtenstein für Brandenburg aus, sechs Kandidaten sind noch im Rennen der ProSieben-Show, die von Lena Gercke moderiert wird.

Die Teilnehmer des heutigen Abends:
01. -  Bayern - Kassandra Wedel
02. -  Niedersachsen - Oliver Pocher
03. -  Hamburg - Fernanda Brandão
04. -  Berlin - Avelina Boateng
05. -  Baden-Württemberg - Magdalena Brzeska & Tochter Noemi
06. -  Hessen - Taynara Wolf

Bereits ausgeschieden:
07.  Thüringen - Janin Ullmann
08. -  Brandenburg - Friedrich Liechtenstein
09. -  Schleswig-Holstein - Peer Kusmagk & Janni Hönscheid
10. -  Bremen - Yared Dibaba
11. -  Mecklenburg-Vorpommern - Wolfgang Lippert
12. -  Rheinland-Pfalz - Nils Brunkhorst
13. -  Sachsen - Xenia Prinzessin von Sachsen
14.  Nordrhein-Westfalen - Shermine Shahrivar
15. -  Saarland - Elisabeth Brück
16. -  Sachsen-Anhalt - Jan Kralitschka

Programmtipp:
Sa., 26. November 2016 - 20:15 Uhr
Deutschland tanzt - Das Finale
Liveshow, bis 00:15 Uhr
Moderation: Lena Gercke

Wem das zu viel Getanze ist, für den hält die ARD heute Abend pünktlich zum ersten Advent "Das Adventsfest der 100.000 Lichter" mit Florian Silbereisen bereit. Gäste dort sind u.a. Helene Fischer, Mario Adorf, Sascha Grammel, Andreas Gabalier, Rolf Zuckowski, Helmut Lotti und Semino Rossi.

Programmtipp:
Sa., 26. November 2016 - 20:15 Uhr
Das Adventsfest der 100.000 Lichter
Volksmusikshow
Moderation: Florian Silbereisen

Und in diesem Sinne wünschen wir allen Lesern morgen einen schönen ersten Advent. In diesem Jahr möchten wir das Warten auf Heiligabend (und den albanischen Vorentscheid) mit einem selbstgebastelten Adventskalender versüßen. Ab Mittwoch, den 1. Dezember öffnen wir jeweils ein Türchen und präsentieren europaweite "Weihnachtshäppchen".