Dienstag, 6. Dezember 2016

Eurofire's Adventskalender (6): Slowenien und Kroatien



Slowenien - In Slowenien ist Weihnachten das wichtigste Familienfest im Jahr und beginnt bereits mit einem großen Festessen am 13. November, anschließend beginnt die bis zum 2. Februar andauernde Fastenzeit. Im Mittelpunkt steht im slowenischen Brauchtum die Jaslice, die Weihnachtskrippe, die häufig aus Naturmaterialien selbst gebastelt wurde.

Wie in anderen osteuropäischen Ländern glaubt man an Väterchen Frost, der nach einem Gemälde von Maksim Gaspari nun offiziell auch Slowene sein soll und auf dem Berg Triglav lebt. Des weiteren gibt es ein spezielles Weihnachtsbrot aus Roggen, Weizen und Buchweizen, dem magische Kräfte zugeschrieben werden. Als Nachtisch wird häufig Potitze, ein Hefeteig mit süßer Füllung serviert.

Kroatien - Im Nachbarland Kroatien steht ein Gebinde aus Weizenähren im Mittelpunkt. Die Weizenähren sollen bis zum Heiligabend wachsen, oft sind sie mit einem farbigen Band in kroatischen Landesfarben umwickelt. Die Sprossen werden nach Weihnachten an Vögel verfüttert, da aus der Weihnachtszeit nichts weggeworfen werden darf. Wie auch in Deutschland hat der Adventskranz in Kroatien eine feste Daseinsberechtigung.

Bis 1850 war es unüblich in Kroatien Weihnachtsbäume zu schmücken, später wurden zunächst Laubbäume mit Äpfeln, Erdnüssen, Papierschleifen und Lametta verziert. In den Küstenregionen ist es Sitte dass das Haus mit Salbeizweigen und Efeu verziert wird. Gegessen wird die Pašticada, eine Suppe aus Rindfleisch und Palatschinken, am Ende des Festschmauses gibt es die Rožata (Rose), einen Vanilleflan mit Karamelsauce, der mit Rosenwasser zubereitet wird.

Vesel bôžič, Slovenija! Sretan božić, Hrvatska!

Ivana Kindl - Čarobna noc

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