Freitag, 2. Dezember 2016

Eurofire's Adventskalender (2): Island



Island - Wie überall im isländischen Volksglauben, der Elfen und Kobolde fest einschließt, sind auch beim Weihnachtsfest Trolle am Werk. Unterm Jahr lässt Trollmutter Grýla ihre 13 Söhne nicht aus der Höhle in den Bergen, zur Weihnachtszeit kommt aber täglich ein Troll heraus beschenkt die Isländer mit Kleinigkeiten, wobei ungezogene Kinder nur Kartoffeln bekommen. 

Die Trolle haben bedeutungsschwanger Lausbubennamen wie Þvörusleikir (Löffellecker), Bjúgnakrækir (Rauchwurstdieb) oder Gáttaþefur (Türschlitzschnüffler). Und dann gibt es da auch noch die Weihnachtskatze, die der Überlieferung nach Jagd auf unartige Kinder macht und sie am liebsten mit Haut und Haaren auffressen möchte. Besinnlicher geht es dort am Heiligabend vonstatten. Im Familienkreis wird Jolaar (Weihnachtslamm), Rauchfleisch und selbstgebrautes Bier ausgegeben. Hinzu kommt das in Öl gebratene Weihnachtsgebäck Laufabrauð. 

Da Island relativ vegetationslos ist, baute man sich seine Tannenbäume früher aus Holzstücken selbst, malte sie grün an und dekorierte sie mit Zweigen und Kugeln. Heute werden die meisten Tannenbäume aus Kontinentaleuropa verschifft. Dafür ist es auf Island bereits ab November herrlich dunkel, Häuser, Gärten, Geschäfte, alles wird mit bunten Lampen geschmückt, am Abend des 24. Dezember ertönt dann landesweit Glockengeläut.

Gleðileg Jól, Ísland!

Hera Björk & Chiara - Christmas Song

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