Freitag, 14. Oktober 2016

News-Splitter (526)



Dann wollen wir das Gesehen und Geschehene der letzten Tage einmal im obligatorischen News-Splitter aufarbeiten.

Ungarn - Das ungarische Fernsehen MTV hat zur Bewerbung aufgerufen. Alle interessierten Interpreten können fortan ihre Beiträge für den Vorentscheid "A Dal" einreichen. Um die Qualität der Bewerbungen zu erhöhen, hat der Sender neue Regeln aufgestellt. Künstler, die teilnehmen möchten, müssen bereits ein Album veröffentlicht haben oder zumindest im Fernsehen oder Radio zu hören gewesen sein. Außerdem wird ein Kontakt zu einem Management oder ein Plattenlabel vorausgesetzt. Neben Regeländerungen führt MTV auch noch zwei zusätzliche Preise ein, den Award für den besten Text und die "atemberaubendste Performance".

Zypern - Nicht bestätigten Quellen zufolge soll das zypriotische Fernsehen CyBC in der heißen Phase seiner internen Auswahl für den Eurovision Song Contest 2017 sein. Demnach sind noch drei Namen im Gespräch, einer von ihnen ist Loucas Giorkas, der Griechenland 2011 in Düsseldorf vertreten hat. Außerdem gelten Charis Savva, eine ehemaligen Junior Eurovision-Teilnehmerin und X-Factor Siegerin Andreas Leo als mögliche Kandidaten.

Dänemark - Anders als in vergangenen Jahren sollen die Finalisten des dänischen Melodi Grand Prix nicht nur hinter verschlossenen Türen ermittelt werden, sondern auch mittels einer 50köpfigen Jury, die sich aus Eurovisionsfans, TV-Zuschauern und Musikexperten zusammensetzt. Erstmals trat diese Gruppe am Montag zusammen, um 41 potentielle Beiträge unter die Lupe zu nehmen. Um ein möglichst starkes Teilnehmerfeld für den 25. Februar zu garantieren, hole man sich nun professionelle Hilfe, so Unterhaltungschef Jan Lagermand Lundme.

Rumänien - Nach einjähriger Pause darf Rumänien im nächsten Jahr wieder beim Song Contest starten. Die Europäische Rundfunkunion gab dem Sender TVR grünes Licht für Kiew. Nachdem TVR seine jahrelang angehäuften Schulden bei der EBU beglichen hat, einigten sich EBU und Generaldirektorin Irina Radu darauf, den Sender wieder aufzupäppeln. Zudem wurde die verbindliche Teilnahme am Eurovision Song Contest 2017 bestätigt. Ovidiu Anton, der gewählte Kandidat des rumänischen Vorentscheids durfte aufgrund des kurzfristigen Ausschlusses von TVR aus der EBU nicht nach Stockholm fahren, auch verlor TVR die Senderechte an der Fußball-EM in Frankreich.

Litauen - Die "Eurovizija", der traditionelle litauische Vorentscheidungsmarathon in der Wintersaison wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Allerdings kündigte der Sender LRT nur acht statt zehn Shows an. Ansonsten bleibt alles beim alten Prozedere. Verschiedene Künstler singen verschiedene Songs, am Ende wird ein Gesamtkonzept gewählt. Komponisten können sich noch bis zum 1. Dezember in Vilnius anmelden, Interpreten haben hierfür bis zum 15. Dezember Zeit. Akzeptiert werden nur Bewerbungen von Litauern bzw. von Personen mit litauischem Wohnsitz.

Albanien - Albanien schafft die 100%ige Expertenjury im Festivali i Këngës ab. In den Halbfinals des albanischen Vorentscheids werden 24 Kandidaten antreten, 14 qualifizieren sich für das Finale. Acht von ihnen sollen weiterhin durch die Experten ermittelt werden, drei von der Presse und drei von einer "öffentlichen Jury". Das Televoting setzt sich in Albanien demnach weiterhin nicht durch. Wie man Teil dieser öffentlichen Jury werden kann, ist nicht bekannt. Im Finale wird der Sieger zu 60% durch Experten und 40% öffentlicher Jury bestimmt. Genaue Termine nannte RTSH noch nicht.

San Marino - Kurzzeitig gab es einen euphorischen Schub in der Eurovisionsgemeinde, der sanmarinesische Sender SMRTV dementierte aber diverse Meldungen, der Beitrag für die Eurovision 2017 werde am Samstag bekannt gegeben. Stattdessen twitterte der Sender eine Meldung, in der Senderdirektor Carlo Romeo eine Überraschung verspricht. San Marino hat seine Teilnahme bislang noch nicht bestätigt. Etwaige Meldungen um eine Rückkehr von Serhat oder einen Ausstieg aus der Eurovision blieben unkommentiert.

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