Sonntag, 31. Juli 2016

Bosnien-Herzegowina: Ende für BHRT in Sichtweite



Bosnien-Herzegowina - Noch immer steht der bosnische Sender BHRT vor einem ungelösten Problem und wenn einem Statement des Vorstandsvorsitzendem des Senders, Esad Gotovuša, sieht es für die nahe Zukunft nicht unbedingt rosig aus. Ein mögliches Ende der Übertragung des bosnischen Staatsfernsehens könnte nach dem Ende der Olympischen Spiele erfolgen. 

"Wir gehen davon aus, dass BHRT es noch bis zum Ende der Olympischen Spiele machen kann. In dieser katastrophalen Situation kann dies allerdings nicht garantiert werden (...)", wird Gotovuša zitiert. Seit jahren appelliert der Sender und seit einiger Zeit auch die Europäische Rundfunkunion an den den bosnischen Staat, den Sender mit finanziellen Reformen wieder zu stärken. Bisher konnten sich beide Entitäten in Bosnien-Herzegowina nicht einigen oder vertagten ihre Entscheidung.

Jedes Mal, wenn das Thema BHRT politisch diskutiert wird, fehlt der politische Wille, den Sendebetrieb aufrecht zu erhalten. Dies wird insbesondere durch das Staatssystem in Bosnien-Herzegowina verkompliziert, einem der komplexesten System weltweit. Ein eingebrachter Vorschlag, die Sendegebühren über die Telefonrechnungen pro Haushalt laufen zu lassen, wurde nicht umgesetzt, weitere Ideen wurden bisher nicht vorgelegt.

Und somit schwebt der Sender BHRT in der Leere. Momentan geht der Sender davon aus, seinen Betrieb Mitte bis Ende August einzustellen. Die, durch private Sponsoren ermöglichte, Teilnahme am Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm dürfte so etwas wie ein letztmaliges Abschiedskonzert gewesen sein. "Ljubav je" schied im Semifinale aus, als erster bosnischer Beitrag in der Eurovisionsgeschichte, fast schon symbolisch für die desaströse Lage des Senders.

Alma & Dejan - "Ostani kraj mene" ("Bleib bei mir")

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