Donnerstag, 5. Mai 2016

Tag 4: Die Eiszeit bricht herein



Norwegen - Auch wenn sie hinter der Bühne lacht und offenbar ihren Infekt erfolgreich überwunden hat, wirkt Agnete aus Norwegen auf mich, wie schon Margaret Berger 2013 sehr unterkühlt. In Norwegen ist es wohl immer noch Mode, Frauen in weißen Kleidern auftreten zu lassen, bei deren Performances keine Wärme aufkommt. Bei "Icebreaker" wäre das natürlich generell schwierig, aber irgendwie ist die Darbietung auch etwas, das wir schon aus früheren Jahrgängen kennen.

Die Performance wird auf einem Podest eröffnet, von dem Agnete wenig später heruntersteigt und sich dann vordergründig auf der Bühne positioniert. Das Podest wird anschließend von einer Tänzerin belegt, die meines Erachtens einen Tick zu schnell ist. Das Bühnenbild ist in typisch kalten Farben, schwarz, blau, weiß gehalten, im späteren Verlauf gab es noch Bodennebel, damit dem Zuschauer zuhause auch definitiv arktisches Flair vermittelt wird...

Das norwegische Meet & Greet fiel zudem sehr kurz auf, da die Hauptakteurin Agnete nicht vor die Journalisten trat. Stattdessen sah man den norwegischen Delegationsleiter auf dem weißen Sofa im Pressezentrum, der erklärte, dass der ganze Eurovisionstrubel für die kleine Norwegerin etwas viel sei derzeit, offenkundig leidet sie an Depressionen. Die Probe als solches sei aber ganz nach dem Gusto der Norweger verlaufen, man sei zufrieden. Das Konzept des Vorentscheids habe man 1:1 übernommen, da es wohl ganz gut gepasst hat. 

Viel mehr war dem norwegischen Delegationsleiter nicht zu entlocken gewesen, das Interesse der Journalisten dürfte auch gering gewesen sein, zumal die Sängerin nicht zugegen war. Bleibt zu hoffen, dass Norwegen in diesem Jahr nicht auf seinem Eiswürfel-Image sitzen bleibt.



Team Norway feiert sich selbst
Gemäß ihrem Lied herrscht auf der Bühne Eiszeit
Agnete für Norwegen

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