Montag, 2. Mai 2016

Tag 1: Zusammenschnitt vom Tage



Europa - Und damit geht der erste Probentag in Stockholm langsam aber sicher zu Ende. In der Globen Arena wird nun erst einmal durchgewischt und vor allem auch durchgeschnauft. Außer ein paar Tonproblemen und Sergeys Ausrutscher an seinem Requisit ist doch alles mehr oder weniger glatt gelaufen. Darauf kann man in den kommenden Tagen durchaus aufbauen. Schon morgen geht es ab 10 Uhr mit der tschechischen Probe weiter, dann erleben wir den Rest der Kandidaten aus dem ersten Semifinale und Gastgeber Schweden.

Der Tag hat erstmals gezeigt, dass viele Performances doch recht bodenständig sind, ohne pompöse Kulissen, Effekte und Ablenkungen vom eigentlichen Songs und dann gab es da den krönenden Abschluss der russischen Delegation, denen man ähnlich wie 2008 anmerkt, dass sie das Ding auf jeden Fall nach Hause holen wollen. Allein die Bühnenshow dürfte schon locker für die Top Five reichen, wir erinnern uns, dass Mika Newton 2011 mit einer Sandmalerin auf dem vierten Platz landete, ohne großes Zutun.

San Marinos Delegationsleiter Alessandro Capicchioni brachte es in einem Interview gut auf den Punkt. Für den kleinen Sender SMRTV sei es Jahr für Jahr eine Herausforderung teilzunehmen und man besinnt sich bei der Auswahl der Kandidaten auch immer auf wirtschaftliche Aspekte. "Das Budget des Eurovision Song Contests ist größer als unser gesamtes TV-Budget.", somit seien große Sprünge mit bombastischen Requisiten wie beim russischen Beitrag schlicht und ergreifend nicht möglich. Es sei auch Aufgabe der EBU, die kleinen Länder mit an den Tisch zu setzen.

Und gerade San Marino, dem letzten verbliebenen Mikrostaat der sich dem Eurovision Song Contest stellt, muss man hoch anrechnen, dass man stets versucht, das Maximum herauszuholen. Auch aufgrund einer fehlenden professionellen Musikszene kann man nur kleine Brötchen backen. Ein Blick auf die Liste der sanmarinesischen Juroren zeigt dies ganz deutlich. Da sitzen auch schon einmal ein Klavierlehrer und ein Tontechniker in der Jury, wo sonst Komponisten, Radiomoderatoren oder Produzenten unter notarieller Aufsicht Platz nehmen. Dafür lieben wir San Marino!

Erfreulich ist zudem, dass erstmals auch die US-Amerikaner beim Eurovision Song Contes zuschalten, der Gay-Sender Logo TV aus New York überträgt die Show live im Nachmittagsprogramm. Executive Supervisor Jon Ola Sand sagte: "We are thrilled", dass Kasachstan ebenfalls alle drei Shows live übertragen wird, kommt ergänzend noch hinzu. Gemäß dem Motto des diesjährigen Wettbewerbs "Come together" dürfte 2016 die 200-Millionen-Marke geknackt werden. Ob weitere Länder folgen werden, die nicht am Wettbewerb teilnehmen, bleibt abzuwarten.

Ebenfalls mit dabei sein wird Sarah Dawn Finer alias Lynda Woodruff, die gestern bei Facebook noch postete: "Too bad that they've not involved IVI-YOO spokespersons in the show, just like in Malmö 2013. Shame on you Switzerland!" Heute bestätigte das schwedische Fernsehen SVT, dass sie als Teil der Liveshow mitwirken werde und schon wurde aus dem genannten Kommentar ein: "After I paid all my debts, EBU changed their mind and decided to send me to the Eurovision this year, so you'll see me there live at the grand final." Das ist in der Tat "amazing"!


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