Mittwoch, 9. März 2016

Ukraine: EBU fordert keine Textänderung



Ukraine - Die Europäische Rundfunkunion hat bei Twitter bestätigt, dass der ukrainische Beitrag für den Eurovision Song Contest in Stockholm nicht gerügt wird und der Text des Liedes "1944" von Jamala offenbar als regelkonform durchgehen. Somit scheiterte der russische Protest, die den Ausschluss bzw. die Abänderung der Lyrics forderten.

"Die Reference Group hat entschieden, dass weder der Titel noch der Text politische Inhalte beinhalten oder anderweitig die Regeln brechen.", so die EBU in ihrem Tweet. Der Song behandelt die Deportation von Krimtataren nach Zentralasien im Jahr 1944. Jamala selbst ist Krimtatarin, ihre Großmutter wurde im Zweiten Weltkrieg unter Stalin deportiert. Ob Russland Einspruch gegen diese Entscheidung erhebt, ist nicht überliefert.

Alle 43 Song Contest-Beiträge müssen der Europäischen Rundfunkunion bis Montag in ihrer endgültigen Fassung vorliegen. Bisher fehlen noch die Präsentationen aus Griechenland, die morgen dran sind, Schweden, Litauen, Serbien, Aserbaidschan, Bulgarien, Australien und der Tschechischen Republik. Russland und die Ukraine treten in unterschiedlichen Semifinals beim Eurovision Song Contest in Stockholm an.

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