Montag, 22. Juni 2015

Montenegro: RTCG bereitet Rückzug vor, falls...


Montenegro - Das montenegrinische Fernsehen RTCG erwägt offenbar einen Rückzug vom Eurovision Song Contest, sollten die Begründungen für die Annullierungen des Juryvotings im Finale von Wien beim Treffen der Reference Group als nicht stichfest erweisen. Misserfolge, Budget- oder Quotenprobleme seien nicht der Grund für diese Überlegungen. Montenegros Delegationsleiter Sabrija Vulić erklärte dies gegenüber wiwibloggs.com.

"Wir haben einen offiziellen Brief mit einigen Fragen an die Reference Group verfasst, darunter auch die Bitte zu erklären, warum fünf Menschen nicht die gleiche Meinung haben dürfen und die Rechtmäßigkeit der Jurystimmen angezweifelt wurde." Man habe fair gespielt, aber durch eine vermeintliche Verschwörung zahle man nun den Preis dafür. Die nationale Presse habe mehr über die angebliche Votingmanipulation in Podgorica als über den Erfolg von Knez berichtet. 

Dadurch sieht sich RTCG offenbar genötigt, sich gegebenenfalls vom Eurovision Song Contest zurückzuziehen. Was genau der montenegrinischen Jury vorgeworfen wird, ist nicht gesichert, da die EBU auf ihrer Website nur die Stimmen aus dem Televoting veröffentlicht hat. Auffälliger als Abstimmungsmuster aus Aserbaidschan, Armenien oder auch Deutschland können die montenegrinischen Stimmen jedoch nicht sein. Wir hoffen dennoch, dass Montenegro weiterhin Teil der Eurovisionsgemeinde bleibt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen