Freitag, 19. Juni 2015

Deutschland: Raab wird fehlen


Deutschland - Der Weggang von Stefan Raab bei ProSieben und das vorläufige Ende seiner TV-Karriere haben in Deutschland einen wahren Medienhype erfahren. Dabei war der Zeitpunkt für die Pressemeldung mit 22:11 Uhr taktisch klug gewählt um den Boulevardblättern, insbesondere der BILD von Seiten Raabs zum Abschluss eins reinzuwürgen.

Raab, der seit 2004 insbesondere mit der BILD auf Kriegsfuß steht, hat seine Entscheidung spätabends, nach Redaktionsschluss des Blattes und vieler anderer Medien, kundgetan. Somit titelte die BILD am nächsten Morgen über eine falsche Lehrerin, nicht aber über das Ende von Raabs Fernsehkarriere. ProSieben hält sich indessen alle Optionen offen, wenn Raab es wünsche, dürfe er jederzeit zum Sender zurückkehren.

Ob Formate wie "Schlag den Raab" oder Bundesvision Song Contest in dieser oder ähnlicher Form weitergeführt werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Außer der Pressemitteilung gab es bisher auch noch keine weiteren Statements, zurückzuführen ist dies auch auf die Sommerpause des Senders, da die Produktion von "TV total" derzeit ausgesetzt ist. Auch sein einstiger Schützling Elton twitterte nichts außer einem "Danke für eine geile Zeit."

Quotentechnisch lief es zuletzt für Raab wieder besser als in den Vormonaten, man merkte jedoch eine zunehmende Ausgebranntheit seiner Witze beim Stand Up von "TV total", bei seinen anderen Formaten war jedoch weiterhin mit Ehrgeiz bei der Sache. Ebenso wie einst bei den fünf Anläufen für den Eurovision Song Contest, den er stets als "nationale Aufgabe" verstand und sich damit sehr um den Wettbewerb verdient gemacht hat.

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