Freitag, 15. Mai 2015

Tag 5: Um sechs Uhr morgens aufgewacht


Estland - Während der estnischen Probe hatte man nunmehr den Eindruck, Elina und Stig sind wieder auf einem guten Weg sich etwas mehr zu vertragen. Die Chemie zwischen beiden stimmte ja am Montag überhaupt nicht, diesmal arbeiten sie mehr miteinander zusammen, große Emotionen sehen jedoch anders aus und man muss sagen, die beiden haben Schwierigkeiten auf der Ideallinie zu singen, insbesondere Stig muss sich da sehr zusammenreißen. 
 
Ansonsten ist die Kulisse mit den Hochhäusern ganz schick, erinnert ein bisschen an den Hintergrund, den Getter Jaani 2011 in Düsseldorf dabei hatte, auch da gefiel mir das Lied und es fiel im Finale gnadenlos durch. Ich fürchte, so könnte es mit "Goodbye to yesterday" auch passieren. Als Favoriten sehe ich Estland in diesem Jahr nicht mehr, schade eigentlich, aber es geht auch um Live-Gesang und abgesehen von den Aseris 2011 konnten die Gewinner der letzten Jahre einigermaßen vernünftig singen.
 
Die Pressekonferenz war wieder einmal gespickt mit recht belanglosen Fragen, ob es gemeinsame Folgeprojekte geben werde beantworteten beide damit, dass ein weiterer Track produziert wurde und auf dem neuen Album von Elina Born veröffentlicht wird. Weitere Planungen bestünden derzeit nicht, ich bin auch davon überzeugt, dass die Esten noch mehr gemeinsame Kooperationen nicht unbedingt wollen. Beide wurden etwas rot, als sie indirekt mit den Common Linnets verglichen wurden, Stig gab jedoch an, dass sein Lied schon zwei Jahre alt sei.
 
Die geschaffene Favoritenblase, die die Journalisten den beiden Esten bescheinigen, baue einen leichten Erwartungsdruck für beide auf, aber sie haben sich fest vorgenommen, sich nicht beirren zu lassen und einfach auf ihren Vortrag fokussiert zu sein. Daran sollte nun bis zum Semifinale am Dienstag auch noch etwas gearbeitet werden. Die Frage an Mart Nomet vom Sender ERR nach dem Erfolgsrezept der Beiträge sei in der Musikkultur Estlands und dem neuen Vorentscheidungskonzept zu suchen. Auch wenn Estland ein kleines Land ist, gäbe man sich Mühe, die verschiedensten Musikstile miteinzubeziehen.

Ein Kamm täte Stig auch gut, die Zauselfrisur sehen wir Dienstag hoffentlicht nicht
Die Pressekonferenz von Estland: beide sind ein bisschen mehr aufgetaut
Und hier das Beweisbild (links): Sie können beide lachen

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